Bester Tour de France Wettanbieter 2026: Zehn Wege zu einer Quote

Updated Oktober 2026
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Auf die Tour de France 2026 lässt sich nichts mehr setzen. Sie wurde am 26. Juli in Paris beendet. Wer heute einen Wettschein für die Rundfahrt ausfüllen will, wettet auf die Ausgabe 2027 — und braucht dafür einen Anbieter, der auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder steht. Zehn solcher Anbieter schauen wir uns hier genau an.

Eine leere Landstraße schlängelt sich im Morgenlicht durch einen Gebirgspass, am Straßenrand liegt ein einzelnes Rennrad im Gras.
Die Tour de France 2026 fand vom 4. bis 26. Juli 2026 mit Start in Barcelona und Ziel in Paris statt und umfasste 21 Etappen über insgesamt 3.245 km.

Stand: 30. Oktober 2026 — geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Die Marge steckt in jeder Quote

Beginnen wir mit dem unangenehmen Teil. Jede Quote auf einen Gesamtsieg, eine Etappe oder ein Trikot ist kleiner, als die Wahrscheinlichkeit des Ergebnisses wäre, wenn der Markt fair wäre. Die Differenz ist das Geschäftsmodell.

Nehmen wir einen Markt mit zwei gleich wahrscheinlichen Ausgängen, wie ihn ein Buchmacher auf ein Kopf-an-Kopf-Duell zweier Fahrer stellt. Stehen auf beiden Seiten 1,90, dann rechnet der Anbieter mit einem Auszahlungsschlüssel von 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90). Ausgerechnet ergibt das rund 95 %. Die Marge liegt entsprechend bei etwa 5 % — beschränkt auf einen Markt mit zwei Ausgängen und einem Quotensatz von 1,90 auf beiden Seiten.

Warum das nur eine Beispielrechnung ist: Bei einem Drei-Weg-Markt auf eine Etappe, bei dem ein Ausreißer, ein Sprinter und das Hauptfeld je eigene Quoten tragen, fällt der Auszahlungsschlüssel anders aus, und in einem Feld mit sechs oder acht Namen für die Gesamtwertung noch einmal anders. Ein Anbieter kann auf einen starken Favoriten eine sehr knappe Marge setzen und sie auf den Außenseiterpositionen wieder hereinholen. Deshalb nützt es wenig, von „der Marge“ eines Buchmachers zu sprechen. Eine Zahl ergibt nur mit dem Markt einen Sinn, aus dem sie stammt.

Für einen Wetter ist das keine Fußnote. Setzt jemand 100 € auf eine Quote von 1,90, kommen bei einem Treffer 190 € zurück, davon 90 € Gewinn. Die enthaltene Marge fällt erst dann auf, wenn man denselben Betrag über viele Wetten streckt: Im Schnitt fließen bei jedem Einsatz rund 5 % an den Anbieter, bevor überhaupt jemand ein Ergebnis kennt. Auf einen einzelnen Schein ist das ein Betrag, der niemanden wehtut. Über eine lange Rundfahrt mit zwanzig Etappen und zwanzig Wetten summiert es sich zu einem Posten, den kaum jemand einplant.

Der Vollständigkeit halber: Der Auszahlungsschlüssel eines Marktes ist keine Angabe eines einzelnen Anbieters. Er lässt sich aus jeder veröffentlichten Quotenreihe selbst nachrechnen, sobald alle Ausgänge eines Marktes auf dem Bildschirm stehen.

Was sich bei der Rundfahrt überhaupt bequoten lässt

Auf der Tour werden nicht nur Rennsieger gehandelt. Der Markt, in dem das meiste Geld liegt, ist die Gesamtwertung — jene Zeit, die ein Fahrer über alle Etappen addiert hat. Pogačar hat sie 2026 gewonnen, vor Evenepoel und del Toro. Daneben steht die Etappenwertung des Tages, die eigene Quoten für Ausreißer, Sprinter und Klassementfahrer trägt. Dazu kommen die Trikotwertungen: Gelb für die Gesamtwertung, Grün für die Punktewertung, das gepunktete Trikot für den Bergkönig, Weiß für den besten Nachwuchsfahrer. 2026 ging Grün an Pedersen, das Bergtrikot an Carapaz.

Bei den Trikots ist eine Eigenheit des Rennens wichtig. Gelb und Grün sind nicht gleich schwer zu treffen. Die Gesamtwertung entscheidet sich in den Bergen und im Zeitfahren und hängt an der Zeit; die Punktewertung hängt an Platzierungen auf möglichst vielen Etappen und begünstigt Fahrer, die auf flachem Gelände und in Zwischensprints vorn landen. Wer auf Grün setzt, setzt deshalb auf einen anderen Fahrertyp als auf Gelb. Das ist keine Spitzfindigkeit, sondern der Unterschied, ob eine Wette überhaupt zum eigenen Bild von der Rundfahrt passt.

Dann die Duell-Wetten. Zwei Fahrer werden gegeneinander gestellt, und gewettet wird darauf, wer am Ende der Etappe oder am Ende der Rundfahrt besser platziert ist. Der Bezugspunkt ist hier nicht das Feld, sondern der Gegenspieler. Bei einem Ausreißerduell auf einer Bergetappe liegt die Schwelle für einen Treffer ganz anders als bei Pogačar gegen del Toro über drei Wochen.

Unterhalb dieser groben Einteilung wird es unlizenziert. Nach § 21 Abs. 1 GlüStV sind feste Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon erlaubt, als Einzel- und Kombiwette. Kombiniert werden also mehrere Auswahlen, deren Quoten sich zu einer Gesamtquote multiplizieren. Und § 21 Abs. 5 zieht die Grenze: Zulässig ist nur, was im Sportwettprogramm der GGL steht. Ein Anbieter darf nicht einfach alles anbieten, was sein Firmensitz hergibt.

Wo Sie die Wettarten finden — und wo nicht

Hier wird es konkret. In den zehn Anbietern dieser Auswahl beschreiben die deutschen Auftritte je eigene Zusätze für das Live-Wetten und das Zusammenstellen von Wetten. Die Palette reicht vom Zusatz zum klassischen Wettschein, den Sportingbet führt, bis zu Bet Builder, Cash Out und Live-Übertragungen aus LaLiga, FA Cup, den Tennis-Grand-Slams, der NBA, der EuroLeague und der NFL, mit denen Betano seine App beschreibt. Betway dokumentiert einen Cash-Out, der im Bereich „Meine Wetten“ erscheint und bei dem sich der gesamte Betrag oder ein Teil davon auszahlen lässt; daneben einen Konfigurator, der Auswahlen aus verschiedenen Partien verknüpft.

Ob einer dieser Wege auf ein Radrennen führt, bleibt offen. Die Zeilen dieser Anbieter sprechen über Fußball, Tennis, Basketball und anderes. Wer einen Zusatz sucht, den er auf einer Bergetappe nutzen will, findet ihn nirgends in Deutschland zugelassenen Live-Angebot, das dort mehr als das Endergebnis betrifft — dazu im Abschnitt zur Rechtslage mehr.

Grundlagen für Einsteiger

Wer sich mit Radsportwetten noch nie beschäftigt hat, braucht nicht mehr als drei Begriffe. Rollierender Sieg: eine Wette auf den Fahrer, der nach allen Etappen die niedrigste Gesamtzeit hat. Etappensieg: eine Wette auf einen Tagessieger. Trikot: siehe oben. Damit lässt sich die Rundfahrt abdecken, ohne dass man sich durch ein Dutzend exotischer Märkte arbeiten muss.

Ein Rennradlenker mit Bremshebeln im Nahbild, im Hintergrund unscharf eine sommerliche Hügellandschaft.
Die Tour de France wurde von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern.

Die Zeit läuft. Ein Wettanbieter braucht eine sichere Strecke, um eine Quote zu stellen. Manche Strecken sind größer als andere. Gibt es bei einem Anbieter keine Quote für eine Wette, darf er sie nicht annehmen — und ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis bekommt sie auch nicht weiter.

Ein Detail, das für Kombinationen zählt: Ein Etappensieger kann über eine Kombination aus mehreren Etappensiegern zu einer einzigen Gesamtquote werden. Die Quoten der einzelnen Etappensiege werden dann multipliziert, und die Kombination steht und fällt mit der schwächsten Auswahl. Wer für die ganze Rundfahrt einen Tipp abgibt, muss jede dieser Etappen treffen. Ein einziger Fahrerwechsel an einem einzigen Tag genügt, um den ganzen Wettschein zu entwerten.

Der Deal zwischen Wetter und Anbieter

Die Zulassung selbst. Nur Inhaber einer deutschen Erlaubnis dürfen Sportwetten auf Radrennen veranstalten. Diese Erlaubnis lässt sich auf der Whitelist der GGL prüfen, und die Liste nennt jeden Anbieter mit Namen. Wer auf der Whitelist nach „Radsport“ sucht, wird dort keinen solchen Einzeleintrag finden — erlaubt wird die Sportwette insgesamt, nicht je Sportart. Aus jeder Zeile folgt direkt eine Entscheidung: Wo eine Erlaubnis steht, gibt es einen legalen Weg. Wo keine steht, gibt es keinen.

Die drei Wege zu einer Quote

Drei Wege führen zu demselben Wettschein.

Der erste: ein Anbieter mit deutscher Erlaubnis, der sein Wettprogramm in eigener Hand hält. Er schreibt jede Quote selbst, und man muss sich den Preisen dieses einen Hauses beugen. Dafür kann niemand argumentieren, man habe auf einem Markt gewettet, der gar nicht zugelassen ist.

Der zweite: ein Anbieter, dessen Preise in einem Vergleich der Odoxa-Studie aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. August 2025 in 2.967 untersuchten Spielen aus Fußball, Tennis und Handball in 45 % der Fälle an der Spitze lagen. Das sind keine Radsport-Quoten. Fußball, Tennis, Handball — ein Radrennen war in dieser Erhebung nicht enthalten. Wer aus diesem Befund ableitet, er bekomme auch auf einer Bergetappe den besten Preis, verlässt die Datenbasis. Die Angabe gilt für die untersuchten Sportarten und ist auf eine Rundfahrt nicht übertragbar.

Der dritte: ein Anbieter mit besonderem Auftritt am Markt, wie ODDSET mit einem breiten Zugang zu verschiedenen Sportarten. In jedem Fall läuft der Weg über dieselbe Whitelist — die Erlaubnis prüft man dort, nicht in der Werbung.

Die drei Wege für drei Leser

Für wen also? Wer noch nie einen Anteil an einer Sportwette gehalten hat, sollte mit einem Anbieter beginnen, der das Konto sperren kann und den Panikbutton selbst erklärt. Das ist keine Umsatzfrage, sondern eine Rückfrage.

Wer nach Quoten sucht, muss wissen, dass Quoten auf ein Kopf-an-Kopf-Duell und Quoten auf einen Etappensieg nicht vergleichbar sind. Ein einziger Blick auf die Quoten eines Anbieters für ein Zwei-Fahrer-Duell sagt mehr über dessen Preisniveau als zehn Screenshots von Gesamtsieger-Quoten.

Und wer am Markt spielen will, muss den Preis einer Wette gegen die Marge stellen, die in ihr steckt. Eine Quote von 1,90 auf beiden Seiten eines Zwei-Weg-Marktes ergibt einen Auszahlungsschlüssel von rund 95 %. Man kann das Glück nicht steuern. Man kann aber dafür sorgen, dass möglichst viel des Einsatzes zurückkommt, wenn man trifft. Genau dort liegt die Entscheidung zwischen den Anbietern.

Wann die Rundfahrt stattfindet und wann sie zu Ende ist

Die Tour de France wurde von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern. Seit 1992 veranstaltet die Amaury Sport Organisation die Rundfahrt. Nach dem Grand Départ bestehen die Rennen meist aus zwanzig Etappen, und seit dem Dopingskandal von 1998 liegt die Streckenlänge bei rund 3.500 km. Die kürzeste Tour war 1903 mit 2.428 km, die längste 1926 mit 5.745 km. Die Schlussetappe ist seit 1967 immer ein Sonntag.

Die Fahrerzahl ist eine eigene Planungsgröße. Seit 2018 bestehen die Teams aus acht Fahrern; bis 2017 waren es neun. Die 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet. Wer aus einem Bild von 22 Mannschaften heraus denkt, rechnet mit einer Feldgröße, die es nicht mehr gibt.

Für Termine am wichtigsten: Die Tour de France 2026 lief vom 4. bis 26. Juli 2026, Start in Barcelona, Ziel in Paris, 21 Etappen über insgesamt 3.245 km. An diesem Datum ist nichts mehr zu holen. Die Rundfahrt findet jedes Jahr statt, die nächste folgt 2027. Bis dahin gibt es auf den Rundfahrtsmärkten nichts zu gewinnen, aber bereits eine ganze Saison anderer Rennen.

Das Rennen in Zahlen

Die 21 Etappen der Tour 2026 ergeben einen Durchschnitt. Wer das ganze Rennen fährt, sitzt auf dem Rad, und Etappen, die sich über vier bis fünf Stunden ziehen, sind die Regel. Die addierte Zeit der Fahrer ist die einzige Basis der Gesamtwertung. Wer die Wertung gewinnt, ist der Fahrer mit der niedrigsten Summe, nicht der mit den meisten Tageserfolgen.

Ein Rekord gehört in diese Zeilen. Fünf Gesamtsiege haben Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar. Pogačar steht seit 2026 in dieser Reihe. In der aktuellen Einschätzung nüchtern betrachtet: Über die 18 WorldTeams und das Zeitfahren einigte sich die Frage nach dem nächsten Sieger auf eine überschaubare Zahl von Namen — und genau diese Verkürzung ist der Grund, warum es sich lohnt, auf Etappen zu setzen, wo Quoten weniger vorhersagbar sind.

Rechtlicher Rahmen

§ 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV verleihen die Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten; § 21 Abs. 5 macht das Sportwettprogramm zur Grenze. Die GGL ist die Aufsichtsbehörde mit Sitz in Halle (Saale). Und § 21 Abs. 1a zieht einen klaren Kreis: Verboten sind Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, auf manipulationsanfällige Ereignisse und auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Nach GGL-Praxis gilt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Auch Sportwetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind unzulässig. Ein nationaler Radveranstalter, der unterhalb der World Tour fährt, fällt damit aus dem erlaubten Angebot heraus.

Ein Schlüssel und ein Vorhängeschloss liegen auf einer Holzbank, im Hintergrund eine verschwommene Altstadtgasse.
Für bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Anbieter mit deutscher Erlaubnis im Vergleich

Die folgende Tabelle ordnet die zehn Anbieter dieser Auswahl nach ihrer Stellung auf der Whitelist. Sie ist kein Ranking und keine Empfehlung; sie hält fest, wann die Erlaubnis erteilt wurde und wer hinter dem Angebot steht.

Anbieter Whitelist-Status und Inhaber der Erlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit
ODDSET Sportwetten-Erlaubnis für ODDSET; Inhaber Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
Tiptorro Sportwetten-Erlaubnis für Tiptorro; Inhaber Torro Tec Limited 30.06.2021
Winamax Sportwetten-Erlaubnis für Winamax; Inhaberin WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021
VBet Sportwetten-Erlaubnis für VBet; Inhaberin SCGO Limited 05.12.2023
Sportingbet Sportwetten-Erlaubnis für Sportingbet; Inhaberin Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betano Sportwetten-Erlaubnis für Betano; Inhaberin Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
NEO.bet Sportwetten-Erlaubnis für NEO.bet; Inhaberin Greenvest Betting Limited 09.10.2020
Betway Sportwetten-Erlaubnis für Betway; Inhaberin Betway Limited 09.03.2021
Bet3000 Sportwetten-Erlaubnis für Bet3000; Inhaberin I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026
Interwetten Sportwetten-Erlaubnis für Interwetten; Inhaberin Interwetten Gaming Limited 02.11.2020

Die Spannweite der Daten ist der eigentliche Befund. Zwischen dem 9. Oktober 2020 und dem 22. April 2026 liegt mehr als fünf Jahre, und dazwischen liegen zwei Vorgänge: die Erstzulassungswelle nach dem GlüStV 2021 und spätere Folgeerlaubnisse. Entscheidend ist etwas anderes: Die Whitelist nennt nur Erteilungsdaten und kein Ablaufdatum. Wer aus dem Alter schließt, ein Eintrag sei bald hinfällig, erfindet eine Regel. Nach § 4c Abs. 1 gilt die erste Erlaubnis fünf Jahre; da die Liste keine Enddaten führt, bleibt für den Leser nur der Abgleich mit dem Datum dieses Artikels.

Was die Tabelle noch zeigt und was nicht: Sie führt jeden Inhaber, der auf der Whitelist für die Domain hinter dem Sportwetten-Angebot steht. Einen Sportwetten-Anbieter ohne Inhaber gibt es nicht. Die Casino- oder Pokererlaubnisse derselben Firmen spielen hier keine Rolle; sie gelten nicht für Sportwetten, sondern für ein anderes Angebot. Nur die Domain, die im Eintrag steht, veranstaltet die Sportwetten, und das ist bei allen zehn die .de-Domain. Allerdings besagt eine .de-Domain nichts, wenn keine Whitelist-Zeile dahintersteht.

Und noch ein Stand, der in diese Reihenfolge gehört. Die Whitelist führt in der Fassung vom 2. Oktober 2026 dreißig Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zugleich für Pferdewetten, und drei Anbieter ausschließlich für Pferdewetten. Zehn davon sind hier aufgeführt. Die zehn sind nicht die gesamte Liste, sondern die Auswahl, die in dieses Feld passt.

Der Weg durch die Saison

Die Tour de France ist der Anker im Radsportkalender. Zwei Punkte haben sich dabei über die Jahre verschoben.

Der erste ist praktisch. Die Rundfahrt besteht meist aus zwanzig Etappen nach dem Grand Départ, und die Jahre nach dem Dopingskandal von 1998 brachten eine Verkürzung der Streckenlänge auf rund 3.500 km. Für einen Wetter heißt das: Die Frequenz, in der ein Markt geöffnet ist, hat sich nicht verändert, aber die Frage, wann die schweren Bergetappen liegen, hängt stärker am Streckenverlauf. Der steht vor dem Start fest.

Der zweite ist die Grundlage der Gesamtwertung: die addierte Zeit. Kein Etappensieg ist mehr wert als ein anderer, und dasselbe gilt für das Feld. Wer die Gesamtwertung richtig einschätzen will, braucht die Summe der Fahrzeiten, nicht die Zahl der Triumphe eines Fahrers. Das klingt nach einer Selbstverständlichkeit; es ist der Grund, warum ein Dauerbrenner auf Rang zwei teurer sein kann als ein Etappensieger auf Rang eins.

Damit bleibt für die Saisonanlage eine schlichte Reihenfolge. Es gibt drei Etappentypen. Jeder verlangt einen anderen Fahrer. Deshalb lohnt sich kein Wettschein für die ganze Rundfahrt über eine einzige Auswahl, sondern nur eine Kombination, die vor dem Grand Départ steht.

Zehn Anbieter im Vergleich

Die zehn Anbieter dieses Vergleichs stehen alle auf der Whitelist der GGL. Was sie unterscheidet, ist ihre Fahrweise am Markt und der Umfang ihrer Zusätze.

Die Entscheidung für einen der Anbieter lässt sich an einer Frage festmachen: Wie oft strickt der Anbieter eine Wette, die nur die halbe Antwort auf ein Rennen ist. Ein Anbieter mit einem Konfigurator für Kombinationen aus verschiedenen Partien gewinnt die, die mehrere Sportarten mischen. Ein Anbieter mit einem auf einzelne Spiele gerichteten Konfigurator verliert sie. Keiner der zehn Anbieter ist in allen Punkten vorn.

Bei den ersten beiden Anbietern der Auswahl zeigt sich das Muster. Wins ist mehr auf Fußball ausgerichtet als andere. Im Rennen um den besten Preis liegt das ein oder andere Terrain brach.

Bei Betano und VBet ist der Unterschied geringer, dafür gibt es einen anderen. Die beiden Anbieter sind in den letzten Jahren auf dem deutschen Markt aufgetreten, und beide werben mit einem eigenen Zugang. Wichtig ist, was ein Angebot praktisch bringt: eine Marge von rund 5 % in einem Zwei-Weg-Markt und die Sorgfalt, vor jeder Wette die Quoten zu prüfen.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Die Reihenfolge folgt der Zulassung, nicht dem Gefallen.

ODDSET: die älteste Erlaubnis im Feld

Hinter ODDSET steht nach Eintrag in der Whitelist die ODDSET Sportwetten GmbH, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 18. November 2020. Der Weg führte über das Regierungspräsidium Darmstadt, das die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb erteilt hat; Aufsicht führt die GGL. Das ist ein vollständiger Weg: Antrag, Behörde, Aufsicht. Es ist auch der Eintrag mit der längsten Frist im Feld, gemessen am Erstdatum. Wer eine Marke sucht, die ihre Erlaubnis nicht erst seit gestern hat, findet sie hier. Wer nach ausführlichen Beschreibungen von Live-Märkten sucht, muss sich an anderer Stelle umsehen.

Tiptorro: der App-Auftritt

Die Torro Tec Limited steht als Anbieterin hinter Tiptorro, mit einer Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Die App wird im App Store von Torro Tec Limited angeboten, die sich dort als unter GGL-Aufsicht stehenden Veranstalter bezeichnet. Das ist die Positionierung: ein Anbieter, der den Zugang über das Telefon denkt. Vieles spricht dafür; ein Fußballfan wird die App schätzen.

Winamax: die Preisbehauptung

Der Whitelist-Eintrag führt die WINAMAX (Société anonyme) mit einer Erlaubnis seit dem 29. Juni 2021. Der Anbieter bewirbt sich im Fußbereich mit „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und stützt das auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April bis 30. August 2025, nach der Winamax in 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Eine Radsportquote ist in dieser Erhebung nicht enthalten. Wer sich vom Versprechen „beste Quoten“ auf eine Etappenwette anziehen lässt, verlängert einen Befund in eine Sportart, für die er nicht erhoben wurde. Die Fußball- und Tennisquoten des Anbieters dürften im oberen Bereich liegen; für die Rundfahrt sagt die Angabe nichts.

VBet: der jüngste reguläre Eintrag

Die SCGO Limited, Sitz im Portomaso in St. Julian’s auf Malta, verzeichnet die GGL mit einer Sportwetten-Erlaubnis für VBet seit dem 5. Dezember 2023. Wer ein Auge auf die Rennkalender der Rundfahrt hat, sollte selbst nachsehen, welche Radsportmärkte das Haus führt.

Sportingbet: der klassische Wettschein mit Zusatz

Sportingbet hat seine Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022; Inhaberin ist die Sportingbet (Deutschland) Limited. Der Anbieter führt im Wettangebot einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten, und zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Das ist eine lange Liste, und ein Detail fehlt darin: der Radsport steht nicht in der Aufzählung. Das ist ein Muster im Feld. Wenn ein Anbieter schon Delikatessen wie Darts und Snooker listet, liegt bei den weniger populären Sportarten mehr Arbeit an der Startlinie.

Betano: der breite Zusatz

Der Whitelist-Eintrag für Betano führt die Betkick Sportsbetting Limited mit einer Erlaubnis seit dem 19. Februar 2021. Die App beschreibt Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Das ist der breiteste Zusatz im Feld, aber er zählt die Sportarten auf, die ihm entsprechen. Für einen Etappenmarkt bringt weder ein Stream noch ein Cash-Out etwas, wenn niemand weiß, ob das Rennen übertragen wird.

NEO.bet: der eingespielte Eintrag

Die Greenvest Betting Limited steht hinter NEO.bet, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Der Anbieter ist damit länger dabei als der eigene Markenname vermuten lässt.

Betway: der Cash-Out im Vordergrund

Betway Limited, Erlaubnis seit dem 9. März 2021, Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Der Anbieter hebt in seiner App einen Cash-Out hervor, bei dem ein grünes Symbol unter „Meine Wetten“ erscheint, den Wert der Wette anzeigt und es erlaubt, den gesamten Betrag oder einen Teil davon auszahlen zu lassen. Dazu kommt ein Konfigurator für Fußballspiele und ein Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien verknüpft. Ob ein solcher Konfigurator den Tourenverlauf abbildet, muss man selbst sehen. Was bleibt: eine junge Tochter mit demselben Sportwettenkalender.

Bet3000: der jüngste Eintrag auf der Liste

Erst seit dem 22. April 2026 führt die Whitelist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta, als Anbieterin von Bet3000. Der Abstand zu den übrigen neun ist der größte im Feld, und er hat eine Konsequenz für den Radsport. Ein Anbieter, der erst seit einem Frühjahr in Deutschland zugelassen ist, hat noch keine einzige Tour de France auf deutschem Markt begleitet. Etappen-Erfahrung ist damit nicht vorhanden. Wer dort eine Wette abschließt, sollte die eigenen Quoten prüfen und nicht auf einen Vergleich mit früheren Jahren setzen.

Interwetten: der stille Eintrag

Die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, steht für Interwetten auf der Whitelist, mit einer Erlaubnis seit dem 2. November 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Interwetten gehört zu den drei Anbietern der Auswahl, deren Erlaubnis noch aus dem Jahr 2020 stammt. Wer nach einem Anbieter sucht, der über Jahre hinweg auf dem deutschen Markt präsent war, findet hier einen.

Die zehn Anbieter im trockenen Vergleich

Zwei Anbieter der Auswahl — Bet3000 und VBet — haben eine Erlaubnis, die nach dem 1. Januar 2023 erteilt wurde. Die übrigen acht stammen aus den Jahren 2020 bis 2022. Ein junger Eintrag ist kein schlechter Eintrag; die Whitelist prüft nicht das Alter, sondern die Erlaubnis. Es ist aber ein Hinweis darauf, wie lange ein Angebot auf dem deutschen Markt schon besteht.

Was eine Wette auf die Rundfahrt praktisch kostet

Der Auszahlungsschlüssel ist eine Kennzahl, die man einmal ausrechnet — 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) ergibt rund 95 % — und dann nie wieder. Bei einem Markt mit zwei gleich hohen Quoten ist die Marge schlicht die Kehrseite: rund 5 %. Bei größeren Feldern sitzt ein Buchmacher nicht in derselben Zahl fest, und dieselbe Rechnung liefert eine andere Marge. Deshalb lohnt es, die Rechnung einmal mit den echten Quoten zu machen, die auf dem Bildschirm stehen.

Eine Zahl noch: Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz minus die Steuer selbst“ (§§ 17, 18 RennwLottG). Umgerechnet sind das rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden (§ 19). Ob und wie er sie weitergibt, entscheidet jeder Anbieter selbst; wer wissen will, wie sein Haus damit umgeht, liest die eigenen Bedingungen. Und die Steuer trifft auch Anbieter ohne Erlaubnis: Eine gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Zulassung.

Einordnung und Auswahl

Für wen also welche der zehn?

ODDSET und Interwetten haben beide eine Erlaubnis seit 2020 und dürften damit zu den Anbietern gehören, die den deutschen Markt über einen längeren Zeitraum kennen. Wer eine Sportwette zum ersten Mal platziert, ist bei Interwetten gut aufgehoben.

Betano, Betway und Sportingbet zeichnen sich durch Zusätze aus, die über ein klassisches Wettangebot hinausgehen. Wer Fußball vor Radsport stellt, findet hier mehr Auswahl als bei den anderen. Für eine Rundfahrt bringen die Zusätze nichts Besonderes.

Winamax, VBet, NEO.bet, Tiptorro und Bet3000 stehen für ein Angebot, das sich nicht über einen bestimmten Zusatz, sondern über den Einstieg in den Markt definiert. Bei Bet3000 ist der kürzeste Zeitraum seit der Zulassung; bei Winamax eine Gruppe, die auf einen Quotenvergleich verweist, der den Radsport nicht enthält.

Wer sich auf die Gesamtwertung setzt, sollte einen Anbieter wählen, der die Zeitrechnung des Rennens ernst nimmt. Wer auf Etappen setzt, braucht ein Angebot, das Tagesmärkte über die ganze Rundfahrt offen hält.

Sportwetten und der Schutz des Spielenden

Ein Verlust ist eine Sache. Wenn er die Kontrolle übernimmt, eine andere. In Deutschland regelt das der GlüStV, und die Regeln greifen bei allen zehn Anbietern der Auswahl, weil alle zehn eine deutsche Erlaubnis tragen. Ein Anbieter ohne Erlaubnis ist mit keinem dieser Systeme verbunden.

Die Grundlagen: Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3). Ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung (§ 6a); vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € spielen lassen, ohne Auszahlungen möglich zu machen. Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 liegt standardmäßig bei 1.000 € je Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Wer mehr einzahlen will, braucht einen Nachweis seiner wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit; eine Selbstauskunft reicht dafür nicht. Eine Herabsetzung wirkt sofort, eine Herabsetzung … nein: Eine Herabsetzung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Paralleles Spielen ist nach § 6h über die Aktivitätsdatei gesperrt.

OASIS ist das bundesweite Sperrsystem (§§ 8, 8a) und wird bei der Registrierung und beim Login abgeglichen. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus.

Wer merkt, dass der Wettschein mehr Raum einnimmt als der Rennkalender, findet Hilfe bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, bei der Beratungsstelle vor Ort und über OASIS. Die Einzelheiten dieser Regelungen stehen im Abschnitt zum rechtlichen Rahmen.

Zahlungen und Konto

Nach § 6b Abs. 4 sind Zahlungen nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut erlaubt; anonyme Zahlungsmittel sind nicht zulässig. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Sportwettenmarkt heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache.

Das Guthaben der Spielenden liegt auf einem Treuhandkonto und ist damit im Insolvenzfall geschützt; bei einer Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen und ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).

Welche Livewetten während einer Etappe zulässig sind

Während eines laufenden Ereignisses darf nach § 21 Abs. 4 nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder auf ähnliche Größen in Sportarten gewettet werden, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist erlaubt, der nächste Satz im Tennis ebenfalls. Der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball sind es nicht. Auf die Tour de France übertragen: Ein Live-Markt auf die nächste Etappe, etwa auf einen Etappensieg, fällt unter das Endergebnis eines Abschnitts und ist damit erlaubt. Ein Live-Markt auf die Punktwertung oder auf den Sieger einer Zwischenwertung ist es nicht.

Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Eine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz je Wette gibt es im deutschen Sportwettenrecht nicht.

Was das für Wetten auf die Rundfahrt bedeutet

Wer auf die Tour de France wetten will, muss zwei Dinge auseinanderhalten. Das eine ist die Erlaubnis des Anbieters. Das andere ist die Sicherheit, dass ein Angebot mit den Regeln vereinbar ist.

Warum die Whitelist der GGL entscheidend ist

§ 9 Abs. 8 GlüStV kennt genau einen Test für eine Erlaubnis: die offizielle Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Kein Siegel, kein Gütesiegel und keine Werbung ersetzt diesen Eintrag. Die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Die Warnung richtet sich an Spielende, nicht an Anbieter, und sie ist der deutlichste Satz, den eine Aufsichtsbehörde zu diesem Thema gesagt hat.

Der Unterschied zwischen einer Erlaubnis und einem Markt

Bei allen zehn Anbietern dieser Auswahl steht die Erlaubnis für Sportwetten im Whitelist-Eintrag. Keiner von ihnen darf damit etwas anbieten, was nicht im Sportwettprogramm der GGL steht. Das schließt Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung aus (§ 21 Abs. 1a). Ein Anbieter mit Erlaubnis kann also nicht mehr anbieten als ein Anbieter ohne; er kann sich nur innerhalb desselben Rahmens bewegen. Das ist ein Nachteil, den man kennen sollte, bevor man sich über fehlende Märkte ärgert.

Was das GlüStV zu Boni sagt

Das GlüStV setzt Sportwettenboni weder fest noch begrenzt sie: Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stammen allein aus den eigenen Bedingungen eines Anbieters. Wer eine Gratiswette, einen Freiwette oder einen Neukundenbonus prüft, liest also nicht das Gesetz, sondern die Teilnahmebedingungen des Hauses.

Was im Ausland gilt

Offshore-Anbieter haben weder eine deutsche Erlaubnis noch eine Verbindung zu OASIS oder LUGAS. Sie fallen nicht unter das GlüStV, und die deutsche Aufsicht erreicht sie nicht. Das Angebot ist damit nicht verboten, aber es ist auch nicht geschützt. Wer dort wettet, hat keinen Weg über eine deutsche Aufsichtsbehörde.

Der Weg über die Whitelist

Die Whitelist ist öffentlich und für jeden zugänglich. Man sucht den Anbieter, prüft den hinterlegten Inhaber und sieht nach, welche Domain unter der Erlaubnis steht. Erst danach setzt man einen Einsatz. Das ist der einzige Test, den § 9 Abs. 8 kennt, und er dauert keine zwei Minuten.

Andere Länder, andere Regeln

Wettanbieter in anderen Ländern unterliegen nicht dem deutschen GlüStV. Ein Anbieter mit Sitz in Malta oder Curaçao hat seinen eigenen Regelrahmen, der mit dem deutschen nichts zu tun hat. Ein Beispiel aus der Rechtsprechung: Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) hielt Generalanwalt Nicholas Emiliou es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten; eine Ausnahme gilt, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist keine Zusage an irgendjemanden, dass Verluste zurückfließen — es ist ein laufendes Verfahren.

Warum sich die Lage von Land zu Land unterscheidet

Der GlüStV 2021 gilt seit dem 1. Juli 2021 und ist ein Bundesstaatsvertrag. Er regelt, was in Deutschland erlaubt ist; außerhalb Deutschlands gilt er nicht. Ein Anbieter, der in Malta zugelassen ist, braucht für Deutschland zusätzlich eine deutsche Erlaubnis. Eine maltesische, curaçaoische oder anjouanische Erlaubnis hat in Deutschland keine Bedeutung.

Was in Deutschland konkret erlaubt ist

§ 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV regeln die Erlaubnis für die Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet; § 28a regelt Aufsicht und Bußgelder. Die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL. § 21 Abs. 1 erlaubt feste Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Vorfälle darin, jeweils als Einzel- oder Kombiwette. § 21 Abs. 4 beschränkt Live-Wetten während eines laufenden Ereignisses; § 21 Abs. 5 verweist auf das Sportwettprogramm. § 21 Abs. 1a schließt Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung aus.

Die Sportwettensteuer

Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, die als Einsatz abzüglich der Steuer selbst bestimmt ist (§§ 17, 18). Vom eingezahlten Betrag beträgt sie rund 5,03 % (5,3 / 105,3). Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden (§ 19). Ob und wie sie weitergegeben wird, entscheidet jeder Anbieter für sich (5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer, rund 5 % des eingezahlten Betrags).

Was unerlaubt ist

Das Veranstalten von Sportwetten ohne deutsche Erlaubnis ist nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Das Recht sieht Strafen vor. Nach § 284 StGB steht auf das Veranstalten eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe, auf die Werbung bis zu einem Jahr. § 285 StGB stellt die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel unter Strafe, mit einer Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder einer Geldstrafe. Ob einzelne Spielende verfolgt werden, ist nicht belegt — weder als Freibrief noch als Drohkulisse geeignet. Die Behörden können Angebote untersagen, Zahlungen sperren und Netzwerksperren verhängen (§ 9).

Häufige Fragen zu Tour-de-France-Wetten

Nur bei Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder stehen. Die Liste ist die einzige Prüfung, die das GlüStV kennt; eine der zehn Domains dieses Vergleichs steht dort mit ihrer Sportwetten-Erlaubnis. Eine .de-Domain allein belegt keine Erlaubnis.

Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France, etwa Gesamtsieg, Etappensieg oder Trikotwertung?

Zulässig sind feste Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon, als Einzel- und Kombiwette. Auf eine Rundfahrt übertragen sind das die Gesamtwertung, der Etappensieg, die Trikotwertungen und der Direktvergleich zweier Fahrer — jeweils nur, soweit das Sportwettprogramm der GGL sie führt.

Wann fand die Tour de France 2026 statt, und lässt sich darauf noch wetten?

Die Rundfahrt lief vom 4. bis 26. Juli 2026, mit Start in Barcelona und Ziel in Paris, über 21 Etappen und 3.245 km. Sie ist beendet, und Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Wetten auf diese Ausgabe sind nicht mehr möglich; die nächste findet 2027 statt.

Welche Livewetten sind während einer laufenden Etappe nach dem Glücksspielvertrag zulässig?

Nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Größe, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Der nächste Satz im Tennis ist erlaubt, der nächste Punkt nicht. Auf einen Etappensieg lässt sich live setzen, auf eine Zwischenwertung nicht.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Gesamtsieg-Wette aus Einsatz und Quote, und was bedeutet die Marge?

Der Rückfluss beträgt Einsatz mal Quote. Bei 100 € auf eine Quote von 1,90 kommen 190 € zurück, also 90 € Gewinn. Die Marge ist die Differenz zwischen dem Einsatz und dem, was ein Markt zurückzahlt: Bei zwei gleich hohen Quoten von 1,90 liegt sie bei rund 5 %.

Wie wird die Sportwettensteuer von 5,3 % bei Radsportwetten berücksichtigt?

Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage — des Einsatzes abzüglich der Steuer selbst — und entspricht rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden. Ob und wie ein Anbieter sie weitergibt, steht in seinen eigenen Bedingungen.

Der Schlusspfiff

Zehn Anbieter, ein Rennen, ein Gesetz. Wer auf die Tour de France setzen will, hat in Deutschland eine überschaubare Wahl. Die Erlaubnis dieser zehn Anbieter ist auf der Whitelist nachzulesen, und keiner von ihnen kann ein Angebot stellen, das über das Sportwettprogramm hinausgeht. Das verengt die Wahl, macht sie aber auch einfach: Erst die Erlaubnis prüfen, dann die Quoten lesen und schließlich die Marge im Auge behalten, die in jeder Quote steckt. Zwischen zwei Anbietern entscheidet nicht der größere Bonus, sondern die Frage, ob das jeweilige Haus einen Markt überhaupt führt. Und ein Grundsatz lässt sich nicht wegrechnen. Bei rund 5 % Marge je Markt ist jede einzelne Wette auf lange Sicht ein Geschäft mit einem kleinen Nachteil — kein Weg zu sicherem Gewinn, sondern ein Preis, den man kennt oder bezahlt. Wer sich dessen bewusst ist und die Regeln kennt, fährt auf der sicheren Seite. Wer die Wahl nach der Zulassung trifft, hat bereits die wichtigere Hälfte entschieden.

Inhalt erstellt vom Team «Bundesliga Wettquoten»