Die besten Wettanbieter mit Startguthaben 2026: Willkommensangebote und ihre Bedingungen

Updated Oktober 2026
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Stand: 30. Oktober 2026. Die Erlaubnisangaben wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in Halle (Saale) geprüft, Stand der Liste 2. Oktober 2026.

Ein leerer Papier-Wettschein liegt zusammen mit einem Kugelschreiber auf einem Tisch, daneben ein Glas Wasser.
Das Willkommensangebot von Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets.

Wer „Startguthaben“ sucht, meint meistens eines: Geld vom Anbieter, bevor er selbst Geld einzahlt. Diese Erwartung trägt durch die ersten Klicks und zerbricht spätestens beim Blick in die Bedingungen. Bei den zehn hier besprochenen Anbietern mit deutscher Erlaubnis gibt es das geschenkte Startguthaben in dieser Form nicht. Was es gibt, sind verdoppelte Ersteinzahlungen, Freiwetten auf einzelne Ereignisse und Wett-Credits, deren Einsatz im Gewinnfall nicht mitkommt. Das ist keine Anbieterwillkür, sondern eine Marktgewohnheit — und sie kostet den Neukunden mehr, als die Werbezeile verrät.

Die Rechnung, die hinter jedem Willkommensangebot steht, ist immer dieselbe. Der Anbieter gibt einen Betrag, knüpft ihn an Bedingungen und weiß aus Erfahrung, dass ein Teil der Angesprochenen diese Bedingungen nicht erfüllt. Was übrig bleibt, wandert in die nächste Kampagne. Die Frage für den Leser lautet also nicht, welcher Bonus am größten aussieht, sondern welcher bei seinem eigenen Wettverhalten überhaupt ausgezahlt wird.

Was Startguthaben in Deutschland de facto bedeutet — und was es den Nutzer kostet

Der Glücksspielstaatsvertrag kennt keinen Paragrafen, der Boni verbietet, und ebenso wenig einen, der eine Obergrenze festlegt. Weder die Höhe noch die Umsatzbedingungen noch die Mindestquote kommen aus dem Gesetz; sie stehen in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters mit deutscher Erlaubnis. Das ist die nüchterne Ausgangslage, und sie erklärt, warum zwei Anbieter dieselbe Einzahlung völlig unterschiedlich behandeln dürfen.

Ein Stadion unter Flutlicht aus großer Entfernung bei Einbruch der Dunkelheit, davor ein stiller Parkplatz.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der GGL die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Für den Neukunden hat dieser Befund eine unangenehme Konsequenz. Er kann sich nicht auf einen gesetzlichen Schutzrahmen für Bonusbedingungen verlassen. Er kann nur vergleichen. Wer 100 € einzahlt, um „bis zu 100 € in Wett-Credits“ zu erhalten, hat am Ende 200 € auf dem Konto — aber nicht 200 €, über die er frei verfügt, und nicht 200 €, die im Gewinnfall doppelt zurückkommen.

Der entscheidende Unterschied liegt in einer Regel, die in der Werbung nie vorkommt: Der Einsatz einer Freiwette wird bei einem Gewinn nicht mit ausgezahlt. Wer also eine Freiwette über 10 € auf eine Quote von 2,00 setzt und gewinnt, bekommt 10 € gutgeschrieben, nicht 20 €. Der Gewinn bemisst sich auf den Nettogewinn, und genau das ist die Größe, mit der ein Werbeplakat nicht rechnet.

Bet365 bewirbt für Neukunden „bis zu 100 € in Wett-Credits“. Die Freigabe erfolgt erst nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung, und Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht. Der Betrag ist also ein Guthaben zum Wetten, kein Guthaben zum Abheben — und der Zeitraum zwischen Einzahlung und Freigabe ist ein Zeitraum, in dem der Kunde bereits echtes Geld im Spiel hat.

Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, und zwar ohne Umsatzbedingungen für die Freebets selbst. Das klingt nach der saubersten Konstruktion in dieser Liste. Die Einzahlung muss allerdings zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Die eigentliche Hürde liegt also nicht im Bonus, sondern im Weg zum eigenen Geld.

Bei MERKUR BETS gab es laut Mitteilung vom 14.10.2024 für Neukunden bei einer Ersteinzahlung ab 1 € eine Freebet über 25 €, und wer die erste qualifizierende Kombiwette verliert, bekam den Einsatz bis 75 € als Freebet erstattet — sofern vor der Wette die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt wurde. Der Neukunde muss also vor dem Abschluss wissen, welche Option er wählt, um im Verlustfall etwas zu erhalten. Wer sie nicht wählt, hat keine Absicherung, sondern eine platte Wette.

Für die Leserin, die sich ein Startguthaben bis zu einer bestimmten Größe wünscht: Die Spanne der hier besprochenen Aktionen reicht von 25 € als Einzel-Freebet bis zu 100 € Credits. Die Höhe allein sagt fast nichts. Aussagekräftig ist immer das Paar aus Betrag und Bedingung, und die Bedingungen gehen in den meisten Fällen auf die Einzahlung, nicht auf den Bonus.

Warum ein leeres Konto auf dem Papier nach 40 € aussieht: Versprechen und Lieferung

Der Blick in die Bedingungen lohnt sich auch deshalb, weil dieselbe Zahl auf zwei Wegen ankommen kann. Ein Angebot von bis zu 40 € kann sich aus zwei Teilbeträgen zusammensetzen, die unterschiedlichen Regeln folgen. Wettstar zum Beispiel schreibt 20 € nach der Anmeldung gut und ergänzt einen Einzahlungsbonus von 100 % der Einzahlung bis höchstens 20 € bei einer Mindesteinzahlung von 1 €. Beide Bonusbeträge sind ausdrücklich nicht auszahlbar — der Neukunde bekommt also Bewegung auf dem Konto, aber kein Geld, das er sich auszahlen lassen kann.

Bemerkenswert daran ist der erste Teil: 20 € gibt es nach der Anmeldung, also vor jeder Einzahlung. Das ist die einzige Konstruktion in dieser Gruppe, die dem nahekommt, was ein Leser unter kostenlosem Startguthaben versteht — und selbst hier gilt: Der Betrag ist nicht auszahlbar und muss vor einer Auszahlung mindestens fünfmal für Wetten eingesetzt werden, und zwar innerhalb von 60 Tagen. Danach verfällt er. Zwei Monate klingen großzügig, bis man überschlägt, wie viele Wetten fünfmal 20 € ergeben.

Bet-at-home ging im Sommer einen anderen Weg: Eine 10-€-Gratiswette auf den „Sieger der FIFA WM 2026“ für Neukunden mit Wohnsitz in Deutschland, die sich ab dem 09.06.2026 registrierten. Die Wette musste bis zum 28.06.2026 um 18:00 Uhr platziert werden. Gewinne daraus unterlagen keinen Umsatzbedingungen. Diese Aktion zeigt die drei Merkmale, auf die ein aufmerksamer Leser bei jeder Gratiswette achten muss: ein Zeitfenster für die Registrierung, ein Zeitfenster für das Platzieren und die Frage, ob der Gewinn anschließend umgesetzt werden muss.

Das Kriterium, das den Unterschied zwischen 25 € und 100 € erklären kann, ist also nicht die Zahl im Banner. Es ist die Kette aus Registrierung, Einzahlung, Platzierung, eventueller Umsetzung und Auszahlung. Jedes Glied kann ein Datum tragen. Das Platzieren ist bei einer Gratiswette ein zweiter Stichtag, der getrennt vom Registrierungsdatum läuft.

Neukundenangebote im Vergleich: Wo die Umsatzbedingungen sitzen

Wer Angebote mit und ohne Einzahlung nebeneinanderlegt, sieht schnell, dass die Umsatzbedingungen nicht dort sitzen, wo die Werbung sie vermuten lässt. Sie sitzen meist auf der Einzahlung oder auf dem kombinierten Betrag.

Tipwin verdoppelt die Einzahlung zu 100 %, höchstens 100 €. Einzahlung und Bonus zusammen müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden. Je Wettschein zählen dabei höchstens 100 €, und nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80 werden überhaupt gezählt. Zwei Einschränkungen also, die einander verstärken: Die Mindestquote schließt die vorsichtigen Wetten aus, und die Deckelung je Wettschein zwingt zu mehreren Wetten statt zu einer großen.

Bei bpremium können Bonusgewinne aus Sportwetten erst nach dem Fünffachen des Bonusbetrags und dem Fünffachen der zugehörigen Einzahlung bei Dezimalquoten ab 1,7 ausgezahlt werden; Angebote sind, sofern nicht anders angegeben, nur einmal nutzbar. Hier wird der Umsatz auf zwei getrennten Größen verlangt, die sich addieren. Wer nur den Bonus im Kopf multipliziert, rechnet zu niedrig.

Erfüllt ein Kunde die Bedingungen nicht innerhalb der Frist, passiert meist nichts Spektakuläres: Der Bonus verfällt. Bei Wettstar steht das ausdrücklich so, bei Tipwin verhindert ein unerledigter Rest die Auszahlung.

Anbieter Einzahlung nötig Bonusart Umsatzbedingung laut Bedingungen
bet365 ja, in Höhe der Credits Wett-Credits bis 100 € Freigabe nach Abrechnung von Wetten im Wert der Einzahlung
Tipwin ja 100 % bis 100 € Einzahlung plus Bonus mindestens 7×, Quote je Wettschein ab 1,80, höchstens 100 € je Wettschein
Winamax ja Freebets, erste Einzahlung verdoppelt, bis 100 € keine für die Freebets; Einzahlung einmal umzusetzen, Mindestquote 1,05
bet-at-home nein Gratiswette 10 € auf „Sieger der FIFA WM 2026“ keine auf Gewinne; Wette bis 28.06.2026, 18:00 Uhr
MERKUR BETS ja, ab 1 € Freebet 25 €, Verlustschutz bis 75 € Verlustschutz nur mit Optionswahl „Neukunden-JokerBet“ vor der Wette
Wettstar nein 20 € nach Anmeldung plus 100 % bis 20 € mindestens 5×, innerhalb von 60 Tagen, beide Beträge nicht auszahlbar
bpremium ja Bonusguthaben das Fünffache des Bonus und das Fünffache der Einzahlung, Quoten ab 1,7

Was die Spalte mit den Umsatzbedingungen zeigt: Der Kunde zahlt in Wetten, nicht in Euros. Ein Umsatz von siebenmal 100 € auf Quoten ab 1,80 ist ein ganz anderes Programm als ein Umsatz von einmal 100 € auf Quoten ab 1,05. Und die Quote entscheidet mit, wer überhaupt durchkommt. Ein Spieler, der grundsätzlich auf Favoriten mit Quoten um 1,50 spielt, verfehlt die Tipwin-Schwelle bei jeder einzelnen Wette, egal wie viel er einsetzt.

Dass die Anbieter die Umsatzbedingungen auf die Einzahlung legen statt auf den Bonus, ist kein Zufall. Die Einzahlung ist die Größe, die der Kunde kontrolliert und die er zu erhöhen geneigt ist. Ein Bonus von 100 % wird damit faktisch zu einer Umsatzverpflichtung in doppelter Höhe, obwohl das Banner nur 100 € nennt. Wer die Bedingungen liest, bevor er einzahlt, entscheidet anders als der, der sie hinterher liest.

Die rechtlichen Leitplanken: Erlaubnis, Whitelist und was daran hängt

Wer vor der Einzahlung wissen will, ob die Aktion aus einem erlaubten Angebot kommt, hat genau eine belastbare Prüfmöglichkeit: die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Sie ist die amtliche Übersicht der erlaubten Glücksspielanbieter nach § 9 Abs. 8 GlüStV und damit die einzige Stelle, an der sich eine deutsche Erlaubnis nachweisen lässt. Werbung allein beweist nichts, und eine .de-Domain beweist ebenfalls nichts.

Der Stand der Liste vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge. Davon entfallen 27 auf Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, und drei auf Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten anbieten. Für den Neukunden heißt das: Von den 30 Einträgen nimmt nur ein Teil überhaupt Sportwetten an.

Bei den hier besprochenen zehn Marken ist die Zuordnung klar. Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Für LeoVegas ist die LVSports Limited als Betreiberin geführt, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21.10.2024 und für virtuelle Automatenspiele seit dem 27.02.2023. Bei AdmiralBet steht die Greentube Betting Malta Limited, mit einer Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024; für virtuelle Automatenspiele auf einer eigenen Adresse besteht eine Erlaubnis seit dem 28.09.2022. Als Anbieter von Betano führt die Liste die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta.

Die letzte Beobachtung bei AdmiralBet ist mehr als ein Detail. Die Whitelist trennt Sportwetten von virtuellen Automatenspielen, und die zweite Erlaubnis sagt nichts über das Sportwettenangebot. Wer ein Startguthaben für Sportwetten prüfen will, sucht in der Liste die Zeile unter dem Sportwetten-Vermerk, nicht die Marke als Ganzes. Eine Marke kann im Casino-Bereich erlaubt sein und im Sportbereich nicht.

Die Whitelist nennt übrigens nur Ausgabedaten, kein Enddatum. Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre; die Liste selbst zeigt diese Frist nicht. Wer das Datum einer Erlaubnis als Beleg für eine laufende Berechtigung liest, liest mehr hinein, als dort steht.

Grundlagen des Erlaubnisverfahrens: was die Whitelist prüft und was nicht

Die Prüfung erstreckt sich auf den Inhaber und die konkrete Domain. Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis eingetragen ist, nimmt Sportwetten an. Eine Slot-, Poker- oder Casino-Erlaubnis desselben Inhabers ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln und sagt über das Sportwettenangebot nichts aus.

Ein Fußball liegt im Strafraum eines leeren Platzes, dahinter die Netze des Tores im Abendlicht.
Bet365 bewirbt für Neukunden „bis zu 100 € in Wett-Credits“; Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht.

Der Glücksspielstaatsvertrag regelt außerdem, was überhaupt wettbar ist: Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Ereignisse darin, als Einzel- oder Kombinationswette, und nur Wettarten, die die Behörde zugelassen hat. Live-Wetten sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball, nächster Satz im Tennis: ja. Nächster Punkt im Tennis, nächster Korb im Basketball: nein.

Ausgeschlossen sind Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind. Die Behörde behandelt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Ebenfalls ausgeschlossen sind manipulationsträchtige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport erkennt die Behörde nicht als Sport an; lizenziertes E-Sport-Wetten existiert in Deutschland nicht.

Für ein Angebot mit einem Startguthaben bedeutet das eine Grenze, die in keiner Werbung steht. Wer sein Willkommensangebot auf eine Live-Wette setzen will, findet unter Umständen gar keinen passenden Markt — nicht weil die Aktion es verbietet, sondern weil der Rahmen ihn nicht zulässt. Die Wahl des Ereignisses bestimmt mit, ob die Aktion praktisch nutzbar ist.

Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Das ist bei einer Gratiswette auf einen Turniersieger ein Zeitraum von Wochen, nicht von Minuten. Ein Einzahlungslimit und ein Startguthaben mit Zeitfenster treffen in diesem Fall auf einen Kalender, der nicht der eigene ist.

Wann der Bonus unter das Einzahlungslimit fällt und wann nicht

Die wichtigste Zahl für jeden Neukunden steht in keinem Bonusangebot: das gesetzliche Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat, das anbieterübergreifend gilt. Es wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es vorsieht, darf für eine einzelne Person ein höheres Limit setzen, bis zu 10.000 € und in einem engen Rahmen bis 30.000 € — aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen.

Für den Neukunden ist das in zweierlei Hinsicht relevant. Erstens: Eine Ersteinzahlung von 100 € für ein Willkommensangebot verbraucht ein Zehntel des Monatslimits. Der Bonusbetrag, ob 25 € oder 100 €, zählt dabei nicht mit — es ist Einzahlung, nicht Guthaben, was in die Datei geht. Zweitens: Wer sein Limit selbst abgesenkt hat, kann nicht spontan erhöhen, wenn eine zeitlich befristete Aktion auftaucht. Die Frist der Aktion läuft weiter, während das Limit noch wartet.

Das Werben mit Gratiswetten ändert an diesem Rahmen nichts. Er gilt unabhängig davon, ob der Anbieter gerade mit einer Freebet, einem Wett-Credit oder einem verdoppelten Startguthaben lockt. Die Regelung nach § 6c Abs. 1 GlüStV kennt keine Bonusausnahme, weil sie beim Einzahlungsvorgang ansetzt.

Parallelspiel ist nach § 6h GlüStV gesperrt. Mehrere Konten bei verschiedenen Anbietern schließen einander also nicht nur aus, sie werden über die Aktivitätsdatei erkannt. Wer ein Willkommensangebot mehrfach in Anspruch nehmen will, indem er mehrere Konten führt — Winamax bindet seine Aktion ausdrücklich an einen Kunden, eine IP-Adresse, ein Gerät, einen Haushalt und eine Bankkarte oder ein Bankkonto, und Tipwin an eine Person, ein Konto, einen Haushalt, ein Zahlungsmittel, ein Gerät und eine IP-Adresse —, verstößt gegen die Regeln des Anbieters und gegen die Sperre des Parallelspiels.

Wer glaubt, sein Bonusproblem selbst lösen zu müssen, hat mehrere Werkzeuge, und sie wirken sofort. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV löst eine unmittelbare 24-stündige Sperre aus. Er ist an keine Begründung gebunden. Für den Fall, dass eine laufende Umsatzverpflichtung den Nutzer bindet und er abbrechen will: kein Bonus der Welt rechtfertigt einen weitergespielten Abend, und die Sperre ist genau dafür gebaut.

Die Selbstsperre läuft über OASIS, das bundesweite Sperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV, das bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Wer eine Frist nennt, ist mindestens drei Monate gesperrt; ohne Angabe mindestens ein Jahr. Auch hier gilt: Diese Systeme erfassen den Nutzer anbieterübergreifend. Ein Wechsel zu einer Marke außerhalb der deutschen Erlaubnis beendet die Sperre nicht.

Und der Weg hinein ist genauso formal wie der Weg hinaus. Ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung nach § 6a GlüStV; vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € spielen lassen und keine Auszahlungen vornehmen. Wer also mit einer Gratiswette liebäugelt, die eine Verifizierung voraussetzt, sollte die Verifizierung vor der Einzahlung abschließen. Bei Tipwin erhalten nur verifizierte Konten den Bonus; wer vor der Verifizierung einzahlt, kann ihn erst mit der nächsten Einzahlung beanspruchen.

Bei Tipwin hängt daran noch eine weitere Folge: Auszahlungen sind erst nach Erfüllung der Umsatzbedingungen des Willkommensbonus möglich, wenn bei einer weiteren Einzahlung noch ein Restguthaben von mehr als 1 € auf dem Konto liegt, und für die Auszahlung müssen alle gespielten Ereignisse abgeschlossen sein. Ein einzelner offener Langzeitmarkt blockiert damit den gesamten Auszahlungsweg, nicht nur den Bonus.

Was ein Startguthaben in Wetten kostet: Umsatz, Mindestquote und Frist

Wer sich eine Zahl ausrechnen will, bevor er sich bindet, braucht drei Größen: den Umsatz, den der Anbieter verlangt, den Anteil des Einsatzes, der bei einer Quote zurückkommt, und die Frist. Die erste Größe steht in den Bedingungen, die zweite folgt aus der Quote, die dritte ist häufig das eigentliche Ausschlusskriterium.

Die Absicherung gegen zu großes Risiko liegt für einen Neukunden darin, seine Qualifizierungswette auf ein Zweiweg-Ereignis mit gleichen Quoten von 1,90 und 1,90 zu legen. Der Quotenschlüssel dieses Marktes beträgt 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der beiden Quoten, also 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90), und ergibt 0,95. Der Anbieter behält davon 5 Cent von jedem eingesetzten Euro.

Diese 95 % sind die Größe, die eine Gratiswette relativiert. Der Wert einer Freebet über 25 €, deren Einsatz bei einem Gewinn nicht zurückkommt, beträgt unter diesen Bedingungen 25 € multipliziert mit dem Quotenschlüssel, also 23,75 € — und zwar unter der Annahme, dass sie auf einen Markt mit gleichen Quoten von 1,90 gesetzt wird und der Nutzer die Wette tatsächlich abschließt. Bei Quoten von 1,50 sinkt der Wert auf 14,25 €, bei Quoten von 3,00 steigt er auf 47,50 €: Nur der Nettogewicht der jeweiligen Quote verbleibt in der Rechnung, der Einsatz kommt nie dazu.

Der erwartete Verlust, den das Durchspielen einer Umsatzbedingung über denselben Markt kostet, ergibt sich aus dem Umsatz multipliziert mit dem Anteil, den der Anbieter behält. Beim Tipwin-Angebot mit Einzahlung plus Bonus sind das 200 €, die mindestens siebenmal einzusetzen sind — ein Umsatz von 1.400 € —, und bei einem Markt mit 5 % Anteil entspricht das einer statistischen Größe von etwa 70 €. Das ist der Durchschnitt über viele Wetten unter der Annahme, dass ausschließlich auf Märkten dieser Art gespielt wird. Es ist keine Vorhersage über den einzelnen Wettschein und keine Zusage über einen Ausgang.

Die Bedingung, die diese Schätzung kippt, steht bei Tipwin selbst: Nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80 zählen überhaupt, und je Wettschein zählen höchstens 100 €. Ein teurer Markt mit hoher Mindestquote ist kein besserer Markt — er trägt einen höheren Quotenschlüssel für den Anbieter und damit einen größeren durchschnittlichen Verlust pro Umsatzeuro.

Für den Nutzer mit kleinem Budget sind Angebote mit einem Umsatzaufschlag von 1,0 auf die Einzahlung deutlich berechenbarer als Angebote mit einem Aufschlag von 7,0 auf die Summe aus Einzahlung und Bonus. Ein Konto mit 20 € und einer Mindesteinzahlung von 1 € kann eine Aktion dieser Größe vollständig durchlaufen. Ein Konto mit 100 € und einem Umsatz in vierstelliger Höhe kann das nur mit Material, das die meisten Neukunden nicht haben.

Anbieter mit Willkommensaktion: Wer welchen Vorteil hat

Ein Vergleich der Willkommensaktionen wird erst nützlich, wenn zu jedem Betrag die Bedingung und der Zeitpunkt genannt werden, an dem sich der Betrag auswirkt. Die Reihenfolge der folgenden Einträge folgt keiner Rangordnung; sie ist die Abfolge der Betriebserlaubnisse, wie sie sich aus den Ausgabedaten der Whitelist ergibt.

Anbieter Erlaubnisinhaber laut Whitelist Sportwetten-Erlaubnis seit
bet365 Hillside (Europe) ENC 09.10.2020
Tipwin Tipwin Limited 09.10.2020
888sport 888 Germany Limited 30.06.2021
bet-at-home Bet-at-home Internet Limited 02.11.2020
LeoVegas LVSports Limited 21.10.2024
DAZN Bet DZBT Operations Limited 22.08.2023
Wettarena I.B.C. Sportsbetting Limited 09.10.2020
AdmiralBet Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
Betano Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
bwin bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020

Wer die Spalte der Ausgabedaten von links nach rechts liest, sieht 2020 gehäuft und in der zweiten Hälfte eine dünnere Verteilung. Ein frühes Datum ist kein Qualitätsurteil, aber es ist der Hinweis darauf, dass eine Marke den deutschen Markt über eine Folgeerlaubnis hinweg durchgehend bedient hat. LeoVegas trägt mit dem 21.10.2024 das jüngste Datum der Gruppe; der Sportwettenbetrieb unter deutscher Erlaubnis ist dort also deutlich jünger als bei den anderen.

Der zweite Blick gilt dem Inhaber. Bei keinem der zehn fällt der Name mit dem Markennamen zusammen, und mehrere Anbieter sitzen in Malta oder Gibraltar. Das ist kein Mangel, sondern der Normalfall: Die Erlaubnis ist an die konkrete Domain gebunden, und wer etwas über den Vertragspartner wissen will, findet ihn in dieser Spalte, nicht im Markennamen.

bet365: der Anbieter mit dem breitesten Funktionsumfang im Vergleich

Bet365 verbindet „bis zu 100 € in Wett-Credits“ für Neukunden mit einer Funktionstiefe, die in dieser Gruppe ihresgleichen sucht. Das Hilfezentrum beschreibt Wetten-Konfigurator, Gewinn-Boost, Cash Out, „Einwechslung+“ — hier läuft eine Spielerwette bei einer Auswechslung weiter — sowie „Wette teilen“. Der Wetten-Konfigurator erhält einen Boost ab drei oder mehr Auswahlen und kombinierten Quoten von 2,00 oder höher, dazu kommt ein Gewinn-Boost für Kombiwetten, dessen Prozentsatz von der Zahl der Auswahlen abhängt.

Das ist ein Werkzeugkasten, und ein Werkzeugkasten ist nur dann etwas wert, wenn man ihn bedienen kann. Ein Neukunde, der zwei Einzelwetten pro Woche setzt, wird „Wette teilen“ nie anfassen. Wer aber Kombiwetten baut, spürt den Boost unmittelbar im Ertrag, und zwar ohne Umsatzbedingung, weil es eine Quotenverbesserung ist und kein Guthaben.

Die Kehrseite liegt in derselben Konstruktion wie bei allen Wett-Credits: Der Einsatz kommt im Gewinn nicht mit. Ein Kunde, der 100 € einzahlt, um 100 € Credits zu erhalten, muss zunächst Wetten im Wert seiner Einzahlung abrechnen, ehe die Credits überhaupt freigegeben werden. Der Anbieter gibt also nicht sofort, sondern nach einer Bedingung — und die Bedingung selbst ist echtes Geld im Spiel.

Wer den Funktionsumfang als Hauptkriterium nimmt, ist hier richtig. Wer das Angebot als kostenlosen Einstieg liest, hat die Werbung falsch gelesen.

Tipwin: der Anbieter mit der strengsten Umsatzstaffel

Tipwin setzt 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 € an, verlangt aber, dass Einzahlung und Bonus zusammen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten eingesetzt werden. Je Wettschein zählen höchstens 100 €, und nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80 zählen zum Umsatz.

Rechnen wir die Folge für einen durchschnittlichen Neukunden durch. Bei 100 € Einzahlung entsteht ein Umsatzziel von 1.400 €. Weil je Wettschein höchstens 100 € zählen, braucht es im günstigsten Fall vierzehn Wettscheine mit jeweils 100 € Einsatz — oder mehr, wenn kleinere Einsätze gespielt werden. Und jeder dieser Wettscheine muss eine Quote von mindestens 1,80 tragen. Ein Spieler, der gern auf Favoriten mit Quoten um 1,50 setzt, erfüllt den Umsatz auch dann nicht, wenn er das Zehnfache des verlangten Betrags bewegt.

Dazu kommt die Verifizierungspflicht: Nur verifizierte Konten erhalten den Bonus, und wer vor der Verifizierung einzahlt, kann ihn erst mit der nächsten Einzahlung beanspruchen. Zusätzlich zählen Wetten mit angenommenem Ticketrückkauf nicht zum Umsatz. Die Bedingungen sind die strengsten der zehn Anbieter, und die Mindestquote von 1,80 ist darin die wirksamste Hürde.

Wer bereit ist, in vierzehn Schritten auf Quoten über 1,80 zu spielen, findet hier den höchsten nominellen Wert der Gruppe. Alle anderen sollten die Kombination aus Mindestquote und Deckelung als das lesen, was sie ist: eine Bedingung, die den Bonus nicht in Geld, sondern in Arbeit auszahlt.

888sport: der Anbieter mit der kürzesten Erlaubnishistorie im Sportwettenbereich

888sport gehört zur 888-Gruppe, deren Holdinggesellschaft die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Für den deutschen Sportwettenbetrieb steht die 888 Germany Limited in der Whitelist, mit einer Erlaubnis seit dem 30.06.2021.

Die Notierung ist kein Bonusmerkmal, aber eine Information über die Struktur hinter der Marke. Ein Konzern, der seit zwei Jahrzehnten an einer Börse geführt wird, hat andere Berichtspflichten als eine kleine Sportwettenmarke, und das ist für einen Leser relevant, der sich fragt, wem er seine Kontodaten gibt.

Ein Startguthaben für Sportwetten ist über die Willkommensaktion hinaus nicht zu einem eigenen Produkt gemacht. Wer hier vergleicht, sollte die Bedingungen der konkreten Aktion als das nehmen, was sie sind: anbieterabhängig und nicht aus dem Gesetz ableitbar.

Was bleibt, ist eine Marke mit verhältnismäßig kurzer deutscher Sportwettenhistorie und einem Namen, der stärker mit dem Casino- und Pokergeschäft der Gruppe verbunden ist. Für den Sportwetteneinsteiger ist das kein Ausschluss, aber ein Grund, die Sportwetten-Erlaubnis der Whitelist separat zu prüfen, statt der Marke als Ganzes zu vertrauen.

bet-at-home: der Anbieter mit der zeitlich engsten Gratiswette

Bet-at-home hat in diesem Sommer den kürzesten Weg vom Klick zur Wette gebaut: eine 10-€-Gratiswette auf den „Sieger der FIFA WM 2026“ für Neukunden mit Wohnsitz in Deutschland, die sich ab dem 09.06.2026 registrierten. Platziert werden musste die Wette bis zum 28.06.2026 um 18:00 Uhr. Gewinne aus dieser Wette unterlagen keinen Umsatzbedingungen.

Die Aktion ist der Beleg für eine der drei Größen, die kein Banner zeigt. Registrierungsdatum und Platzierungsdatum sind zwei getrennte Stichtage. Wer sich am 09.06. registriert, hat nicht drei Wochen Zeit zum Überlegen, sondern drei Wochen Zeit zum Verstehen und Wetten — und bei einer Turnierwette vergehen zwischen Platzierung und Auszahlung zusätzliche Wochen, weil die Behörde eine Auszahlung erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses zulässt.

Dass auf den Gewinn keine Umsatzbedingungen folgen, macht die Konstruktion sauberer als die der Boni mit Umsatz. Die 10 € bleiben dennoch nominal, weil der Einsatz nicht zurückkommt.

Für Leser, die eine Aktion mit klarer Frist und ohne Nachverpflichtung suchen, ist dieses Modell angenehm lesbar. Die Kehrseite ist der Umfang: 10 € sind 10 €, und der Nutzen hängt daran, ob man sich in einem kurzen Fenster zum Handeln entschließt.

LeoVegas: der Anbieter mit dem jüngsten Sportwetten-Permit der Gruppe

LeoVegas unterscheidet sich in dieser Runde durch eine Besonderheit der Whitelist-Eintragung: Für Leovegas.de ist die LVSports Limited als Betreiberin geführt, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21.10.2024 und für virtuelle Automatenspiele seit dem 27.02.2023. Die Casino-Erlaubnis ist älter als die Sportwetten-Erlaubnis — und das ist genau der Punkt, an dem die meisten Leser falsch abbiegen.

Die Marke ist in Deutschland vor allem als Casino bekannt. Der Sportwettenbetrieb unter deutscher Erlaubnis existiert erst seit dem Herbst 2024, also gut vier Jahre kürzer als bei den früheren Einträgen dieser Liste. Das heißt nicht, dass die Sportwetten-Abteilung schlecht ist. Es heißt, dass die Erfahrung des Hauses mit deutschen Sportwettenmärkten, mit dem Sportwettprogramm der Behörde und mit den Live-Beschränkungen jünger ist als die der Konkurrenz.

Ein Startguthaben unter deutscher Erlaubnis trägt dieser Unterschied nicht anders als bei den anderen Marken. Wer die Marke wegen ihrer Casino-Präsenz kennt, sollte die Sportwetten-Erlaubnis einzeln nachschauen — die Whitelist führt beide Erlaubnisse getrennt, und nur die Sportwetten-Zeile trägt die Sportwetten.

DAZN Bet: der Anbieter mit eingeschränktem Cash Out

DAZN Bet lässt Cash Out nur bei Einzel- und Kombiwetten zu, nicht bei Systemwetten und nicht bei Wetten, die als Freiwette platziert wurden. Der Betrag richtet sich nach den aktuellen Quoten, und die Verfügbarkeit von Cash Out wird nicht garantiert.

Diese Regelung trifft ein Willkommensangebot an einer empfindlichen Stelle. Wer seine Freiwette mitten im Spiel beenden will, kann das nicht. Wer eine Systemwette aus mehreren Auswahlen gebaut hat, ebenfalls nicht. Cash Out ist damit ein Werkzeug für den normalen Einzelschein, nicht für die Konstruktionen, die Bonusbedingungen oft nahelegen.

Dass die Verfügbarkeit nicht garantiert wird, ist die zweite Einschränkung. Ein Cash-Out-Angebot kann in einem Markt fehlen, in dem die Quoten gerade unruhig sind — also genau dann, wenn der Nutzer es am ehesten brauchen würde. Wer eine Wette abschließt in der Annahme, sie jederzeit schließen zu können, sollte die Bedingungen vorher lesen.

Wer Cash Out als Notausgang einplant, findet bei DAZN Bet also einen Notausgang mit Öffnungszeiten. Für den ruhigen Einzelwetter bleibt der Anbieter brauchbar; für den, der während des Spiels reagieren will, ist das eine relevante Schwäche der Funktionsliste.

Wettarena: der Anbieter mit dem kürzesten Weg zur Erlaubnisangabe

Die Marke Wettarena wird von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, angeboten. In der Whitelist steht für Wettarena die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 15.12.2022.

Der Name ist aufschlussreich: Ein „Wettarena“-Angebot richtet sich an Leser, die den Wettkampf suchen, nicht an Einsteiger. Ein solches Publikum liest Bedingungen anders — es kennt Umsatz, Mindestquote und Frist aus Erfahrung und erkennt zu hohe Anforderungen schnell.

Ein Startguthaben ist bei diesem Typ Marke kein Lockmittel für Anfänger, sondern eine Rekrutierungsmaßnahme für ein Publikum, das ohnehin viele Wettscheine spielt. Wer zu dieser Gruppe gehört, wird an der Umsatzbedingung weniger Anstoß nehmen. Wer nicht, sollte die Aktion als das lesen, was sie für ihn ist: ein Angebot mit einem Umsatz, den er sonst nicht erreichen würde.

Die Whitelist-Zuordnung ist bei Wettarena sauber lesbar, weil die Marke und der Erlaubnisinhaber getrennt benannt sind. Das ist für einen Vergleich zwischen Anbietern ein Vorteil: Weniger Markenname, mehr Vertragspartner.

AdmiralBet: der Anbieter mit getrennten Erlaubnissen für Sport und Casino

Bei AdmiralBet lohnt der zweite Blick auf die Whitelist. Für Admiralbet.de steht die Greentube Betting Malta Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 sowie Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele auf einer eigenen Adresse besteht eine Erlaubnis seit dem 28.09.2022.

Drei Folgeerlaubnisse im Sportbereich sind der Hinweis auf ein Kontinuum: Die Marke betreibt den deutschen Markt über die gesamte Laufzeit der ersten Erlaubnis hinweg und hat sie mehrfach verlängert. Das ist kein Bonusmerkmal, aber ein Signal für einen stabilen Betrieb.

Die getrennten Erlaubnisse sind für den Leser eine praktische Warnung. Wer auf der Casinoseite landet oder von dort kommt, sieht nicht automatisch ein erlaubtes Sportwettenangebot. Die Sportwetten-Erlaubnis gehört an die Sportadresse, und nur die zählt.

Wer Sportwetten sucht, findet hier einen der erfahrensten Betreiber der Gruppe. Das Startguthaben ist dabei kein Sonderfall, sondern eine gewöhnliche Neukundenaktion, deren Bedingungen im Einzelfall zu prüfen sind.

Betano: der Anbieter mit dem größten Abstand zwischen Marke und Vertragspartner

Als Anbieter von Betano.de führt die Whitelist die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta — und mit einer Erlaubnis seit dem 19.02.2021 sowie einer Folgeerlaubnis vom 16.12.2022.

Betano ist in dieser Gruppe das deutlichste Beispiel für einen Namen, der mit dem Erlaubnisinhaber nichts gemeinsam hat. Das ist rechtlich völlig unauffällig und praktisch trotzdem wichtig: Wenn ein Nutzer wissen will, wer sein Vertragspartner ist, welches Recht gilt und wo er im Streitfall hingeht, findet er den Namen nicht auf der Startseite, sondern in der Whitelist. Wenige Neukunden schauen dort nach.

Ein Startguthaben bei einem Anbieter mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit 2021 ist nicht unsicherer als ein Startguthaben bei einem der 2020er-Jahre-Einträge. Der Unterschied liegt darin, wem man vertraut: einer Marke, die man nie geprüft hat, oder einem Vertragspartner, dessen Namen man kennen würde, wenn man nachschaute.

Für den Vergleichsanbieter in dieser Liste ist das die richtige Erwartung: solide Infrastruktur, spätere Markteinführung als bei den Pionieren, ein Erlaubnisinhaber, den man kennen sollte.

bwin: der Anbieter mit der längsten deutschen Tradition im Feld

Die „bwin – Sportwetten App“ wird im Apple App Store von der bwin.party entertainment Limited angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt Cashout in manueller und automatischer Form, Live-Streams und Live-Statistiken sowie Kombi-Boost und Quoten-Boost. Für bwin steht in der Whitelist die bwin (Deutschland) Limited, mit einer Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 23.12.2022.

Der automatische Cashout ist in dieser Gruppe ein Alleinstellungsmerkmal in der Funktionsbeschreibung: Die Wette wird ohne Zutun beendet, wenn eine vorher definierte Schwelle erreicht ist. Für Nutzer, die während eines Spiels nicht am Bildschirm bleiben können oder wollen, ist das praktisch — und für Nutzer mit Bonusanforderungen ist es erklärungsbedürftig, weil automatisch beendete Wetten die Umsatzbedingungen eines Bonus berühren können.

Kombi-Boost und Quoten-Boost sind dagegen keine Cash-Out-Varianten, sondern Ertragsverbesserungen auf Kombiwetten, wie sie in dieser Liste auch bet365 anbietet. Ob ein Boost einen Wettschein für eine Umsatzbedingung qualifiziert, hängt davon ab, ob die Quote vor oder nach dem Boost gemessen wird — ein Detail, das die Bedingungen des jeweiligen Bonus und nicht das Werbematerial klärt.

bwin gehört zu den ältesten Namen im deutschen Sportwettenmarkt und hat seine Erlaubnis über ein halbes Jahrzehnt hinweg gehalten. Ein Startguthaben ist hier kein Experiment, sondern Teil eines eingespielten Ablaufs — mit dem Vorteil, dass die Bedingungen erfahrungsgemäß klar formuliert sind.

Woher das Startguthaben stammt: Unterschiede zwischen Bonusarten

Bevor eine Aktion bewertet werden kann, muss klar sein, was der Nutzer bekommt. Die drei Formen, die in Deutschland unter dem Wort Startguthaben auftreten, sind Bonusgeld, die Freiwette und der Wett-Credit. Sie unterscheiden sich in zwei Punkten: ob der Einsatz ausgezahlt wird und ob Umsatzbedingungen gelten.

Bonusgeld ist ein Guthaben mit Umsatzbedingungen. Es bleibt auf dem Konto, bis ein Umsatzziel erreicht ist, und bei Tipwin bis zu 100 € und siebenmal Umsatz auf die Summe aus Einzahlung und Bonus ergibt das eine Rechnung, die sich nicht überschlagen lässt. Bei bpremium liegt das Ziel beim Fünffachen des Bonus und dem Fünffachen der zugehörigen Einzahlung. In beiden Fällen gilt eine Mindestquote — 1,80 bei Tipwin, 1,7 bei bpremium —, unterhalb derer Wettscheine nicht gezählt werden.

Die Freiwette ist ein Einsatz, der nicht aus der eigenen Tasche kommt, aber auch nicht ausgezahlt wird. Bet-at-home nannte Gewinne daraus ohne Umsatzbedingung, MERKUR BETS rechnete bei einem Gewinn abzüglich des Freebet-Einsatzes ab. Auch dabei gilt: Der Kunde erhält den Nettogewinn, nicht den Betrag, der auf dem Wettschein steht.

Der Wett-Credit ist die Variante, bei der die direkte Auszahlung des Guthabens gar nicht erst versucht wird. Bet365 beschreibt „bis zu 100 € in Wett-Credits“, die nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung freigegeben werden, wobei Gewinne den Einsatz der Credits nicht enthalten. Hier ist selbst die Verfügbarkeit des Guthabens an eine Vorleistung gebunden.

Für denselben Betrag — 10 € auf eine Quote von 2,00 — zahlen also drei Modelle drei verschiedene Dinge aus. Bonusgeld nach Umsatz zahlt 20 € minus Steuern und minus späterer Umsatzverluste. Eine Freiwette zahlt 10 €. Ein Wett-Credit, der nicht abgerechnet ist, zahlt gar nichts, bevor der Umsatz steht. Wer den Unterschied kennt, liest jede Aktion anders.

Freebets und ihre Fristen: zwei Daten, die kein Banner zeigt

Zwei Fristen begleiten jede Freiwette und stehen in keinem Werbemittel: die Frist zur Aktivierung und die Frist bis zum Verfall. Der MERKUR BETS CLUB zeigt beide in einer Aktion aus dem Jahr 2025. Für Kombiwetten oder Betbuilder mit mindestens drei Auswahlen und einer Gesamtquote von mindestens 4,00 schüttete der Club bei einem Wocheneinsatz von mindestens 25 € am Montag der Folgewoche eine Freebet über 5 € aus; die Aktion lief vom 09.06.2025 bis 14.07.2025.

Die Freebet musste innerhalb von 3 Tagen unter „Meine Boni“ aktiviert werden und verfiel, wenn sie nicht innerhalb von 7 Tagen nach Erhalt genutzt wurde. Sie galt nur für Einzel- oder Kombinationswetten; System- und Mehrwegwetten waren nicht zulässig. Wer die Aktivierung verpasste, hatte nichts — kein Guthaben, keine Rückerstattung, keinen Anspruch.

Dazu kommt ein Ausschluss, den viele Nutzer erst beim Auszahlen bemerken: Bei einer mit Freebet platzierten Wette war bei MERKUR BETS kein Cashout möglich, im Gewinnfall wurde der Gewinn abzüglich des Freebet-Einsatzes ausgezahlt, und die Freebet galt nicht für Wetten mit Quotenboost. Wer also die Freebet mit einer Boost-Auswahl kombinieren wollte, konnte sie dafür nicht verwenden.

Die Fristenregelung ist banal und folgenreich. Ein Spieler, der am Montag eine Freebet erhält und überlegt, welche Wette sich am Wochenende anbietet, verliert sie mit hoher Wahrscheinlichkeit. Die Freebet belohnt den, der sofort spielt.

Ein weiteres Modell zeigt, wie Anbieter mit solchen Hürden umgehen: Tipwin schließt Wetten mit angenommenem Ticketrückkauf vom Umsatz aus und bindet das Angebot an eine Person, ein Konto, einen Haushalt, ein Zahlungsmittel, ein Gerät und eine IP-Adresse. Wer bereits ein Konto hatte, war nie angesprochen.

Cash Out und Boosts: Funktionen, die ein Bonusangebot verändern

Cash Out ist nirgends gesetzlich geregelt. Es ist eine Funktion des jeweiligen Anbieters, und die Bedingungen unterscheiden sich so stark, dass ein Vergleich lohnt. Winamax erlaubt die vollständige oder teilweise vorzeitige Beendigung bei Einzel-, Kombi- und MyMatch-Wetten; ausgezahlt wird der Betrag erst, nachdem alle Auswahlen beendet sind. Nicht möglich ist Cashout bei Torschützenwetten, Systemwetten, Langzeitwetten und mit Freebets platzierten Wetten.

Sportingbet erlaubt Cash Out nur bei Einzel- und Kombiwetten, nicht bei Systemwetten und nicht bei als FreeBet abgeschlossenen Wetten; der Betrag richtet sich nach den aktuellen Quoten und wird erst nach der Wettauswertung gutgeschrieben. Interwetten kann Cash-Out-Angebote laut Sportsbook-Regeln ohne vorherige Ankündigung widerrufen oder deaktivieren, und für Freebets und Bonusgeld ist Cash Out nicht verfügbar.

In allen Fällen trifft dieselbe Regel den Nutzer: Wer seinen Freiwetten-Einsatz mitten im Spiel absichern will, kann das nicht. Die Funktion fehlt genau dort, wo sie am meisten gefragt wäre — bei den Wetten, die kein eigenes Geld gekostet haben. Der logische Grund ist nachvollziehbar und für den Leser trotzdem eine Information, die vor der Platzierung relevant ist.

Die Boosts sind technisch das Gegenteil: Sie erhöhen den Ertrag, ohne Guthaben zu sein. Bet365 bietet einen Boost für den Wetten-Konfigurator ab drei Auswahlen und kombinierten Quoten von 2,00 oder höher sowie einen Gewinn-Boost für Kombiwetten mit von der Auswahlzahl abhängigem Prozentsatz. MERKUR BETS gibt ab fünf Auswahlen einen Prozentbonus auf den Gewinn: 5 % bei fünf Auswahlen, je weiterer Auswahl 1 Prozentpunkt mehr, höchstens 30 % ab 30 Auswahlen, bei einer Mindestquote je Auswahl von 1,21. Live-Wetten mit Boost sind grundsätzlich nicht erlaubt.

Der Kombi-Boost verbessert die Quote, aber er verändert nicht die Umsatzlogik eines Bonus. Ein Nutzer, der seinen Willkommensbonus mit einer geboosteten Kombiwette abspielt, sollte deshalb prüfen, welche Quote in die Umsatzrechnung eingeht: die ursprüngliche oder die geboostete. Bei MERKUR BETS ist die Antwort einfach, weil die Freebet nicht für Wetten mit Quotenboost gilt.

Wer Boni mit Umsatzbedingungen spielt, sollte Boosts und Cash Out gedanklich trennen. Cash Out ist ein Ausstieg, der bei Freiwetten meist verschlossen bleibt. Der Boost ist ein Zuschlag auf einen Gewinn, der bei Bonuswetten häufig ausgeschlossen wird. Beides sind Extras für Echtgeld-Wetten, nicht für Bonuswetten — und genau das ist in keinem Werbetext zu lesen.

Die Legality-Seite: Erlaubnis, Steuer und der Weg zu einem Vergleich

Die Frage, ob ein Angebot mit Startguthaben aus einem erlaubten Betrieb stammt, lässt sich in einem Schritt beantworten — und nur in einem. Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist die amtliche Übersicht nach § 9 Abs. 8 GlüStV, und sie führt Inhaber und Domain. Ein Blick genügt: Steht die Sportadresse in der Liste, ist die Marke erlaubt. Steht sie nicht dort, hilft auch ein Verweis auf eine Erlaubnis in einem anderen Land nicht.

Die Behörde mit Sitz in Halle (Saale) arbeitet unter dem GlüStV 2021, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet und überwacht den Markt. Die Steuer ist dagegen nicht ihre Sache, sondern die des Finanzamts. Eine Behörde, die eine Erlaubnis erteilt, ist keine Steuerbehörde — wer eine Steuerfrage hat, landet woanders.

Die Steuer auf Sportwetten liegt nach §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes bei 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, vermindert um die Steuer selbst“; das entspricht ungefähr 5,03 % des eingezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende. Ob und wie sie weitergegeben wird, entscheidet jeder Anbieter selbst, und dazu gehört, dass eine Angabe über die Weitergabe nur aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters stammen kann. Die Steuer trifft übrigens auch Anbieter ohne deutsche Erlaubnis: Eine gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.

Für den Vergleich der Aktionen ist die Steuer deshalb wichtiger, als sie aussieht. Sie sitzt im Quotenschlüssel jedes Marktes und damit in jeder Rechnung über den Wert eines Bonus. Wer die 5,03 % nicht kennt, hält den Quotenschlüssel eines Marktes für die einzige Belastung. Tatsächlich kommt beides zusammen — und der zweite Posten wird an keiner Stelle des Wettscheins ausgewiesen.

Das Werben mit Boni ist selbst geregelt, aber nur an einer Stelle: Werben darf nur, wer eine Erlaubnis hat, und für Sportwetten gibt es Regeln zu Anzeigen während der Live-Übertragung eines Ereignisses sowie zu aktiven Sportlern und Funktionären in der Werbung. Eine gesetzliche Obergrenze für den Bonusbetrag fehlt. Höhe, Umsatz und Mindestquote stammen aus den Bedingungen des Anbieters mit deutscher Erlaubnis, und der Vergleich dieser Bedingungen ist die einzige Arbeit, die dem Neukunden bleibt.

Was ein Blick auf die Whitelist in fünf Minuten klärt

Wer die Liste öffnet, findet Inhaber und Domain. Der Vergleich mit der Marke, die mit einer Startguthaben-Aktion wirbt, ist eine Textsuche — und die Antwort ist eindeutig oder sie ist nicht vorhanden. Ein Eintrag für eine andere Domain desselben Inhabers zählt nicht; nur die aufgeführte Sportadresse nimmt Sportwetten an.

Ein Hinweis auf die Grenzen der Liste gehört dazu. Sie nennt Ausgabedaten und keine Enddaten. Eine erste Erlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre, und Folgeerlaubnisse erscheinen als neue Daten. Wer ein Ausgabedatum von 2020 sieht, kann daraus korrekt ableiten, dass die Marke lange im Markt ist; er kann daraus nicht ableiten, dass die Erlaubnis bis heute ununterbrochen galt. Dafür steht die Liste zu jedem Zeitpunkt als Ganzes.

Und der zweite Hinweis betrifft das Angebot, nicht die Marke. Die Whitelist prüft nicht, ob ein Bonus fair, hoch oder günstig ist. Sie sagt nur, dass der Anbieter erlaubt ist. Ein Nutzer, der eine Marke geprüft hat, hat damit die Legalität geprüft und noch nichts über die Qualität des Angebots.

Für den Vergleich der zehn Marken heißt das: Die Liste beantwortet die Vorfrage. Ob ein Startguthaben 25 € oder 100 € wert ist, beantwortet sie nicht.

Häufige Fragen zu Wettanbietern mit Startguthaben

Gibt es bei einem Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis ein Startguthaben ganz ohne Einzahlung?

In seltenen Einzelfällen ja, aber nie als Dauerangebot. Bei Wettstar gibt es 20 € nach der Anmeldung, bei bet-at-home gab es eine 10-€-Gratiswette auf den Weltmeistertitel 2026. Beide Beträge sind an Bedingungen gebunden: Der eine ist nicht auszahlbar und fünfmal umzusetzen, der andere hatte ein kurzes Zeitfenster.

Worin unterscheiden sich Bonusgeld, Freiwette und Wett-Credits bei Auszahlung und Einsatz?

Bonusgeld ist Guthaben mit Umsatzbedingungen und bleibt beim Anbieter, bis das Umsatzziel steht. Eine Freiwette ist ein Einsatz, dessen Betrag im Gewinnfall nicht mitgezahlt wird. Ein Wett-Credit ist eine Vorleistung: Bet365 gibt die Credits erst nach Abrechnung von Wetten im Wert der Einzahlung frei, und Gewinne enthalten den Einsatz der Credits nicht.

Wird der Einsatz einer Gratiswette mit dem Gewinn ausgezahlt?

Nein. Bei MERKUR BETS wird ein Gewinn ausdrücklich abzüglich des Freebet-Einsatzes ausgezahlt. Ein Kunde, dessen Freebet über 10 € auf eine Quote von 2,00 gewinnt, erhält 10 €, nicht 20 €. Genau diese Differenz zwischen Wettscheinwert und gutgeschriebenem Betrag ist der Beitrag des Kunden zum Angebot.

Welche Umsatzbedingungen und welche Mindestquote gelten häufig für Willkommensboni?

Häufig liegt der Umsatz zwischen dem Drei- und dem Zehnfachen, gemessen an der Einzahlung oder an Einzahlung plus Bonus. Tipwin verlangt das Siebenfache bei einer Mindestquote von 1,80 je Wettschein, bpremium das Fünffache von Bonus und Einzahlung bei Quoten ab 1,7, Winamax die einmalige Umsetzung der Einzahlung bei einer Mindestquote von 1,05. Je höher die Mindestquote, desto enger die Auswahl an Wetten, mit denen sich der Umsatz überhaupt erfüllen lässt.

Wie lässt sich auf der GGL-Whitelist prüfen, ob ein Anbieter mit Startguthaben-Werbung eine deutsche Erlaubnis hat?

Die Liste nach § 9 Abs. 8 GlüStV führt Inhaber und Domain. Suchen Sie die Sportadresse des Anbieters in der Liste und prüfen Sie, ob sie dem Sportwetten-Vermerk zugeordnet ist. Eine Casino-Erlaubnis desselben Inhabers sagt nichts über das Sportwettenangebot. Ein Eintrag in einem ausländischen Register ersetzt die deutsche Erlaubnis nicht.

Gibt es eine gesetzliche Obergrenze für Wettboni, und wer legt Höhe und Bedingungen fest?

Eine Obergrenze gibt es nicht. Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Vorschrift, die Bonusbeträge, Umsatzbedingungen oder Mindestquoten festlegt. Jede Aktion folgt den Bedingungen des Anbieters mit deutscher Erlaubnis. Wer zwei Angebote vergleicht, vergleicht damit zwei selbstgesetzte Regelwerke — und nicht zwei Auslegungen desselben Gesetzes.

Inhalt erstellt vom Team «Bundesliga Wettquoten»