Neue Buchmacher 2026 — wer eine deutsche Erlaubnis hat und wer nur so tut
Datenstand: 30. Oktober 2026. Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) sowie gegen die Impressen der Anbieter, wie sie dort geführt sind.

Ein neuer Name auf dem Bildschirm ist noch keine Nachricht. Die Nachricht ist ein Eintrag in einer Liste, die die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder führt, und dieser Eintrag ist die einzige Prüfung, die zählt. Wer ein Sportwettenangebot in Deutschland veranstaltet oder vermittelt, braucht dafür die Erlaubnis der Behörde; ohne sie ist das Angebot unerlaubtes Glücksspiel. Alles andere, was ein Anbieter über sich erzählt, ordnet sich diesem Satz unter.
Deshalb fällt der erste Blick nicht auf die Startseite, sondern auf die Liste. Ein Anbieter, der dort steht, unterliegt dem Einzahlungslimit, das über alle Anbieter hinweg gilt, der zentralen Sperrdatei, der Vollverifizierung und der Regel, dass nur von einem Konto auf den eigenen Namen bezahlt wird. Ein Anbieter ohne Eintrag unterliegt nichts davon, sondern seinen eigenen Hausregeln — und das ist keine Formalie, sondern der teuerste Unterschied auf dieser Seite.
Markteintritt in Deutschland: was ein neuer Anbieter mitbringt
Die GGL führt die I.B.C. Sportsbetting Limited als Veranstalterin der Sportwetten unter bet3000, die Erlaubnis ist mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet. Das ist der frischeste Eintrag im Feld der Anbieter, die hier besprochen werden — und er stammt aus derselben Quelle wie alle anderen: der Übersicht erlaubter Anbieter, Stand 2. Oktober 2026.

Wer heute in Deutschland starten will, tritt in einen regulierten Markt ein, der seit dem 1. Juli 2021 nach dem GlüStV 2021 arbeitet. Die Erlaubnis wird bundesweit erteilt, nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 27f Abs. 1 GlüStV, und die Behörde überwacht und ahndet nach § 28a. Die erste Erlaubnis läuft fünf Jahre, geregelt in § 4c Abs. 1 — die Whitelist zeigt allerdings nur Erstdaten und Folgeerlaubnisse, kein Enddatum. Wer dort ein Enddatum sucht, sucht etwas, das nicht existiert, und wer eines auf einer Anbieterseite findet, sollte genauer lesen.
Interessant ist, was ein Markteintritt nicht ändert. Ein neuer Anbieter bekommt keine Probemitgliedschaft im Recht. Er verifiziert genauso vollständig nach § 6a, er hängt genauso an der Limitdatei und an der Sperrdatei, und er darf während einer laufenden Veranstaltung genauso wenig anbieten wie der Platzhirsch. Neu heißt nicht locker.
Der bequemere Weg in den Markt ist der Kauf einer bestehenden Struktur. Als Anbieter von Betano.de führt die Whitelist die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta. Die Betkick Sportwettenservice, ein österreichisches Unternehmen im Besitz von Stoiximan, hatte im Februar 2021 vom Regierungspräsidium Darmstadt die deutsche Sportwetten-Erlaubnis erhalten und bietet über Betano.de an. Das ist keine Neugründung, sondern ein etablierter Träger unter einer jüngeren deutschen Marke — und für den Wettenden macht das einen Unterschied nur insoweit, als die Domain dort steht, wo die Erlaubnis steht.
Wichtiger als das Erstdatum ist ohnehin, was für eine Erlaubnis es ist. Ein Sportwetten-Permit gilt für die Domain, die darunter aufgeführt ist. Erlaubnisse für virtuelle Automatenspiele, für Poker oder für Casinospiele sind andere Erlaubnisse mit anderen Regeln. Wer auf einer Sportseite ein Casino bewirbt, hat dafür eine zweite Erlaubnis oder keine. Die feinere Trennung ist die rechtlich relevante: Das Land Sachsen widerrief 2006 die Erlaubnis von bwin, am 13. Dezember 2007 bestätigte das Oberverwaltungsgericht Bautzen, dass die 1990 erteilte DDR-Erlaubnis weiterhin gültig sei. Zwei Behörden, zwei Auffassungen, ein Anbieter. Das zeigt gut, wie wenig historische Genealogie über den heutigen Status aussagt — und warum die Whitelist als Momentaufnahme so nützlich ist. Sie behauptet nichts über die Vergangenheit.
Rechtslage: Whitelist, Erlaubnis und die Grenze zum Offshore-Angebot
Rechtsklarheit ist das Produkt, das ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis verkauft, ob er will oder nicht. Als Veranstalter der Sportwetten unter Bet3000.de führt die GGL die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Das Bekenntnis zum deutschen Regelwerk ist damit für jeden nachprüfbar, und es bindet den Anbieter an Regeln, die er sich nicht aussuchen kann.

Auf der Whitelist der GGL ist für Betway die Betway Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.03.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 23.12.2022. Das Angebot an Kunden in ganz Deutschland hatte Betway bereits am 9. März 2021 vom Regierungspräsidium Darmstadt erhalten; der damalige Geschäftsführer bestätigte die Erlaubnis am 10. März 2021. Fünf Jahre später ist das keine Neuigkeit mehr, aber es ist der Grund, warum Betway auf dieser Seite auftaucht und nicht in der Rubrik der Angebote, vor denen die Behörde warnt.
Die GGL warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten. Diese Warnung ist keine Marketingrhetorik einer Behörde, die Arbeit braucht. Wer auf einer Seite ohne Eintrag setzt, setzt ohne den Schutz, den er auf einer Seite mit Eintrag hätte.
Was eine Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 tatsächlich bedeutet
Die Whitelist ist der einzige Test. Der Stand vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, sowie drei Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen. Jede dort geführte Domain ist eine .de-Domain — aber eine .de-Domain allein beweist gar nichts. Wer eine deutsche Adresse als Beweis liest, hat den Beweis nicht gelesen.
Was ein Eintrag mit sich bringt, ist konkret. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung ausgezahlt. Es gibt keine gesetzliche Einsatzobergrenze pro Wette. Ein Sportwetten-Permit gilt für die aufgeführte Domain, und die Domain, die dort steht, ist die einzige, unter der Sportwetten laufen dürfen. Drei Sätze, die jede Einschätzung der Seite nebenan erledigen.
Die Kehrseite ist der Preis der Legalität, und sie ist nicht klein. Volle Verifizierung nach § 6a. Ein Konto pro Anbieter. Parallelspiel ist nach § 6h verboten und wird über die Aktivitätsdatei überwacht. Einzahlungen nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen. Ein Standardlimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter. Wer das als Gängelung liest, sollte einmal durchrechnen, was ein Anbieter ohne diese Regeln mit dem Geld der Wettenden macht — und ob er im Streitfall jemanden anrufen kann, der zuständig ist.
Was ein Anbieter ohne Erlaubnis kostet — und was ein Rückzahlungsurteil wert ist
Sportwetten ohne deutsche Erlaubnis anzubieten ist unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Curaçao-Erlaubnis, eine Anjouan-Erlaubnis oder eine maltesische Erlaubnis hat in Deutschland keine Bedeutung. Die Behörde kann Angebote untersagen, Zahlungen sperren und Netze sperren, das Werkzeug steht in § 9.
Auf der strafrechtlichen Seite steht das Veranstalten nach § 284 StGB bei bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, die Werbung bei bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB bei bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spielender sind nicht feststellbar — also weder eine Entwarnung noch eine Drohkulisse. Wer daraus ein Argument für oder gegen einen Anbieter baut, baut auf nichts.
Zivilrechtlich ist die Lage in Bewegung. Der Bundesgerichtshof legte dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Am 19. März 2026 hielt es Generalanwalt Nicholas Emiliou in seinen Schlussanträgen in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.
Das ist eine Rechtsfrage, keine Zusage. Niemand hat einem Wettenden eine Rückzahlung versprochen, und wer heute auf einer Seite ohne Erlaubnis setzt, weil ein Gericht vielleicht irgendwann Geld zurückordnet, verwechselt ein Verfahren mit einem Plan.
Ehrlich gerechnet tauscht ein Offshore-Anbieter Limitfreiheit gegen Rückgriffsmöglichkeiten. Er verlangt keine Vollverifizierung, hängt nicht an der Limitdatei, hängt nicht an der Sperrdatei, erlaubt also höhere Einsätze. Er bietet im Gegenzug keine deutsche Aufsicht, keine deutsche Streitbeilegung und keinen Schutz, den eine Behörde in Halle durchsetzt. Für einen Wettenden mit großem Kapital und hoher Frequenz ist das ein echter Trade-off. Für alle anderen ist es ein schlechter Tausch.
Verantwortungsvolles Wetten: die Regeln und was sie für den Kontostand bedeuten
Die wirksamste Zahl auf dieser Seite steht in § 6c Abs. 1 GlüStV: 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, als Standardwert. Durchgesetzt wird das nicht durch gutes Zureden, sondern über die LUGAS-Limitdatei, in der die Anbieter die Einsätze und Limits ihrer Kundinnen und Kunden zusammenführen.
Wer das Limit für zu eng hält, kann es erhöhen lassen — aber erst nach einem Nachweis. Ein Anbieter darf auf verlangen ein individuell höheres Limit setzen, bis zu 10.000 €, und zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spielenden. Voraussetzung ist ein nachprüfbarer Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit; eine Selbstauskunft genügt nicht. Herabsetzen wirkt sofort, Erhöhen erst nach sieben Tagen. Diese Asymmetrie ist Absicht und die vernünftigste Regel des ganzen Gesetzes: Der Weg nach unten ist kurz, der Weg nach oben ist lang.
Dass jemand das Limit umgeht, indem er auf einer Seite ohne Erlaubnis setzt, ist möglich — dieser Weg führt zu keinem Limit, aber auch zu keiner Warnung, wenn sie gebraucht wird.
OASIS, LUGAS und der Panikbutton
OASIS ist das bundesweite Sperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV, und die Anbieter prüfen es bei der Anmeldung und beim Login. Wer sich dort für einen Zeitraum sperrt, den er selbst benennt, ist mindestens drei Monate gesperrt; ohne Angabe eines Zeitraums mindestens ein Jahr. Zusätzlich gibt es den Panikbutton nach § 6i Abs. 3: ein Druck, sofort 24 Stunden gesperrt, ohne Begründung und ohne Rückfrage.
Das Zusammenspiel ist der Punkt. LUGAS trägt das Limit, OASIS trägt die Sperre, und beide funktionieren nur, weil die Anbieter untereinander Daten austauschen. Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis hängt an keiner der beiden Dateien — weder beim Setzen der Limits noch beim Erkennen einer Sperre. Die praktische Folge: Wer sich sperren lässt und dann auf einer Seite ohne Eintrag weiterspielt, hat nichts gewonnen.
Das Mindestalter ist 18, nach § 4 Abs. 3, und die Anbieter prüfen es im Rahmen der Verifizierung. Vor Abschluss der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden weiterspielen lassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Diese Übergangsregel ist eine Geduldsprobe, kein Freibrief.
Was die Vollverifizierung von Neukunden verlangt
Ein Konto pro Anbieter, vollständig verifiziert, nach § 6a. Das ist die Regel, über die sich am meisten beschwert wird, und sie ist die, die am meisten Ärger spart. Ohne sie wären Sperren, Limits und Auszahlungen an den eigenen Namen nicht durchsetzbar.
Was unter den Anbietern auf dieser Seite bleibt, ist das Standardlimit von 1.000 €, für jedes Konto gleich. Die Sperrdatei kennt keine Ausnahme für Anbieter, die noch keine Erlaubnis haben, weil sie sie gar nicht nutzen.
Wie der Markt das Limit finanziert
Diese Seite verkauft nichts und empfiehlt niemanden. Was sie sagen kann: Ein Vergleich, der Quoten zeigt und Bedingungen verschweigt, ist unvollständig. Die Bedingungen sind der Teil, der ein Konto schützt.
Krypto, E-Wallets und anonymes Bezahlen: warum das bei lizenzierten Anbietern wegfällt
Bitcoin ist bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis kein Zahlungsweg, und zwar nicht aus Vorsicht, sondern per Regel. § 6b Abs. 4 GlüStV lässt nur Zahlungen von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut zu. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Wettgeschäft heraushält.
Wer auf einer Seite mit Bitcoin zahlt, zahlt also auf einer Seite ohne deutschen Eintrag — jedenfalls solange die Zahlung anonym bleibt. Das ist keine Gesinnungsfrage, sondern eine Zuordnung: Die Zahlungsmethode verrät die Aufsicht.
Was ein Sportwetten-Permit nicht vorschreibt, ist das Bezahlinstrument selbst. Ob ein Anbieter E-Wallet, Karte oder Überweisung annimmt, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen. Die Angaben dazu finden sich direkt beim jeweiligen Anbieter.
Der Punkt, an dem E-Wallets scheitern, ist nicht die Technik, sondern der Name auf dem Konto. Ein E-Wallet zählt nur, wenn es auf den eigenen Namen läuft und identifiziert ist. Ein Konto, das ein Anbieter nicht dem Wettenden zuordnen kann, ist für ihn wertlos — und für den Wettenden gefährlich. Auszahlungen auf ein Konto, das nicht auf den eigenen Namen läuft, sind der klassische Weg, auf dem Geld liegen bleibt.
Offshore ist Krypto der Standard, und die Kehrseite ist nicht abstrakt: kein OASIS, kein LUGAS, kein deutscher Rückgriff. Wer aus dem Ausland zahlt, weil ein Anbieter hier ein Konto ablehnt, hat die Aufsicht gegen den Komfort getauscht — und der Tausch ist selten gut.
Bonus, Gratiswette, Willkommensbonus: was ein Angebot wirklich kostet
Im GlüStV steht keine Vorschrift, die Höhe, Umsatz oder Mindestquote eines Sportwetten-Bonus festlegt. Die Bedingungen eines Bonus kommen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Das ist der wichtigste Satz über Bonusangebote in Deutschland: Es gibt keine Aufsicht über die Zahl auf dem Banner. Wer ein Angebot bewertet, bewertet einen Vertragstext.
Deshalb entscheiden nicht der Anzeigebetrag, sondern drei Zeilen. Die Umsatzanforderung: der Faktor, mit dem der Bonus umgesetzt werden muss. Der Zeitraum, in dem das geschehen muss. Und die Mindestquote, unterhalb derer eine Wette nicht zählt. Ein Angebot, das den Bonus in einer Woche Umsatz verlangt und dabei eine Mindestquote von 1,80 setzt, verlangt etwas völlig anderes als eines mit einer Mindestquote von 1,50 und vier Wochen Zeit — bei gleichem Anzeigebetrag.
Die Rechnung, die keiner gerne aufmacht: Jede Wette trägt die Marge des Buchmachers. Wer einen Bonus „umsetzt“, setzt ihn über den Markt und zahlt bei jedem Umsatz die Marge mit, egal ob die Wette gewinnt oder verliert. Ein Umsatzvolumen von mehreren Tausend Euro auf Märkten mit einer Marge von fünf Prozent kostet den Wettenden im statistischen Mittel einen dreistelligen Betrag, noch bevor ein einziger Cent ausgezahlt ist. Das ist der Preis des Bonus, und er ist kein Skandal, sondern die Geschäftsgrundlage. Der Skandal ist nur, dass er in der Werbung fehlt.
Ein zweiter Vertragstext-Punkt, den viele übersehen: der Deckel auf dem Gewinn einer Gratiswette. Wenn ein Anbieter den maximalen Gewinn aus einer Gratiswette begrenzt, ist ein Teil des Bonus ein Marketingsatz und kein Geld. Dasselbe gilt für eine „risikofreie“ Wette, die als Gratiswette erstattet wird: Der Einsatz kommt nicht in Geld zurück, sondern als Wetteinsatz, den man erneut umsetzen muss. Wer das nicht weiß, hält eine Erstattung in der Hand, die keine ist.
Für Gratiswetten ohne Einzahlung gibt es keinen eigenen gesetzlichen Rahmen. Ob ein Anbieter so etwas anbietet, steht in seinen Aktionen und nicht im Gesetz, und die Bundesländer haben dazu nichts geregelt.
Was Werbung für Sportwetten in Deutschland darf
Wer keine Sportwetten-Erlaubnis hat, darf dafür nicht werben, § 5 Abs. 7 GlüStV. Für die Erlaubten gelten Grenzen: keine Werbung für Wetten auf eine Veranstaltung unmittelbar vor oder während ihrer Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlerinnen, Sportlern oder Funktionsträgern, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Das Verbot von Werbung zwischen 6 und 21 Uhr dagegen betrifft virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele — nicht Sportwetten. Wer die 21-Uhr-Grenze auf Sportwetten anwendet, zitiert eine Regel, die es für diese nicht gibt.
Die nützliche Folge daraus: Ein Affiliate, der nach Umsatz bezahlt wird, hat keinen Anreiz, dir ein schlechtes Angebot auszureden. Das ist bei Sportwetten untersagt, bei vielem anderen nicht. Wo es keine Rolle spielt, spielt die Rolle des Verkäufers eine andere.
Zahlung, Auszahlung und Geschwindigkeit
Geld, das bei einem lizenzierten deutschen Anbieter liegt, liegt auf einem insoweit geschützten Treuhandkonto und fällt nicht in die Insolvenzmasse des Anbieters. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt, § 6b Abs. 6 und 7 GlüStV. Diese zwei Sätze sind mehr wert als jede Angabe zur Dauer einzelner Zahlungswege, denn sie gelten für alle lizenzierten Anbieter gleichermaßen — ob ein Anbieter damit wirbt oder nicht.
Die Geschwindigkeit, die ein Anbieter bewirbt, ist dagegen sein eigenes Versprechen. Wie schnell eine Auszahlung ankommt, hängt auch am Zahlungsweg: Eine Überweisung läuft über Banken, eine Karte über ein Netzwerk, ein E-Wallet über einen Vermittler. Wer bei einem Anbieter mit der eigenen Auszahlungsgeschwindigkeit unzufrieden ist, ist oft mit seinem Zahlungsweg unzufrieden.
Ein Punkt, der vor der Auszahlung liegt und ihn wichtiger macht als die Dauer: Die Auszahlung kommt erst nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung. Wer auf eine Livewette setzt und sie nach fünf Minuten rechnerisch gewonnen hat, wartet trotzdem bis zum Abpfiff. Das steht nicht im Werbetext daneben, ist aber Teil der Erlaubnis.
Und der Name auf dem Konto. Auszahlungen auf ein Konto, das nicht auf den eigenen Namen läuft, prüft der Anbieter nicht nur, er verweigert sie, weil § 6b Abs. 4 nichts anderes zulässt. Wer Geld von einer dritten Person auf sein Wettkonto einzahlt, hat eine Auszahlung mit einem Problem versehen, bevor überhaupt gesetzt wurde.
Für den Vergleich der Anbieter sind schließlich die eigenen Bedingungen die Quelle und nicht der Bestellvorgang: Welche Wege ein Anbieter annimmt, steht dort, und wer das prüft, bevor er einzahlt, spart sich den Ärger danach.
Livewetten und Cash Out: die Grenze mitten im Spiel
Livewetten dürfen während einer laufenden Veranstaltung nur auf das Endergebnis und auf seltene Ereignisse gesetzt werden, § 21 Abs. 4 GlüStV. Nächstes Tor im Fußball: ja. Nächster Satz im Tennis: ja. Nächster Punkt im Tennis: nein. Nächster Korb im Basketball: nein. Diese Grenze hat nichts mit Sportfremdheit zu tun, sondern mit der Annahme, dass eine Wette auf ein sehr wahrscheinliches Einzelereignis zuverlässig Geld abzieht.
Was ein neuer deutscher Anbieter in diesem Feld tun kann, ist begrenzt. Er darf nicht mehr Märkte anbieten als die Erlaubten. Er kann nur die vorhandenen besser oder schlechter bedienen: mit schnellerer Quotenanpassung, mit weniger Abbruchzeiten, mit einem Wettschein, der nicht neu geladen werden muss. Der Markt ist reguliert und die Differenzierung ist Handwerk.
Cash Out ist keine Garantie, sondern ein Preis
Cash Out ist gesetzlich nirgends geregelt. Es gibt keine Vorschrift und keine Vorgabe der Behörde, die einen Anbieter verpflichtet, es anzubieten. Es ist eine freiwillige Funktion, und das ändert alles: Sie kann jederzeit zurückgenommen, eingeschränkt oder für bestimmte Kundengruppen abgeschaltet werden, ohne dass ein Anspruch entsteht.
Wer auscasht, verkauft seine Wette unter Wert. Das ist keine Anklage, sondern die Definition: Ein Cash-Out-Angebot muss für den Anbieter günstiger sein als das Risiko, das er übernimmt, sonst würde er es nicht machen. Der Wettende tauscht ein unsicheres volles Ergebnis gegen einen sicheren Teilbetrag. Wer bei einem Zweitore-Rückstand trotzdem auscasht, hat gute Gründe dafür. Wer beim 1:0 in der 20. Minute auscasht, um Nervosität zu vermeiden, zahlt für seine Nervosität.
Bleibt der Punkt, dass ein Anbieter ohne Erlaubnis hier freier ist. Er darf Live-Märkte anbieten, die in Deutschland nicht erlaubt sind, und er darf mehr davon bewerben. Das ist ein Mehrangebot, das einen Grund hat — und der Grund ist nicht Sorgfalt.
Tipps und Favoriten: der WM-Favorit der Buchmacher ist ein Preis, keine Prognose
Ein Tipp ist eine Einschätzung, und die Grundlage ist Form, Tabellenlage und Quote. Die Quote ist dabei kein Orakel, sondern ein Preis, den ein Anbieter setzt und der dessen Marge enthält. Ein Favorit ist also nicht der Sieger, sondern die Seite, für die ein Anbieter weniger zahlen muss.
Der Blick auf die Zahlen dahinter lohnt. Ein Quotenschlüssel oder eine Auszahlungsquote ist der Anteil, den ein Markt an alle Einsätze zurückgibt; berechnet wird er als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Markts, und die Marge ist 100 % minus diesen Anteil. Bei einem 1X2-Markt über alle drei Ausgänge addieren sich Auszahlungsquote und Marge zu 100 %. Ein Favorit mit einer Quote von 1,30 trägt dieselbe Marge wie jeder andere Ausgang des Marktes, denn gerechnet wird über alle — das ist der Fehler, den fast jeder Wettende einmal macht.
Was die Auswahl eines Anbieters in diesem Bereich verändert: Ein Anbieter mit einem breiteren Programm kann dir mehr Vergleichspreise zeigen. Ein Anbieter mit einem engeren Programm kann dir einen Preis zeigen, den du nicht nachkontrollieren kannst. Der Vergleich zwischen Anbietern ist bei Quoten kein Luxus, sondern das einzige Werkzeug, das der Wettende überhaupt hat.
Und ein Hinweis, der zur Vorsicht rät und nicht zum Handeln: Ein Angebot, das mit einem Gewinntipp für eine bestimmte Begegnung wirbt, verkauft dir eine Erwartung. Es gibt keine sichere Wette. Die einzige Größe, die der Wettende wirklich kontrolliert, ist, was er setzt — Einsatzhöhe, Markt und Anbieter. Der Rest ist ein Ausgang.
Wie ein neuer Anbieter Quoten setzt und wodurch er sich unterscheidet
Ein Buchmacher legt Quoten fest, nimmt Wetten an und zahlt Gewinne nach Einsatz mal Quote aus. Von der reinen Mechanik ist ein Neuanbieter nicht zu unterscheiden.
Was sich tatsächlich unterscheidet, liegt darin, wie stark er sein Programm auf die erlaubten Märkte zuschneidet. Ein Anbieter, der wenige Märkte führt, aber diese über den ganzen Spielplan, bedient einen Stammgast besser als einer mit breitem Nischenangebot, das selten gefüllt wird.
Wettarten und Quoten: Einzelwette, Kombiwette, Systemwette
Feste Wetten auf den Ausgang einer Veranstaltung oder eines Abschnitts davon und auf Ereignisse darin sind nach § 21 Abs. 1 GlüStV als Einzel- oder Kombiwetten zulässig, und zwar in den Wettarten, die die Behörde genehmigt hat — das Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5. Nicht alles, was technisch eine Wette ist, ist in Deutschland spielbar.
Eine Einzelwette hat eine Quote und einen Ausgang. Eine Kombiwette verbindet mehrere Wetten derselben oder verschiedener Veranstaltungen, wobei die Quoten der Teile zu einer Gesamtquote multipliziert werden. Ein Zwei-Wetten-Kombi aus zwei Quoten von je 1,90 ergibt eine Gesamtquote von 3,61, und aus 10 € Einsatz werden im Gewinnfall 36,10 €. Der Mechanismus belohnt und straft zugleich: Zwei Wetten mit je 50 % Trefferwahrscheinlichkeit haben als Kombi eine von 25 %, bei einer Auszahlung, die über der des Doppelten einer Einzelwette liegt.
Systemwetten wie Heinz oder Goliath bauen auf demselben Prinzip auf, nur breiter. Sie verteilen eine feste Anzahl von Wetten über mehrere Kombinationen mit unterschiedlich vielen Teilen, sodass ein nicht getroffener Teil nicht die ganze Wette tötet. Der Preis dafür ist der Einsatz: Ein System mit vielen Kombinationen kostet entsprechend, und die untere Kante dessen, was dabei herauskommt, ist dünner als viele erwarten.
Die erlaubten Wettarten sind begrenzt: Wetten auf Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren sind unzulässig — nach der Praxis der Behörde zählt Fußball unterhalb der 3. Liga dazu — ebenso manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Ahndung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Das sind keine Randbemerkungen: Sie bestimmen, welche Wettliste ein Anbieter überhaupt anbieten kann.
Die Quote enthält immer die Marge des Buchmachers. Sie ist kein Betriebsunfall, sondern der Umsatz des Unternehmens. Wer Quoten vergleicht, vergleicht Margen.
Sportarten und Turniere: was im Programm steht und was nicht
Was auf dem Wettschein landet, entscheidet nicht der Anbieter allein. Esports gehören nicht dazu: Die Behörde stellt fest, dass Wetten auf Esport nicht möglich sind, weil Esport in Deutschland nicht als Sport anerkannt ist. Ein lizenziertes deutsches Esport-Wettangebot existiert nicht. Wer eine Esport-Wette auf einer Seite mit deutschem Eintrag sucht, sucht ein Produkt, das nach der Erlaubnis nicht angeboten werden darf.
Ich halte das für eine der schwächsten Stellen des Regelwerks. Die Regel ist konsistent — wenn Esport kein Sport ist, darf die Sportwette es nicht enthalten — und sie kostet dem lizenzierten Anbieter ein Publikum, das dann auf einer Seite ohne Eintrag landet, wo es dieselbe Wette mit einem schlechteren Schutz bekommt. Die Aufsicht hat hier Sauberkeit gewonnen und Kontrolle verloren.
Was übrig bleibt, ist ein konventionelles Programm. Fußball trägt den Markt. Tennis trägt die Live-Seite, mit dem nächsten Satz als einem der wenigen zugelassenen Live-Märkte. Darts ist Nische mit stabiler Anhängerschaft. American Football mit der NFL zieht rund um den Super Bowl kurzfristig hohe Aufmerksamkeit, ein Turnier- und Saisonbetrieb das ganze Jahr. Boxen und Eishockey ergänzen, wobei Boxen stark von Einzelkämpfen lebt und Eishockey saisonal läuft.
Was ein bevorstehendes großes Turnier für den Markt bedeutet: Neue Anbieter nutzen es als Fenster. Wer vor einem Turnier neu startet, will die Aufmerksamkeit mitnehmen. Für Wettende heißt das mehr Vergleichsmöglichkeiten für ein Turnier — und die Notwendigkeit, die Bedingungen eines Angebots in genau diesem Fenster genauer zu lesen, weil in diesem Fenster am stärksten beworben wird.
Die Sportart, über die der Anbieter am meisten über die eigenen Quoten verrät, bleibt der Fußball. Wer prüfen will, wie ein Anbieter rechnet, prüft einen Fußball-1X2-Markt und rechnet den Quotenschlüssel nach. Ein Markt, drei Quoten, ein Ergebnis.
Neue Buchmacher in 2026: wie sich der Kreis der Erlaubten verändert
„Neu“ ist in Deutschland eine Qualitätsaussage über das Erstdatum und sonst nichts. Wer heute neu startet, startet mit derselben Erlaubnis, denselben Auflagen und derselben Aufsicht wie ein Anbieter, der seit 2020 dabei ist. Der Markteintritt setzt die Erlaubnis der Behörde voraus, und daran hat sich seit dem Start des Regimes am 1. Juli 2021 nichts geändert.
Der Vorteil eines jungen Anbieters liegt selten dort, wo die Werbung ihn hinsetzt. Ein Anbieter, der neu ist, hat nicht weniger Regeln, sondern ein jüngeres Publikum, das er gewinnen will, und deshalb oft eine offensivere Preisgestaltung. Der Nachteil liegt in einem Punkt, der auf der ersten Seite nicht sichtbar ist: Ein sehr junger Anbieter hat weniger Historie in der Auszahlung, und Historie ist das, was man von einer Liste nicht ablesen kann.
Wer neu startet und keine eigene Struktur hat, kauft eine. Als Anbieter von Betano.de führt die Whitelist die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta. Das ist der schnellste Weg in einen regulierten deutschen Markt: eine bestehende Genehmigung unter einer neuen Marke. Der Weg ist legitim, und er erklärt, warum auf dieser Seite so viele maltesische Gesellschaften hinter deutschen Domains stehen.
Die praktische Konsequenz für einen Wettenden: Prüfe nicht, wie lange der Anbieter am Markt ist, sondern ob die Domain, unter der du spielst, in der Übersicht der erlaubten Anbieter steht. Alles andere ist eine Frage des Geschmacks.
Warum hier kein Anbieter günstiger wirkt, weil er neu ist
Diese Seite hat kein Interesse daran, dass du dich irgendwo anmeldest. Sie hat ein Interesse daran, dass du vergleichen kannst. Wer ein Konto eröffnet, weil eine Marke jung und frisch klingt, vergleicht eine Farbwahl. Wer es eröffnet, weil die Domain auf der Whitelist steht und die Bedingungen passen, vergleicht ein Produkt.
Wie ein Buchmacher rechnet: Quoten, Marge und Auszahlung
Ein Buchmacher nimmt Wetten zu festen Quoten an und schließt damit selbst die Position. Er legt Quoten fest, nimmt Wetten an und zahlt Gewinne nach Einsatz mal Quote aus, wobei die eingerechnete Marge den Gewinn des Unternehmens sichert. Diese Kette ist in Deutschland an eine Erlaubnis gebunden: Wer sie betreibt, ohne auf der Whitelist zu stehen, betreibt unerlaubtes Glücksspiel.
Der bestimmende Satz für alle weiteren Rechnungen lautet: Eine Quote ist ein Preis. Ein Ausgang mit der Quote 2,10 zahlt für 10 € Einsatz 21 € zurück — 10 € Einsatz plus 11 € Nettogewinn, wenn man den Einsatz abzieht. Wer nur den Nettogewinn im Kopf hat, rechnet sich jede Auszahlung um 10 € zu hoch.
Für Kombiwetten multiplizieren sich die Quoten der Teile zu einer Gesamtquote. Zwei Teile mit je 1,90 ergeben 3,61, ein Einsatz von 10 € bringt im Gewinnfall 36,10 € zurück. Was dabei steigt, ist nicht die Quote, sondern das Risiko — die Wahrscheinlichkeit, dass alle Teile zutreffen, multipliziert sich ebenso.
Der Quotenschlüssel eines Markts ist der Anteil, den dieser Markt an alle Einsätze auf sich zurückgibt. Bei drei Quoten von je 2,10 zum Beispiel liegt die Auszahlungsquote bei rund 95 % und die Marge des Anbieters bei rund 5 %. Die Marge ist nicht verhandelbar, sie ist eingebaut. Wer einen Anbieter mit schlanker Marge findet, findet bei gleicher Einschätzung mehr Geld, und genau das ist der Inhalt eines Quotenvergleichs.
Und dann ist da die Steuer. Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ (§§ 17, 18), gerechnet als Steuerbetrag — das sind rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht von der Wettenden, § 19. Ob und wie sie weitergegeben wird, entscheidet der Anbieter selbst; wer sie für einen bestimmten Anbieter behauptet, muss dessen Bedingungen zitieren. Und wichtig: Die Steuer fällt auch bei unerlaubten Anbietern an. Eine gezahlte Steuer ist kein Beweis für eine Erlaubnis, und wer aus einer Steuer eine Legitimation liest, hat das Pferd von hinten aufgezäumt.
Wer das ausrechnen will, kann es in einem Satz: 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage sind etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags, weil die Steuer in der Grundlage selbst nicht enthalten ist. Ein „5,3 % vom Einsatz“ ist die häufigste falsche Variante dieser Zahl, und sie ist rund ein halbes Prozent zu hoch — bei 10.000 € Einsatz rund 53 € zu hoch.
Der Bundesgerichtshof legte dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; Generalanwalt Nicholas Emiliou hielt es am 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten. Wer wissen will, wie sich das auf die Rechnung eines Anbieters auswirkt, fragt gerade bei einem ungewöhnlich günstigen Angebot nach, wie es zustande kommt.
Wie man eine Quote nachrechnet, bevor man setzt
Ein Markt hat drei Ausgänge, also drei Quoten. Man bildet die Kehrwerte, addiert sie und nimmt den Kehrwert der Summe. Das Ergebnis ist die Auszahlungsquote des Markts; die Differenz zu 100 % ist die Marge. Wer das einmal gemacht hat, weiß, was die Zahl auf dem Wettschein nicht sagt.
Dasselbe Werkzeug eignet sich als Test für einen Anbieter. Ein Anbieter mit durchgängig höherer Auszahlungsquote ist ein Anbieter, der weniger von jedem Euro behält — ein Vorteil, der sich über hunderte Wetten hinweg in einem vierstelligen Betrag niederschlägt, und einer, den man nicht in der Werbung findet, sondern nur im Markt selbst.
Vergleich der neuen Buchmacher: zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis
Die Tabelle stellt Anbieter mit Sportwetten-Erlaubnis zusammen, wie die Übersicht der erlaubten Anbieter sie zum 2. Oktober 2026 führt. Aufgeführt sind Marke, Whitelist-Status samt Inhaberin der Erlaubnis und das Erstdatum, ab dem die Sportwetten-Erlaubnis für diese Domain jeweils verzeichnet ist. Die Spalte „Inhaberin (Sitz)“ nennt die Gesellschaft, die die Erlaubnis hält, und ihren Sitz, wie die Whitelist ihn ausweist.
| Marke (Domain) | Inhaberin (Sitz) | Whitelist-Status / Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| ODDSET | Oddset Sportwetten GmbH | Sportwetten-Erlaubnis eingetragen | 18.11.2020 |
| Betway | Betway Limited | Sportwetten-Erlaubnis eingetragen | 09.03.2021 |
| DAZN Bet | DZBT Operations Limited (Zebbug, Malta) | Sportwetten-Erlaubnis eingetragen | 22.08.2023 |
| bet-at-home | Bet-at-home.com Internet Limited | Sportwetten-Erlaubnis eingetragen | 02.11.2020 |
| Tipwin | Tipwin Limited | Sportwetten-Erlaubnis eingetragen | 09.10.2020 |
| Betano | Betkick Sportsbetting Limited (San Giljan, Malta) | Sportwetten-Erlaubnis eingetragen | 19.02.2021 |
| Winamax | WINAMAX (Société anonyme) | Sportwetten-Erlaubnis eingetragen | 29.06.2021 |
| Tipico | Tipico Co. Limited | Sportwetten-Erlaubnis eingetragen | 09.10.2020 |
| Bet3000 | I.B.C. Sportsbetting Limited (Sliema, Malta) | Sportwetten-Erlaubnis eingetragen | 22.04.2026 |
| Sportwetten.de | NetX Betting Limited (Birkirkara, Malta) | Sportwetten-Erlaubnis eingetragen | 19.11.2020 |
Die Spalte „Inhaberin (Sitz)“ füllt sich nicht gleichmäßig, und das ist selbst ein Befund. Bei mehreren Domains weist die Liste nur den Namen der Gesellschaft aus, ohne den Sitz daneben. Wer eine vollständige Firmenanschrift braucht, findet sie im Impressum der Marke und nicht in der Übersicht der erlaubten Anbieter. Für die Frage, ob überhaupt eine Erlaubnis vorliegt, genügt der Eintrag; für die Frage, mit wem man es bei einem Streit zu tun hat, reicht er nicht.
Auffälliger als die Spalten ist die Streuung der Erstdaten. Zwischen dem 18.11.2020 und dem 22.04.2026 liegen mehr als fünf Jahre Erlaubnisvergabe, und der ganze Markt ist in zwei Wellen entstanden: eine große Gruppe in den Jahren 2020 und 2021, als das neue Regime anlief, und eine zweite, dünne Welle danach. Bet3000 ist mit dem Erstdatum 22. April 2026 der jüngste Eintrag dieses Felds. Wer sich für „neue Buchmacher“ interessiert, sieht hier das ganze Spektrum: von der Marke, die seit dem ersten Tag dabei ist, bis zu der, deren Erlaubnis noch kein halbes Jahr alt ist.
Was die Tabelle nicht zeigt, ist die Erlaubnisart. Zwei der Anbieter hier tragen zusätzlich eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, die aber nichts über das Sportwettenangebot sagt: Die Whitelist führte für Betway eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 02.10.2026, für bet-at-home seit dem 28.12.2022, für LeoVegas.de, das nicht in dieser Auswahl steht, eine Sportwetten-Erlaubnis seit dem 21.10.2024 und eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 27.02.2023. Diese Permits sind andere Erlaubnisse mit anderen Regeln — der Sportwetten-Eintrag und der Casino-Eintrag sind zwei verschiedene Dinge, und die Domain, unter der Sportwetten laufen, ist die unter dem Sportwetten-Permit.
Was die Erlaubnisinhaber über den Markt verraten
Die Sitzliste ist eine Liste von Inseln. In der Übersicht führt die Liste für bet365.de die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Betano hält die Betkick Sportsbetting Limited in San Giljan, Malta. Tipico hat seinen Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta und wurde 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle gegründet. DAZN Bet läuft über die DZBT Operations Limited. Malta ist damit der mit Abstand häufigste Firmensitz im Feld.
Das ist kein Zufall und keine Undurchsichtigkeit. Die deutsche Erlaubnis wird einer Gesellschaft erteilt, die ihren Sitz überall haben kann, solange sie die Auflagen erfüllt. Auffällig oft sind es maltesische Gesellschaften — aber der Eintrag auf der Whitelist gilt für die Domain, unter der Sportwetten angeboten werden, und die Domain ist deutsch.
Die zweite Beobachtung betrifft die Marken. Manchmal steht hinter einer deutschen Marke ein bekanntes Haus: So hält Tele München mit 50 % eine Mehrheitsbeteiligung an DAZN. Die Marke DAZN Bet und die Firma DZBT Operations Limited verhalten sich zueinander wie Fassade und Fundament.
Was dem Wettenden daraus folgt, ist unspektakulär, aber nützlich: Der Name auf der Startseite und der Name im Impressum müssen nicht derselbe sein. Wenn etwas schiefgeht, ist die zweite der Name, der zählt.
Wo ein neuer Name alt aussehen lässt
Der stärkste Hebel gegen einen Anbieter, der sich jünger und günstiger darstellt als er ist, bleibt die Liste. Am 10. August 2006 widerrief das Land Sachsen die Erlaubnis von bwin, am 13. Dezember 2007 bestätigte das Oberverwaltungsgericht Bautzen, dass die 1990 erteilte DDR-Erlaubnis weiterhin gültig sei. Diese Geschichte endet 2007, aber ihre Erzählung endet nicht: Genealogie sagt nichts über die heutige Whitelist.
Und der Gegentest ist ebenso billig. Die NetX Betting Limited ist in der Übersicht für Sportwetten.de geführt. Sportwetten.de als Marke existiert im Markt schon lange, und der Eintrag ist kein Argument für oder gegen ihren Service. Ein Eintrag ist ein Status, kein Urteil über Quoten, Zahlungswege oder Bedingungen.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Die Reihenfolge folgt der Erlaubnislage, nicht einer Rangfolge. Die Übersicht der erlaubten Anbieter ist keine Empfehlung, und diese Seite auch nicht.
ODDSET: staatliche Erlaubnis, getragener Auftritt
Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte der ODDSET Sportwetten GmbH mit Bescheid vom 15.12.2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb. Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder. Wer spitze Finger hat, merkt sich daran zwei Dinge: Der erste Erlaubniseintrag für diese Domain datiert vom 18.11.2020, der Bescheid von 2022 ist eine Folgeerlaubnis. Und der Anbieter ist staatlich getragen, was den Auftritt bis heute sichtbar prägt.
Ein staatlich getragenes Angebot braucht kein Banner und keine Kunstgriffe. Es bietet in aller Regel eine schlanke Auswahl und dafür den Vorteil, dass niemand dem Anbieter unterstellen kann, er wolle den Wettenden mit Marketing überreden. Weniger Programm ist bei ODDSET also nicht Schwäche des Vorhabens, sondern eine Konsequenz der Trägerstruktur. Kehrseite: Wer ein breites Liveprogramm mit vielen Wettoptionen sucht, findet es hier schmaler als bei den privaten Wettbewerbern — und das ist kein Mangel der Umsetzung.
Fazit: Der Wert liegt in der Herkunft des Trägers. Wo der Anbieter aus staatlicher Struktur kommt, ändert sich nicht die Quote, sondern die Rolle der Werbung — und das merkt man auf der Seite deutlicher als in jedem Bonusversprechen.
Betway: Sponsoring-Erfahrung, seit Jahren im deutschen Permit
Auf der Whitelist der GGL ist für Betway.de die Betway Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.03.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 23.12.2022 sowie einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 02.10.2026. Die deutsche Erlaubnis kam am 9. März 2021 vom Regierungspräsidium Darmstadt und erlaubte das Angebot an Kunden in ganz Deutschland; der damalige Geschäftsführer bestätigte sie am 10. März 2021.
Ein Anbieter, der fünf Jahre im regulierten Markt ist, hat die teuren Jahre hinter sich und die Prozesse im Griff. Für den Wettenden sichtbar wird das an der zweiten Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele vom 02.10.2026 — sie zeigt, dass die Marke auch im Casino-Bereich reguliert auftritt. Über Sportwetten sagt sie nichts.
Fazit: Hier zählt die Verlässlichkeit der Abläufe. Wer eine Marke mit langer Präsenz und absehbarer Preisstellung sucht, wird selten überrascht.
DAZN Bet: Sportmarke mit Malta-Struktur
Die DZBT Operations Limited, Veranstalterin der Sportwetten unter DAZN Bet, hat ihren Sitz in MRO Frank Galea Street, Zebbug, Malta; die GGL verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für DAZN Bet seit dem 22. August 2023. Markenseitig steht DAZN für Sportübertragung, und die Verbindung ins Produkt ist unmittelbar plausibel. So hält Tele München mit 50 % eine Mehrheitsbeteiligung an DAZN.
Ein Anbieter, der aus einem Medienhaus kommt, denkt in Reichweite und Bindung und weniger in Wettmall-Architektur. Das kann bedeuten, dass die Spielerfahrung sich an Zuschauer richtet, die ohnehin ein Abonnement haben — und weniger an jemanden, der 40 Wettmärkte auf ein Spiel vergleichen will. Auf der Whitelist zählt nur die Domain, und die steht seit 2023 mit DAZN Bet und der DZBT Operations Limited als Veranstalterin.
Fazit: Die Erlaubnis ist erst drei Jahre alt, das Medienhaus dahinter ist es nicht. Wo Marke und Produkt aus einem Haus kommen, entscheidet der Übergang vom Zuschauer zum Wettenden — und ob der gelingt, merkt man erst nach einem Monat.
bet-at-home: reines Wettangebot mit früher Erlaubnis
Auf der Whitelist der GGL ist für Bet-at-home.de die Bet-at-home.com Internet Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 02.11.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 sowie einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28.12.2022. Der Eintrag vom 02.11.2020 steht am Anfang der ersten großen Welle der Erlaubnisvergabe.
Wer 2020 dabei war, ist mit dem Regelwerk gewachsen statt in es hineingestolpert. Das merkt man an der Selbstverständlichkeit, mit der Auflagen wie Verifizierung oder Zahlung nur vom eigenen Konto abgewickelt werden.
Fazit: Der Vorteil ist der Vorsprung an Erfahrung mit den deutschen Auflagen. Wer eine Marke will, die die Regeln schon vor der aktuellen Preciskalierung gekannt hat, ist hier näher dran als bei einem Neustart mit Permit von 2026.
Tipwin: Familienunternehmen mit klarer Struktur
Die Tipwin Ltd. ist ein Familienunternehmen; Geschäftsführer ist Dr. Damir Böhm. Die Sportwetten-Erlaubnis für Tipwin.de ist seit dem 09.10.2020 auf der Whitelist geführt, mit Folgeerlaubnissen vom 27.12.2022 und 09.01.2024. Die Tipwin Limited ist zusätzlich als Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes präsent.
Ein inhabergeführtes Unternehmen hat keinen Konzern hinter sich, der ein Preisniveau vorgibt. Das kann ein Vorteil sein oder ein Risiko — es hängt davon ab, wie das Haus wirtschaftet, und davon steht in der Whitelist nichts. Sichtbar bleibt die Sportnähe über das Engagement beim Basketball, das eine andere Zielgruppe anspricht als das Fußballgeschäft.
Fazit: Wo eine Firma einer Familie gehört, statt in einem Verbund zu stehen, verändert sich nicht das Angebot, sondern die Bindung an die Marke und ihre Region. Wer diesen Unterschied wichtig findet, findet ihn hier am stärksten.
Betano: junger deutscher Name, erfahrener Träger
Als Anbieter von Betano.de führt die Whitelist der GGL die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta. Die Betkick Sportwettenservice, ein österreichisches Unternehmen im Besitz von Stoiximan, erhielt im Februar 2021 vom Regierungspräsidium Darmstadt eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis und bietet über Betano.de Wetten an. Der Eintrag für Betano.de selbst ist mit dem Erstdatum 19.02.2021 geführt, mit Folgeerlaubnis vom 16.12.2022.
Der Fall ist lehrreich, weil zwei Zeitvorstellungen auseinanderfallen: Die Marke wirkt neu, die Struktur dahinter hat seit 2021 eine Erlaubnis. Wer „neu“ als Qualitätsmerkmal liest, liest hier nur die Marke und verpasst den Träger. Der deutsche Markteintritt lief nicht über eine Neugründung, sondern über eine bestehende Struktur — der Grund, warum die Marke schneller startklar war als eine Lizenz von null.
Fazit: Hier ist der Name jünger als das Haus. Ob das gut oder schlecht ist, hängt davon ab, ob man die Marke prüft oder die Verlässlichkeit dahinter.
Winamax: konstanter Anbieter mit verlängerter Erlaubnis
Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte der WINAMAX SA am 29.06.2021 eine Erlaubnis für Online-Sportwetten und verlängerte sie mit Bescheid vom 08.12.2022. Beaufsichtigt wird das Unternehmen von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Auf der Übersicht ist für Winamax.de die WINAMAX als Société anonyme als Inhaberin geführt.
Ein Haus, das vor allem aus dem Pokergeschäft kommt, bringt eine bestimmte Kultur mit: Sparsamkeit im Marketing, Akzent auf einen stabilen Bestand. Bei Wetten ist das selten spektakulär, aber auch selten chaotisch.
Fazit: Die Erlaubnis ist seit 2021 ununterbrochen geführt, ohne spektakuläre Unterbrechung. Wer Konstanz wertschätzt und keine Abenteuer sucht, findet hier eine Marke mit wenigen Überraschungen.
Tipico: Marktgrößer, maltesische Wurzeln
Die Tipico Co. Ltd. hat ihren Sitz im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta und wurde 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle gegründet. Die Sportwetten-Erlaubnis für Tipico.de ist seit dem 09.10.2020 geführt, mit Folgeerlaubnis vom 09.12.2022.
Der Anbieter steht auch auf der anderen Seite eines Verfahrens: Der Bundesgerichtshof legte dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Am 19. März 2026 hielt Generalanwalt Nicholas Emiliou in der Rechtssache C-530/24 es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten.
Für einen Anbieter dieser Größe ist das Verfahren ein Kostenfaktor, für den Wettenden eine Randnotiz. Wer bei Tipico spielt, spielt bei einer Gesellschaft mit deutscher Domain und deutscher Erlaubnis — nicht in einem unklaren Graubereich.
Fazit: Die Größe des Anbieters ist ein zweischneidiges Argument geworden. Ein Name, der in Verfahren steht, ist kein Grund zur Vorsicht, aber auch kein Grund für Vertrauen — die Whitelist bleibt das entscheidende Kriterium.
Bet3000: der jüngste Eintrag
Als Veranstalter der Sportwetten unter Bet3000.de führt die GGL die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta; die Erlaubnis für Bet3000.de ist dort mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet. Das ist im Feld der zehn Anbieter der jüngste Eintrag, und kein anderer hier datiert nach 2023.
Ein Anbieter, dessen Permit erst seit April 2026 geführt wird, hat wenig Vergleichsmaterial. Was hier fehlt, ist weniger die Legalität — die ist durch den Eintrag belegt — als die Frage, ob sich die Preisgestaltung in einem Jahr noch trägt. Und für einen Anbieter, der so neu ist, ist der Markteintritt noch nicht abgeschlossen: Die Frage, ob und wie er sich etabliert, ist offen.
Fazit: Das Erstdatum 22. April 2026 macht diesen Eintrag zum jüngsten im Feld — und damit zum einzigen Anbieter auf dieser Liste, bei dem eine Beurteilung der Preisgestaltung schlicht noch nicht möglich ist.
Sportwetten.de: sprechender Name, klare Struktur
In der GGL-Übersicht erlaubter Anbieter ist für Sportwetten.de die NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta, geführt. Die Sportwetten-Erlaubnis für diese Domain ist seit dem 19.11.2020 verzeichnet, mit Folgeerlaubnis vom 16.12.2022. Die Marke ist seit Jahren in diesem Markt präsent.
Ein Anbieter mit dem Namen der Sportart als Domain ist in besonderer Weise am Erscheinungsbild seines Marktes interessiert — seine Marke leidet mit jedem Skandal in der Branche.
Fazit: Wer eine Marke sucht, deren Identität mit dem Produkt selbst verwoben ist, findet hier ein Haus, das ein stärkeres Eigeninteresse an einem sauberen Wettmarkt hat als mancher Neustart.
Häufige Fragen zu neuen Buchmachern
Was ist ein Buchmacher, und wie verdient er an Wetten?
Ein Buchmacher legt Quoten fest, nimmt Wetten an und zahlt Gewinne nach Einsatz mal Quote aus. Sein Ertrag steckt in der Marge, die in jeder Quote eingerechnet ist: Bei drei Quoten von je 2,10 behält der Markt im statistischen Mittel rund 5 % jedes Einsatzes, unabhängig davon, welcher Ausgang eintrifft.
Wie entstehen Quoten, und was ist die Marge?
Quoten setzt der Anbieter aus Erwartungswerten und Risikoneigung. Ein Markt hat über alle Ausgänge eine Auszahlungsquote; sie ergibt sich als Kehrwert der Summe der Kehrwerte aller Quoten, und die Marge ist 100 % minus dieser Quote. Ein Favorit mit 1,30 trägt dieselbe Marge wie jeder andere Ausgang seines Markts.
Wie wird man Buchmacher, und welche Erlaubnis braucht man in Deutschland?
Wer Sportwetten in Deutschland veranstalten oder vermitteln will, braucht die Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Sie wird bundesweit nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 27f Abs. 1 GlüStV erteilt, überwacht wird nach § 28a. Die erste Erlaubnis läuft fünf Jahre; die Whitelist weist nur Erstdaten aus.
Woran erkennt man neue Buchmacher mit deutscher Erlaubnis, und wo steht die Liste?
Am Eintrag in der Übersicht erlaubter Anbieter nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Der Stand vom 2. Oktober 2026 führt 30 Einträge, darunter 27 Inhaber mit Sportwetten-Permit. Eine .de-Domain allein belegt nichts; nur die dort geführte Domain ist für den Sportwettenbetrieb freigegeben.
Welche Rolle spielt die Sportwettensteuer von 5,3 % für die Auszahlung?
Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“, gerechnet als Steuerbetrag rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, §§ 17, 18 RennwLottG. Geschuldet wird sie vom Veranstalter, nicht vom Wettenden. Ob er sie weitergibt, entscheidet der Anbieter in seinen eigenen Bedingungen.
Was bedeuten das Einzahlungslimit von 1.000 € und die Sperrdatei OASIS?
Das Standardlimit liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Höhere individuelle Limits sind bis 10.000 € und, für höchstens 1 % der aktiven Spielenden, bis 30.000 € möglich — nur auf nachprüfbaren Nachweis. OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, das bei Anmeldung und Login geprüft wird.
Vergleich – Bundesliga Wettquoten
Inhalt erstellt vom Team «Bundesliga Wettquoten»
