French Open Wetten – was auf Sand wirklich auf dem Wettschein steht

Updated Oktober 2026
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Wer auf Roland Garros setzt, setzt auf Sand. Das ist keine Poesie, sondern eine Eigenschaft des Marktes: Der Belag verschiebt die Ballwechsel, verlängert sie und macht Aufschlagdominanz wertloser, als sie auf Rasen oder Hartplatz ist. Genau deshalb sehen die Quoten bei den French Open anders aus als eine Woche vorher in Wimbledon, und deshalb funktionieren Satz- und Handicapmärkte hier anders als bei einem Hallenturnier. Wer das weiß, liest eine Quote nicht mehr als Meinung über einen Spieler, sondern als Zahl mit einer Rechnung darin.

Ein Sandplatz im frühen Morgenlicht, frisch gewalzt, mit weißen Linien und einem Netz im Hintergrund, keine Menschen.
Die French Open (Roland Garros) werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand (Terre battue) ausgetragen; Veranstalter ist der Weltverband ITF.

Stand: 30. Oktober 2026. Die Erlaubnisangaben auf dieser Seite richten sich nach der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) in der Fassung der Liste vom 2. Oktober 2026.

Wie Sandplatz Quoten, Sätze und Handicaps verschiebt

Roland Garros ist kein Turnier wie jedes andere, obwohl es formal „nur“ eines von vier Grand-Slam-Turnieren ist. Gespielt wird im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris, auf Sand — der Terre battue —, und Veranstalter ist der Weltfachverband ITF. Der erste Durchgang dieses Turniers lief 1891 als „Championnat de France international de Tennis“. Zwischen damals und heute liegt ein Sport, der sich in einem Punkt nie bewegt hat: Auf Sand muss ein Punkt häufiger fertig gespielt werden, und das kostet Körner.

Ein einzelner Tennisball liegt auf rotem Sand neben einer weißen Linie, geringe Schärfentiefe.
Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt.

Der Modus trägt seinen Teil dazu bei. Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Bei 6:6 entscheidet ein Tiebreak bis 7; im Entscheidungssatz greift ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung, auf den sich alle vier Grand-Slam-Turniere im März 2022 verständigt haben. Ein Match kann also zwei Stunden dauern oder vier. Was das für den Wettschein bedeutet, ist unspektakulär und wichtig zugleich: Je länger ein Match dauern kann, desto größer ist der Raum, in dem eine Führung noch kippt.

Auf Sand kippt sie häufiger. Ein Break ist weniger wert, der Return wiegt schwerer als der Aufschlag, und ein Spieler, der einen Satz verliert, ist nicht automatisch der schlechtere. Wer aus den Quoten ablesen will, wen der Veranstalter vorn sieht, sollte genau diesen Umstand im Kopf behalten: Eine niedrige Quote auf einen Favoriten sagt nichts über die Wahrscheinlichkeit eines 3:0, und nichts über die Frage, ob ein Außenseiter einen Satz holt.

Über die Jahre hat sich das Turnier seine eigenen Maßstäbe gesetzt. Rekordsieger im Herreneinzel ist Rafael Nadal mit 14 Titeln, im Dameneinzel hält Chris Evert den Rekord mit 7. Solche Zahlen sind keine Wettargumente. Sie sind der Grund, warum Buchmacher bei Roland Garros traditionell vorsichtig mit Außenseiterquoten auf bekannte Sandplatzspezialisten umgehen.

Welche Wettarten es auf Sand gibt und was eine Quote kostet

Wettart Worauf gesetzt wird Was sie kostet
Siegwette (Einzelwette) Sieger des Matches oder des Turniers eine Quote, ein Einsatz, ein Ergebnis
Satzwette Gewinn eines bestimmten Satzes (1. Satz, 2. Satz, Entscheidungssatz) Quote je Satz, unabhängig vom Endstand
Handicap-Wette Sieg mit einem Satz- oder Game-Vorsprung bzw. Rückstand Quote wird gegen ein Handicap gerechnet
Live-Wette Endresultat oder nächster Satz während des laufenden Matches Quoten bewegen sich mit dem Spielverlauf
Kombi- und Systemwette mehrere Einzelwetten in einem Wettschein Quoten multiplizieren sich, das Risiko ebenso

Was in dieser Tabelle nicht steht und trotzdem in jeder Zahl steckt, ist die Marge. Sie ist der Grund, warum eine Quote keine Wahrscheinlichkeit ist, sondern ein Preis. Rechnen lässt sich das an einem Beispiel, das ausdrücklich keins dieser Anbieter ist, sondern eine Rechenübung: ein Zwei-Weg-Markt mit 1,90 auf beide Seiten. Setzt man die beiden Quoten in den Quotenschlüssel ein — 1 geteilt durch 1,90 plus 1 geteilt durch 1,90 —, ergibt sich eine Auszahlungsquote von etwa 52,6 % je Seite, zusammen rund 105,3 %. Der Schlüssel liegt also bei ungefähr 95 %, die Marge bei etwa 5 %. Das ist ein Band, kein Punkt: Es gilt für genau diese zwei Quoten und verschiebt sich mit jeder Quotenänderung.

Wer die Rechnung einmal selbst gemacht hat, sieht jede Quote anders. Bei diesem Beispiel wandern rund fünf Prozent jedes eingezahlten Euro ins Haus, ganz gleich, ob der Tipp richtig war. Das ist keine Polemik gegen Buchmacher — davon wird ein Sportwettenanbieter in Deutschland betrieben —, aber es ist die Zahl, die man kennen sollte, bevor man sich über eine Quote von 1,85 freut, die in Wahrheit schon gerechnet ist.

Märkte rund um ein Turnier: Gesamtsieger, Runde, Satz, Handicap

Die interessanteste Frage bei einem Turniersiegermarkt ist nicht, wer gewinnt, sondern wann die Quote gestellt wird. Turniersieger-Quoten stehen über Wochen und werden in der Regel erst zum Hauptfeld wirklich aussagekräftig, wenn die Auslosung feststeht und die Qualifikation gespielt ist.

Grundsätzlich gilt eine Regelung, die den Rahmen für alle diese Märkte setzt: Erlaubt sind Festquoten-Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Begebenheiten darin, als Einzel- oder Kombiwette. Und es gilt eine Einschränkung, die man nicht vergessen sollte, wenn man nach einer bestimmten Wettart sucht: Zulässig ist nur, was im Sportwettprogramm der Behörde vorgesehen ist. Ein Markt, den ein Anbieter technisch anbietet, ist damit nicht automatisch in Deutschland auch zulässig — der Maßstab ist das Programm, nicht das Menü auf der Seite.

Satzwetten: zwei Märkte, die viele verwechseln

Eine Satzwette setzt auf den Gewinn eines einzelnen Satzes. Sie ist deshalb attraktiv, weil ein Außenseiter einen Satz gewinnen kann, ohne das Match zu gewinnen — das kennt jeder, der auf Sand zugesehen hat. Was eine Satzwette nicht ist: eine Wette auf den Endstand. Wer auf den zweiten Satz setzt, verliert, wenn der Favorit in drei Sätzen gewinnt.

Wer auf den Endstand setzen will, braucht einen anderen Markt oder ein Handicap. Und wer während des Matches auf einen Satz setzen will, landet bei der Livewette — dem einzigen Markt, für den der Satz ausdrücklich in der Regelung genannt wird.

Handicap und Warum-es-nicht 0:2 sein muss

Ein Handicap verschiebt das Ergebnis. Ein Favorit würde dann auch noch gewertet, wenn er einen Satz abgibt; ein Außenseiter kann gewinnen, obwohl er verliert. Auf Sand, wo ein Break weniger bedeutet als auf einem schnellen Belag, ist das der Markt, der der Sportart am nächsten kommt. Er ist auch der Markt, in dem die Marge pro Ausgang am wenigsten auffällt: Bei einem Handicap mit nur zwei Ausgängen steht der Quotenschlüssel meist dichter an 100 % als bei einem Drei-Weg-Markt.

Live wetten: was während eines Matches erlaubt ist

Die Einschränkung ist konkret. Während eines laufenden Ereignisses sind Livewetten nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Begebenheit in Sportarten zulässig, in denen solche Begebenheiten selten sind. Für Tennis heißt das: Der Gewinn des nächsten Satzes ist erlaubt. Der nächste Punkt ist es nicht. Wer also eine Livewette plant, sollte wissen, dass sie sich auf Sätze konzentriert.

Dazu passt ein zweiter Punkt, der oft überrascht: Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Eine Livewette, die schon durchgelaufen ist, zahlt der Anbieter also nicht sofort aus, solange das Match läuft.

Der Spielplan des Turniers und was er für den Wettschein bedeutet

Das Turnier läuft in Stufen, und jede Stufe hat ihre eigene Quotenlogik. Die Qualifikation bringt Spieler ins Hauptfeld, die in keinem Sieger-Markt stehen. Dann folgt das Hauptfeld über zwei Wochen, und erst zum Finalwochenende verdichtet sich der Markt auf zwei oder vier Namen.

Was diese Struktur für den Wettschein bedeutet, lässt sich an drei Momenten festmachen, die auf jedem Turnier an derselben Stelle liegen:

Regelmäßig unterschätzt wird der Faktor Zeit. Auf Sand spielt die Erholung zwischen zwei Matches eine Rolle, und ein Spieler, der in einem Fünf-Satz-Match festgehalten wurde, hat weniger davon als sein nächster Gegner. Das sind keine Prognosen, die wir wagen würden — wer weiß schon, wie ein Spieler sich am Tag darauf fühlt. Es sind Bedingungen, die sich in den Quoten wiederfinden können, und wer sie liest, versteht eher, warum eine Zahl so aussieht, wie sie aussieht.

Vergleich: zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis im Überblick

Die folgenden zehn Anbieter sind der Vergleichsrahmen dieser Seite. Ausgewählt wurden sie nicht nach Werbeetat, sondern nach einem einzigen Kriterium: Ihr Sportwetten-Angebot steht auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, Stand 2. Oktober 2026. Das ist keine Empfehlung.

Alle Anbieter in diesem Vergleich haben eine Sportwetten-Erlaubnis der GGL. Eine Whitelist-Zeile trägt jedoch ein Erlaubnisdatum und kein Enddatum — wie lange eine Erlaubnis läuft, steht dort nicht.

Anbieter Whitelist-Eintrag: Betreibergesellschaft Erlaubnis für Sportwetten seit
Interwetten Interwetten Gaming Limited 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022
ODDSET Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022
Tiptorro Torro Tec Limited 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022
AdmiralBet Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 13.12.2022, 29.07.2024
Winamax WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022
bet-at-home Bet-at-home Internet Limited 02.11.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022
DAZN Bet DZBT Operations Limited 22.08.2023
888sport 888 Germany Limited 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022
NEO.bet Greenvest Betting Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022

Die Spanne in der dritten Spalte erzählt etwas, das keine Quote verrät. Wer im Oktober 2020 dabei war, gehört zur ersten Welle nach dem neuen Glücksspielstaatsvertrag. Wer 2021 oder 2023 dazukam, hat den Markt später betreten. Das ist kein Qualitätsmerkmal — eine Erlaubnis ist eine Erlaubnis —, aber es erklärt, warum die Angebote unterschiedlich aussehen: Ein Anbieter, der drei Jahre länger dabei ist, hatte mehr Zeit, sein Sportwettprogramm auszubauen.

Und der Punkt, den kein Zertifikat ersetzt: Der Whitelist-Eintrag gilt für genau die Sportwetten-Domain, die dort steht. Ein Halter führt mitunter auch eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele — das ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln, und über das Sportwettenangebot sagt sie nichts.

Interwetten: der Malteser mit der langen Whitelist-Historie

Interwetten läuft im deutschen Sportwettenmarkt seit dem 2. November 2020 mit Erlaubnis, die Whitelist führt als Betreiberin die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema auf Malta. Eine Folgeerlaubnis datiert vom 27. Dezember 2022. Damit gehört das Haus zu den Anbietern der ersten Welle und zu denen, die ihren Status am längsten unter dem geltenden Regime halten.

Für ein Grand-Slam-Turnier heißt das vor allem eines: Der Rahmen ist gesetzt. Die Einzahlungsgrenze über alle Anbieter, die Verifikationspflicht, die Livewetten-Beschränkung — all das gilt hier wie überall sonst auf der Whitelist, und es gilt nicht wegen Interwetten, sondern wegen der Erlaubnis.

Wer Interwetten in diesem Vergleich wählt, wählt Verlässlichkeit über Spektakel. Das ist keine besonders aufregende Empfehlung, und sie ist auch keine. Wer bei einem Favoriten auf Sand auf den Turniersieg setzen will und dabei kein Interesse an einem besonders bunten Nebenmarktangebot hat, findet hier genau das, was er sucht — nicht mehr und nicht weniger. Wer dagegen einen Anbieter mit einem breiten, auffälligen Tennisprogramm sucht, wird beim nächsten Anbieter in dieser Liste eher fündig.

ODDSET: die staatliche Wurzel im Vergleichsfeld

ODDSET ist der Sonderfall dieser Liste. Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte der ODDSET Sportwetten GmbH mit Bescheid vom 15.12.2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb. Aufsicht ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale). Die Whitelist führt eine Sportwettenerlaubnis seit dem 18. November 2020, mit Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.

Stationärer Vertrieb ist das Merkmal, das in diesem Vergleich sonst niemand trägt. Wer seine Wette nicht am Bildschirm, sondern an einer Annahmestelle abgeben will, hat hier eine Option, die es an den anderen neun Adressen schlicht nicht gibt. Ob das ein Vorteil ist, hängt davon ab, wie man wetten will.

Die Kehrseite ist eine Frage der Erwartung. Wer den großen, schnell bewegten Quotenmarkt sucht, wird bei ODDSET andere Verhältnisse vorfinden; wer einen Ortsbezug und den klassischen Weg zum Wettschein sucht, hat hier einen, der auf der Whitelist steht und damit jedenfalls dem deutschen Rahmen unterliegt. Diese Seite nimmt die Wette nicht ab und sagt nicht, wer gewinnt — aber wer eine Wette in der Hand halten will, für den ändert diese Zeile das Bild.

Sportingbet: Konfigurator+ und ein Breitensport-Angebot

Sportingbet führt auf der Whitelist die Sportingbet (Deutschland) Limited als Betreiberin, mit Sportwettenerlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Damit steht auch dieses Haus seit der ersten Welle im genehmigten Markt.

Im Angebot nennt Sportingbet einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten. Zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Tennis ist also ausdrücklich dabei — das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht: Wer bei deutschen Anbietern nach einem Tennismarkt sucht, findet ihn nicht bei jedem mit derselben Tiefe.

Der Konfigurator ist ein Werkzeug, das den Wettschein formbar macht, und genau hier liegt die Entscheidung für oder gegen dieses Haus. Wer eine Kombination selbst zusammenstellen und nicht aus fertigen Paketen auswählen will, findet hier eine Möglichkeit dazu. Wer eine Wette in zwei Klicks platzieren will, braucht das nicht — und wird das Werkzeug dann als Umweg empfinden. Das ist der eigentliche Unterschied zu einem reinen Klick-Wettschein, und er wiegt schwerer als jede Quote in der ersten Tabellenhälfte.

Tiptorro: die App zuerst

Tiptorro ist der einzige Anbieter in diesem Vergleich, dessen deutsche Erlaubnis über eine App sichtbar wird. Die App wird im App Store von der Torro Tec Limited mit Sitz auf Malta angeboten, die sich dort als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder beschreibt. Die Whitelist führt die Torro Tec Limited mit Sportwettenerlaubnis seit dem 30. Juni 2021 und Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022.

Wer in einer App wettet, trifft eine andere Entscheidung als jemand, der den Browser nutzt. Die App ist schnell, sie ist immer dabei, und sie ist der Ort, an dem man beim Blick auf die Einzahlungsgrenze am ehesten dazu neigt, sie zu vergessen. Genau deshalb gehört der Hinweis hierher: Das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € gilt über alle Anbieter gemeinsam, nicht pro App.

Für den Turnierverlauf, in dem sich Quoten innerhalb eines Nachmittags bewegen, ist eine App im Zweifel das passendere Werkzeug, als es ein Desktop-Aufbau je sein wird. Wer dagegen hauptsächlich Turniersieger-Wetten vor Turnierbeginn platziert, hat mit einem mobilen Zugang keinen Vorteil, sondern nur eine kleinere Ansicht.

AdmiralBet: eine Erlaubnis mit Verlängerungshistorie

AdmiralBet ist in dieser Liste der Anbieter mit den meisten Folgeerlaubnissen. Die Whitelist führt als Betreiberin für den Sportwettenbereich die Greentube Betting Malta Limited, mit Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 sowie vom 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele unter slots.admiralbet.de besteht eine separate Erlaubnis seit dem 28. September 2022.

Diese Erlaubniskette ist die eigentliche Information des Eintrags. Zwei Verlängerungen in vier Jahren bedeuten nicht mehr, als dass ein Verwaltungsverfahren zweimal durchlaufen wurde — ein Gütesiegel ist das nicht. Aber es ist ein Hinweis darauf, dass der Anbieter seinen Status aktiv hält, statt ihn verfallen zu lassen.

Wer sich für AdmiralBet entscheidet, sollte die Trennung der Erlaubnisse ernst nehmen. Die Sportwetten-Erlaubnis und die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele sind zwei verschiedene Dinge mit verschiedenen Regeln. Ein Casino-Limit ist kein Wettlimit — wer das verwechselt, rechnet mit der falschen Zahl im Kopf.

Winamax: quotenbewusst und mit eigenem Tennis-Stream

Winamax ist der Anbieter in diesem Vergleich, der am lautesten über Quoten spricht. Im Footer der Website wirbt das Haus mit „0% Wettsteuer und die besten Quoten“; die Aussage verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 01.04.2025 und dem 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Die Whitelist führt die WINAMAX Société anonyme mit Sportwettenerlaubnis seit dem 29. Juni 2021 und Folgeerlaubnis vom 8. Dezember 2022.

Bei dieser Werbung lohnt sich ein zweiter Blick, denn sie ist präziser, als sie klingt: 45 % heißt, dass in der Mehrheit der untersuchten Fälle ein anderer Anbieter die höhere Quote stellte. Das ist keine schlechte Bilanz — der Studienzeitraum umfasst Tennis und Handball, und Platz eins bei knapp der Hälfte der Quoten ist ein Ergebnis, das sich kein Haus ausdenken kann. Es ist nur nicht das Versprechen, das der Footer nahelegt. Wer die Marge im Kopf hat, weiß ohnehin, dass ein Vorsprung von einem Bruchteil einer Quote den Marktpreis nicht außer Kraft setzt.

Dazu kommt etwas Handfesteres. Über Winamax TV bietet das Haus Live-Streams von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren im eigenen Kundenkonto an — dazu Spiele aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS sowie NBA und NFL. Für ein Tennisturnier ist das der praktischste Vorteil auf dieser ganzen Liste: Wer das Match im selben Fenster sieht, in dem er den Wettschein hält, muss sich nicht auf einen Liveticker verlassen, und das ändert die Art, wie man eine Livewette beurteilt.

bet-at-home: die ruhige Nummer im Feld

bet-at-home führt in der Whitelist die Bet-at-home Internet Limited als Betreiberin, mit Sportwettenerlaubnis seit dem 2. November 2020, Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022. Der Name gehört zu den bekanntesten im deutschsprachigen Wettmarkt, und die Erlaubnisdaten ordnen ihn in dieselbe erste Welle ein wie Interwetten und AdmiralBet.

Auch hier gilt die Trennung. Die Sportwetten-Erlaubnis und die Casino-Erlaubnis sind nicht dasselbe, und wer bei bet-at-home ein Sportwettenkonto führt, sollte nicht annehmen, die Casino-Regeln seien auf die Wette übertragbar. Das klingt nach einem Randfall, ist aber der häufigste Denkfehler, wenn ein Anbieter beides unter einem Namen führt.

Wer eine unauffällige, lange etablierte Adresse für seine Turnierwetten sucht, ist hier richtig bedient. Wer etwas sucht, das dieses Haus klar von den anderen in dieser Liste unterscheidet, wird bei bet-at-home am ehesten bei der schieren Bekanntheit landen — und Bekanntheit ist der schwächste Grund, den es gibt, um sich für einen Anbieter zu entscheiden.

DAZN Bet: der jüngste Eintrag im Vergleich

DAZN Bet ist das jüngste Sportwettenangebot in dieser Liste. Die DZBT Operations Limited mit Sitz in MRO Frank Galea Street, Zebbug auf Malta veranstaltet die Sportwetten unter DAZN Bet; die GGL verzeichnet die Sportwettenerlaubnis seit dem 22. August 2023. Damit ist der Eintrag rund drei Jahre jünger als der älteste hier.

Ein späterer Markteintritt ist kein Mangel — die Erlaubnis ist dieselbe Art Erlaubnis wie die der anderen neun, und die Vorgaben des Glücksspielstaatsvertrags gelten unverändert. Was er erklärt, ist der Maßstab, an dem dieses Haus gemessen wird: Ein Anbieter ohne die lange Historie muss über das Angebot überzeugen, nicht über die Gewohnheit.

Wer bei einem Turnier wie Paris vor allem ein solides Standardprogramm braucht, findet hier die Grundlagen. Wer einen Markt sucht, den nur ein Anbieter führt, sollte sich vergewissern, dass DAZN Bet ihn überhaupt im Sportwettprogramm hat, bevor er sich anmeldet — die Angabe steht in den eigenen Bedingungen des Hauses und in seinem Wettprogramm, nicht in einer Vergleichstabelle.

888sport: der Konzern im Hintergrund

888sport gehört zur 888-Gruppe. Deren Holdinggesellschaft ist die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, deren Aktie seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Die deutsche Sportwettenerlaubnis läuft über die 888 Germany Limited, seit dem 30. Juni 2021, mit Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.

Eine börsennotierte Muttergesellschaft ist in diesem Vergleich etwas anderes als Marketing. Sie bedeutet, dass Finanzberichte existieren, die jeder lesen kann, und dass das Geschäftsgebaren des Konzerns öffentlich dokumentiert ist. Das ist der einzige Fall in dieser Liste, in dem das zutrifft, und es ist ein realer Unterschied.

Was der Konzernhintergrund nicht ist: eine Garantie für das deutsche Angebot. Die Erlaubnis, um die es hier geht, gehört der deutschen Gesellschaft, und die Whitelist führt sie unter dem Sportwetteneintrag für 888sport. Wer die Marke kennt und die Struktur dahinter nicht, sollte den Unterschied kennen — er entscheidet, mit welcher Gesellschaft er im Zweifel zu tun hat.

NEO.bet: erste Welle, schlanker Auftritt

NEO.bet führt in der Whitelist die Greenvest Betting Limited als Betreiberin, mit Sportwettenerlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Der Anbieter gehört damit zur Startgruppe des regulierten deutschen Marktes — dieselbe Erlaubniswelle wie Sportingbet, AdmiralBet und NEO.bet selbst.

Wer nach dem Erscheinungsbild geht, wird bei NEO.bet am wenigsten finden: Das Haus tritt im Vergleichsfeld am zurückhaltendsten auf. Das ist ausdrücklich kein Nachteil, und es ist vielleicht die ehrlichste Position in dieser Liste. Wer auf einer Seite nichts Auffälliges verspricht, verspricht auch keine Quote, die er nicht halten muss.

Wer hier einsteigen will, sollte das auf eine Weise tun, die zu diesem Profil passt: erst das Sportwettprogramm ansehen, dann das Konto anlegen. Bei einem Anbieter, dessen Bedingungen man selbst lesen kann, ist das die einzige Prüfung, die zählt. Die Whitelist-Zeile bestätigt die Erlaubnis; über das Programm sagt sie nichts.

Was die Whitelist über einen Anbieter verrät — und was nicht

Wer prüfen will, ob ein Anbieter Sportwetten in Deutschland anbieten darf, hat genau eine belastbare Quelle: die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Sie ist der einzige Nachweis einer Erlaubnis. Wichtig ist, was sie zeigt: eine Domain und eine Betreibergesellschaft. Nichts sonst.

Viele ziehen aus einer .de-Domain den falschen Schluss.

Der Mechanismus ist einfach. Man sucht den Namen des Anbieters in der Whitelist, findet den Eintrag und liest dort ab, welche Domain unter der Sportwetten-Erlaubnis steht und welche Gesellschaft sie hält. Erscheint die Domain dort nicht unter der Sportwetten-Erlaubnis, dann sagt ein darüberliegender Eintrag zur selben Marke nichts aus — auch nicht, wenn er existiert. Ein Halter verfügt oft über mehrere Erlaubnisse: Sportwetten, virtuelle Automatenspiele, Online-Poker. Nur die Domain unter der Sportwettenerlaubnis trägt Sportwetten.

Der zweite Prüfschritt folgt daraus. Der Eintrag trägt ein Erlaubnisdatum, kein Enddatum. Eine Erlaubnis gilt fünf Jahre; die Whitelist zeigt aber nur den Beginn. Wer wissen will, ob eine Erlaubnis noch läuft, findet die Antwort nicht in dieser Liste, sondern in ihrem Fortbestand über die Folgeerlaubnis.

Interpretationsspielraum bleibt nicht viel. Fehlt ein Anbieter auf der Whitelist, hat er keine deutsche Erlaubnis für Sportwetten. Ob er trotzdem erreichbar ist, ändert daran nichts.

Rechtslage: warum die Whitelist der einzige Prüfstein ist

Sportwetten auf Profiturniere wie die French Open darf in Deutschland nur veranstalten und vermitteln, wer die Erlaubnis der Glücksspielbehörde hat. Wer sich aber ein ganzes Sortiment an Sportwetten zulegen will, findet bei den neun Adressen mit Konfigurator, eigenem Streaming oder einer Verlängerungskette schnell den passenden Anschluss.

Eine Messingwaage steht auf einem Holzschreibtisch neben einer Kaffeetasse, im Hintergrund ein helles Fenster.
Die GGL warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Zuständig ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) unter dem Glücksspielstaatsvertrag 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet, beaufsichtigt und ahndet Verstöße. Die Steuer ist dagegen Sache des Finanzamts, nicht der GGL.

Der gemeinsame Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) verbietet es, ohne Erlaubnis Sportwetten nach Deutschland zu richten, und die Behörde hat im September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt. Am 17. September 2026 hat die GGL Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Eine Erlaubnis aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung — für die Frage, ob ein Angebot in Deutschland zulässig ist, zählt allein die Whitelist. Das Argument, ein Anbieter habe irgendwo eine Lizenz, ist also für den deutschen Wettschein kein Argument.

Ein Punkt, der dabei aus dem Blick gerät: Auch unerlaubte Anbieter zahlen die Sportwettensteuer. Eine gezahlte Steuer ist deshalb kein Nachweis einer Erlaubnis.

Die Zivilgerichte haben mehrfach Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage ist vom Bundesgerichtshof zum Europäischen Gerichtshof gewandert. Der BGH legte dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unerlaubte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verpasster Einsätze zu verpflichten; eine Ausnahme soll gelten, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Eine Entscheidung steht aus, und ein Rückzahlungsanspruch ist niemandem versprochen.

Wer im Ausland wettet, handelt ohne die Schutzmechanismen dieser Seite. Kein OASIS, kein LUGAS, keine deutsche Aufsicht, kein inländischer Rechtsweg — dafür mitunter höhere Limits.

Einzahlungslimit, Verifikation und was die Erlaubnis kostet

Wer bei einem der zehn Anbieter ein Konto eröffnet, tritt in ein Regelwerk ein, das er nicht ausgehandelt hat. Die wichtigsten Punkte stehen hier, weil sie das Angebot verändern, bevor die erste Wette platziert ist.

Das Einzahlungslimit liegt in Deutschland standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat — und zwar über alle Anbieter zusammen, nicht pro Anbieter. Die Durchsetzung läuft über die LUGAS-Limitdatei. Wer zwei Konten führt, hat trotzdem 1.000 € monatlich zur Verfügung, nicht 2.000 €. Wer ein höheres Limit braucht, muss es bei einem Anbieter beantragen, dessen Erlaubnis das zulässt; möglich sind bis zu 10.000 €, in Ausnahmefällen 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % der aktiven Spieler, und das nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Absenkung des Limits wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.

Das ist die Bedingung, die den größten Teil des Wettschein-Volumens prägt — und der Teil des Regelwerks, den ein Anbieter am wenigsten betont, weil er nicht sein eigener ist. Wer 1.000 € im Monat einzahlt, hat den Rahmen ausgeschöpft, ganz gleich, wie viele Anbieter er kennt.

Verifiziert wird vollständig und vor dem ersten Einsatz: ein Konto pro Anbieter, ein Konto pro Person. Vor der Verifikation darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Das parallele Spielen bei mehreren Anbietern ist über die Aktivitätsdatei untersagt.

Bei den Einzahlungen gibt es keine Wahlfreiheit. Zahlungen sind nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut erlaubt. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht zulässig. Krypto und anonyme Prepaid-Karten bleiben damit aus dem regulierten deutschen Sportwettenmarkt draußen. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Angelegenheit und steht in seinen Bedingungen.

Was der Erlaubnisrahmen kostet, lässt sich an diesen Punkten ablesen. Höhere Limits, die im Ausland möglich sind, gibt es hier nicht. Dafür liegen die Spieler-Gelder auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, und bei Kontoschließung wird das Guthaben binnen fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.

Steuern: warum „0 % Wettsteuer“ keine Ersparnis ist

Die Sportwettensteuer regelt sich über die §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, vermindert um die Steuer selbst“, was rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende.

Das ist der Punkt, an dem Werbung und Rechnung auseinandergehen. Ein Anbieter, der mit „0 % Wettsteuer“ wirbt, schreibt auf den Wettschein keine Steuerzeile. Er kann das auch nicht, weil ihn die Steuer ohnehin nicht trifft. Wer dennoch annimmt, auf diesem Wettschein sei die Steuer nicht eingerechnet, übersieht, dass sie in der Quote und in der Marge steckt, wenn der Anbieter sie weitergibt.

Ob und wie ein Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine eigene Entscheidung und nur aus seinen eigenen Bedingungen zu beantworten. Wer die Steuerzeile in einem Wettschein sucht, findet sie nicht bei jedem Anbieter, und das Fehlen der Zeile ist kein Beweis. Die Steuer trifft im Übrigen auch unerlaubte Anbieter, weshalb sie als Nachweis für irgendetwas nicht taugt.

Verantwortungsvoll wetten: die Instrumente und ihre Grenzen

Wer regelmäßig auf Tennis setzt, kommt irgendwann an einen Punkt, an dem nicht die Quote die interessanteste Zahl ist, sondern die Summe der Einsätze. Dafür gibt es Instrumente, und sie sind in Deutschland nicht freiwillig, sondern Teil des Erlaubnisrahmens.

Das OASIS-Spielersperrsystem ist das bundesweite Sperrregister und wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Wer sich dort sperren lässt, wird nicht nur bei einem Anbieter gesperrt, sondern bei allen, die OASIS abfragen. Die Sperre dauert mindestens drei Monate, wenn eine Frist genannt wird, ansonsten mindestens ein Jahr. Das ist die wirksamste Maßnahme, die zur Verfügung steht, und die einzige, die einen Anbieterwechsel überdauert.

Der Panikbutton ist das andere Extrem. Er löst eine sofortige 24-stündige Sperre aus und ist damit für den Moment gedacht, in dem jemand das Konto nicht mehr offen haben will — nicht für eine dauerhafte Entscheidung.

Dazwischen liegt das monatliche Einzahlungslimit. Es ist wirksam, aber zeitgebunden: Es setzt den Monatsrahmen, nicht das tägliche Verhalten. Wer in der ersten Woche aufbraucht, was für den Monat gedacht war, hat im März kein Limit mehr, das ihn noch bremst.

Beteiligen darf sich nur, wer mindestens 18 Jahre alt ist. Wer Anzeichen kennt, an denen sich ein problematisches Spielverhalten erkennen lässt, findet die Informationen bei den Anbietern selbst und bei den Hilfsangeboten, die dort genannt werden.

Was die Marge mit einer Grand-Slam-Wette macht

An einem Beispiel mit zwei Ausgängen zu 1,90 zeigt sich der Rahmen. Der Quotenschlüssel liegt dort bei rund 95 %, die Marge bei etwa 5 %. Bei einem Markt mit drei Ausgängen — etwa einem Sieger-Markt mit mehreren Kandidaten — sind die Quoten länger, und der Schlüssel kann bei ähnlichem Aufbau leicht unter die 95 % fallen. Bei einem Handicap mit nur zwei Ausgängen liegt er tendenziell höher.

Wer diese Spanne kennt, kennt auch die Grenze des Vergleichs. Zwei Anbieter mit 1,90 und 1,92 unterscheiden sich um weniger als die Marge, die in beiden steckt. Der Kampf um einen halben Zehntelpunkt ist ein Marketingthema, kein Rechenergebnis — über ein Turnier hinweg entscheidet er selten etwas, über einen Wettschein mit vier Kombinationen schon eher, weil sich dort jede Quote multipliziert.

Was die Marge nicht ist: eine Gebühr, die jemand sichtbar abbucht, und auch keine Aussage über die Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses. Sie ist der Preis, zu dem ein Markt gestellt wird — sonst nichts.

Vor dem ersten Schein bei einem Sandplatz-Turnier

Wer sich für ein Turnier wie die French Open entscheidet, sollte drei Dinge klären, bevor er sich bei einem Anbieter anmeldet.

Zuerst die Frage nach der Erlaubnis. Der Blick in die Whitelist ist in zwei Minuten erledigt und beantwortet die einzige Frage, die wirklich vorab zu klären ist: Ist die Sportwetten-Domain des Anbieters dort unter einer Sportwettenerlaubnis eingetragen? Wenn nicht, hat der Rest dieses Vergleichs für diesen Anbieter keine Bedeutung.

Dann die Frage nach dem Markt. Nicht jeder Anbieter führt jede Wettart mit derselben Tiefe, und beim Tennisturnier entscheidet das mehr als bei Fußball: Satz- und Handicapmärkte hängen vom Programm des Hauses ab. Wer weiß, dass er auf Sätze setzt und nicht auf Turniersieger, sollte das Angebot prüfen, bevor er sein Konto verifiziert.

Schließlich die Frage nach dem eigenen Limit. Das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € gilt über alle Anbieter, und wer es in der zweiten Woche erreicht hat, kann den Rest des Turniers nicht mehr nachlegen. Wer mit einem knappen Budget arbeitet, sollte den Rahmen kennen, bevor die Quoten ihn interessieren.

Danach bleibt eine Entscheidung, die keine Tabelle abnimmt: ob überhaupt gesetzt wird. Ein Turnier, das zwei Wochen dauert, ist kein Grund, täglich zu setzen.

Häufige Fragen zu Wetten auf die French Open

Wer gewann die French Open 2026 im Herren- und im Dameneinzel?

Das Herreneinzel gewann Alexander Zverev aus Deutschland im Finale gegen Flavio Cobolli aus Italien. Im Dameneinzel setzte sich Mirra Andrejewa im Finale gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska durch. Gespielt wurde vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris.

Wie unterscheiden sich Siegwetten, Satzwetten und Handicapwetten bei Tennisturnieren?

Die Siegwette setzt auf den Ausgang des Matches oder des Turniers. Die Satzwette setzt auf den Gewinn eines einzelnen Satzes, unabhängig vom Endstand. Das Handicap verschiebt das Ergebnis um einen Satz- oder Game-Vorsprung, sodass ein Favorit auch nach einem Satzverlust noch gewertet werden kann.

Welche Livewetten sind während eines Tennismatches in Deutschland erlaubt?

Während eines laufenden Ereignisses sind nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Begebenheit zulässig. Für Tennis heißt das: Der nächste Satz ist erlaubt, der nächste Punkt nicht. Die Einschränkung gilt für alle Anbieter mit deutscher Erlaubnis.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Siegwette aus Einsatz und Quote?

Bei einer Festquote ergibt sich die Rückzahlung aus Einsatz mal Quote; der Nettogewinn liegt bei Einsatz mal Quote minus eins. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Wetten zu einem Preis. Die Sportwettensteuer trifft den Veranstalter, nicht den Wettenden.

Woran ist auf der GGL-Whitelist zu erkennen, ob ein Anbieter für Tennis eine deutsche Erlaubnis hat?

Man sucht die Sportwetten-Domain des Anbieters in der Whitelist und liest ab, welche Gesellschaft dort als Betreiberin steht und seit wann die Erlaubnis gilt. Erlaubnisse für virtuelle Automatenspiele oder Online-Poker sagen nichts über das Sportwettenangebot aus.

Inhalt erstellt vom Team «Bundesliga Wettquoten»