Sportwetten-Apps im Vergleich: zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis
Stand: 30. Oktober 2026; die Angaben zur Whitelist wurden gegen die Übersicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder geprüft.

Eine App lässt sich in vier Minuten installieren und in vier Wochen bereuen. Zwischen dem Symbol auf dem Startbildschirm und dem Konto, aus dem am Ende Geld fließt, liegt eine ganze Kette von Entscheidungen: welche Zahlungswege der Anbieter zulässt, welche Bedingungen an seinem Neukundenangebot hängen, welche Märkte überhaupt erlaubt sind und welchem Aufsichtsregime das Ganze untersteht. Wer nur nach dem höchsten Willkommensbetrag auswählt, entscheidet nach der Zahl mit dem geringsten Informationsgehalt — und zahlt die Differenz später in Umsatz, Mindestquote oder Wartezeit zurück.
Für Deutschland gibt es eine Besonderheit, die fast jede dieser Entscheidungen vorstrukturiert. Ein Sportwettenanbieter darf hier nur tätig werden, wenn er eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder hat und mit seiner Domain auf der offiziellen Whitelist steht. Diese Liste ist keine Empfehlung, sondern eine Prüfliste, und sie ist das Einzige, was ein Anbieter nicht behaupten, sondern nur haben kann. Alle zehn Apps auf dieser Seite gehören Anbietern, die dort stehen — verifiziert ist damit die Zulassung, nicht die Qualität. Der Unterschied zwischen zwei erlaubten Apps ist der Unterschied zwischen zwei Restaurants mit gültiger Konzession: Beide dürfen Gäste bewirten, ob das Essen schmeckt, steht in keiner Genehmigung.
Und dann ist da noch die Sache mit dem Einzahlungslimit. Wer glaubt, in einer App mit größerem Rahmen zu spielen, weil der Anbieter mit großen Zahlen wirbt, irrt; die Grenzen kommen nicht aus dem Marketing, sondern aus dem Glücksspielstaatsvertrag.
Was ein Neukundenangebot wirklich kostet
Zuerst das Unangenehme, weil es über jeder App dieser Liste steht: Ein Wettguthaben ist kein Geschenk, sondern eine Aufgabe mit Belohnung am Ende. Der Anbieter gibt eine Summe, knüpft sie an eine Umsatzbedingung, eine Mindestquote und eine Frist, und erst wenn die Aufgabe erfüllt ist, wird aus Buchgeld auszahlbares Guthaben. Wer das Angebot vorher abbricht, hat nichts verloren außer Zeit — vorausgesetzt, die Einsätze liefen aus dem Bonus und nicht aus der eigenen Einzahlung.

Die Größe des Angebots ist dabei der unwichtigste Teil des Vergleichs. Ein Bonus von 100 € mit einem Umsatzfaktor von 20 bedeutet 2.000 € an Einsätzen, die erst einmal gespielt werden müssen; das ist bei einer Einzelwette von 10 € zweihundert Wetten, und weil nur Wetten ab der Mindestquote voll zählen, sind es faktisch mehr. Der doppelte Betrag zum halben Faktor wäre das großzügigere Angebot — und er stünde in keiner Werbung. Rechnen Sie deshalb beim Vergleich der Bedingungen zuerst: Bonusbetrag mal Umsatzfaktor. Alles andere ist Kosmetik.
Weil die Bedingungen von Anbieter zu Anbieter verschieden sind, nimmt in der folgenden Tabelle jede Zeile den Platz des Feldes ein, das dieser Anbieter selbst festlegt. Grün wird keine Zeile dadurch, am Schärfsten vergleichen lässt sie sich in der Spalte mit der kürzesten Antwort.
| Anbieter | Neukundenangebot | Umsatzfaktor | Mindestquote | Frist |
|---|---|---|---|---|
| Bet3000 | Zahlungsarten und deren Gebühren legt der Anbieter in seinen Bedingungen fest; ein Bonusangebot nennt die GGL-Whitelist nicht. | — | — | — |
| bpremium (Ladbrokes) | Zahlungsarten und deren Gebühren legt der Anbieter in seinen Bedingungen fest; ein Bonusangebot nennt die GGL-Whitelist nicht. | — | — | — |
| VBet | Zahlungsarten und deren Gebühren legt der Anbieter in seinen Bedingungen fest; ein Bonusangebot nennt die GGL-Whitelist nicht. | — | — | — |
| DAZN Bet | Für Neukunden ist kein Wettguthaben beschrieben. | — | — | — |
| 888sport | Zahlungsarten und deren Gebühren legt der Anbieter in seinen Bedingungen fest; ein Bonusangebot nennt die GGL-Whitelist nicht. | — | — | — |
| bwin | Kombi-Boost und Quoten-Boost sind beschrieben, ein Neukunden-Wettguthaben nicht. | — | — | — |
| Tipico | Für Neukunden ist kein Wettguthaben beschrieben. | — | — | — |
| MERKUR BETS | Für Neukunden ist kein Wettguthaben beschrieben. | — | — | — |
| Sportingbet | Die Erlaubnisse sind datiert (Sportwetten seit dem 21.12.2022), ein Bonusangebot ist nicht beschrieben. | — | — | — |
| NEO.bet | Für Neukunden ist kein Wettguthaben beschrieben. | — | — | — |
Dass vier Spalten so leer bleiben, ist selbst ein Befund: Der deutsche Markt ist bei Neukundenangeboten derzeit still, und die Apps unterscheiden sich in anderen Dingen. Genau deshalb steht in dieser Liste kein Bonuswert als Kaufargument. Wer heute eine App auswählt, wählt Bedienung, Zahlungswege und Marktumfang — nicht die Willkommensprämie.
Das ist die eigentliche Lehre aus einem Markt, in dem die Aufsicht Werbung streng regelt: Der Anbieter darf nur werben, wenn er eine Erlaubnis hat, und er darf nicht mehr nach Einsatz, Einzahlung oder Umsatz vergütet werden. Ein Anbieter, der ein Neukundenangebot hat, wird es deshalb über seine eigenen Bedingungen zeigen und nicht über einen Slogan in einem Vergleichstext. Wo eine Zahl auftaucht, prüfen Sie sie in den Geschäftsbedingungen des Anbieters gegen den Betrag neben dem Angebot — und dann gegen den Umsatzfaktor.
Touchscreen statt Schreibtisch: was die Hand wirklich merkt
Wer eine Wett-App bewertet, bewertet zwei Dinge auf einmal: das Angebot und das Gerät. Auf dem Smartphone entscheidet nicht die Zahl der Märkte — die ist auf jedem Bildschirm gleich unsichtbar —, sondern wie viele Tipps man braucht, bis der Wettschein steht. Ein Wettschein, der den Einsatz nach drei Kürzeln kennt, ist mehr wert als eine Datenbank mit 40.000 Märkten, die man erst finden muss.

Funktionen, die vor allem auf dem Touchscreen zählen: Cash Out, Live-Wetten, Live-Streams, Statistiken und der Weg zurück zum Konto. Diese vier Punkte sind der ganze Funktionsumfang des deutschen Live-Wettens, denn mehr erlaubt der Glücksspielstaatsvertrag während des laufenden Geschehens nicht. Cash Out ist dabei der am häufigsten beworbene und am schlechtesten verstandene Punkt: Ein Cash Out ist ein zweiter Wettvertrag, kein Rückgängig-Machen, und der Preis des Ausstiegs steht in der Regel nicht neben dem Knopf.
Und schließlich die Nebensachen, an denen eine App praktisch scheitert: der Umgang mit dem Hintergrund, das Verhalten bei Netzverlust, die Frage, ob der Wettschein einen Anruf überlebt.
Der Unterschied zwischen installierter App und Browser-Version ist gerade an diesen Stellen größer als das Marketing suggeriert. Push-Mitteilungen, Face ID beim Anmelden und die Nutzung des im Gerät gespeicherten Kartenwallets gehören zur App; beim Aufruf im Browser fehlen sie, dafür funktioniert die Seite ohne Update. Ob eine App überhaupt angeboten wird, ist eine zweite Frage: Die Winamax-App steht für iOS im Apple App Store und für Android bei Google Play zur Verfügung, und wer kein kompatibles Gerät hat, spielt im Browser — bei jedem Anbieter, dessen Whitelist-Eintrag eine Domain trägt.
Die Beispiele aus den App-Beschreibungen zeigen, wie sich die Apps positionieren. Tipico nennt in seiner Store-Beschreibung „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Bei bwin stehen Cashout in manueller und automatischer Form, Live-Streams, Live-Statistiken sowie Kombi- und Quoten-Boost. Betano beschreibt einen Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. MERKUR BETS dagegen nennt mehr als 70 Sportarten und über 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten, während Tipwin Videoübertragung ausgewählter Ereignisse und Live-Statistiken aufführt.
Dass die Apps sich in der Beschreibung so ähnlich lesen, hat einen Grund: Live-Wetten, Cash Out und Streams sind inzwischen Grundausstattung. Der Unterschied liegt danach, wie verlässlich diese Funktionen im letzten Drittel eines Fußballspiels noch laufen — und das steht in keiner Store-Beschreibung.
Touchscreen im Alltag: der Vergleich der zehn Apps
Ein Vergleich, der zehn Apps in eine Rangfolge bringt, muss zuerst sagen, nach welchem Maßstab. Dieser hier gewichtet vier Dinge: die Zulassung und deren Nachweisbarkeit auf der Whitelist, den Funktionsumfang der App laut ihrer eigenen Beschreibung, die Zahlungswege, soweit der Anbieter sie selbst nennt, und die Bedingungen des Neukundenangebots. Bedienung ist dabei die einzige Kategorie, die sich nicht aus Papier beurteilen lässt — dafür braucht es einen Test auf dem eigenen Gerät, fünf Minuten nach dem Download.
Auf der harten Seite steht nur eine Zahl, die für alle gilt. Die Zulassung jeder hier geführten App ist überprüfbar, indem man die Domain des Anbieters in der Whitelist der GGL sucht; steht sie nicht dort, ist das Angebot in Deutschland unerlaubt, und Ausreden helfen weder dem Nutzer noch ein noch so schönes Icon.
Der Vergleich nach Maßstab fällt in zwei Gruppen. Die erste Gruppe sind Anbieter, die vor allem über Funktionsumfang argumentieren: Betano mit Bet Builder und umfangreichem Live-Streaming, Tipwin mit Videoübertragung ohne Nennung eines Mindestguthabens, MERKUR BETS mit einem sehr breiten Sportangebot, bwin mit Kombi- und Quoten-Boost, bet365 mit einem Konfigurator, der beliebte Wettmöglichkeiten ausgewählter Veranstaltungen in einer Wette kombiniert und laut Beschreibung jährlich Hunderttausende Veranstaltungen im Livestream überträgt. Die zweite Gruppe argumentiert über Markenbekanntheit und Detailpflege: Tipico, 888sport, Interwetten, sportwetten. Beide Gruppen enthalten ausschließlich erlaubte Anbieter, der Unterschied liegt in der Erzählung, nicht im Status.
Eine zweite Grobeinteilung ergibt sich aus dem Alter der Erlaubnis. Anbieter, deren Erlaubnis bis 2020 oder 2021 zurückreicht, haben mehrere Regulierungsrunden miterlebt und mehrere Produktwechsel überstanden; Anbieter mit jüngerer Erlaubnis sind häufig mit einem moderneren Interface gestartet. Das ist ein Hinweis auf Reife, kein Qualitätsurteil; ein alter Kunde weiß heute nicht mehr über den Cashout-Knopf als ein neuer.
Was in dieser Ranggruppe fehlt, ist die langweiligste und wichtigste Kategorie: der Supportfall. Ob eine Auszahlung hakt, merkt man an einer Stelle, und wer einmal eine Woche auf sein Geld gewartet hat, sortiert seine Liste neu.
Die folgende Übersicht ordnet die zehn Anbieter nach dem Kriterium, das für eine App am wenigsten verhandelbar ist: der Erlaubnis. Die beiden Datumsspalten stammen aus der Whitelist beziehungsweise aus den Angaben des jeweiligen Anbieters.
| Anbieter | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit | App-Plattformen |
|---|---|---|---|
| Bet3000 | Whitelist: Sportwetten, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 | keine Angabe |
| bpremium | Whitelist: Sportwetten, Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 | keine Angabe |
| VBet | Whitelist: Sportwetten, Inhaber SCGO Limited | 05.12.2023 | keine Angabe |
| DAZN Bet | Whitelist: Sportwetten, Inhaber DZBT Operations Limited | 22.08.2023 | iPhone; Entwickler IBID Malta Limited |
| 888sport | Whitelist: Sportwetten, Inhaber 888 Germany Limited | 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022 | keine Angabe |
| bwin | Whitelist: Sportwetten, Inhaber bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 23.12.2022 | iOS; Entwickler bwin.party entertainment Limited |
| Tipico | Whitelist: Sportwetten, Inhaber Tipico Co. Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022 | iOS; Entwickler Tipico B2B Ltd |
| MERKUR BETS | Whitelist: Sportwetten, Inhaber Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 | Android und iOS |
| Sportingbet | Whitelist: Sportwetten, Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 | keine Angabe |
| NEO.bet | Whitelist: Sportwetten, Inhaber Greenvest Betting Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022 | iOS; Anbieter Greenvest Betting Limited |
Die Whitelist nennt zu jeder Domain ein Erstdatum und keine Ende. Das ist für den Nutzer keine Lücke, sondern die richtige Konstruktion: Eine Erlaubnis ist gültig, solange sie gilt, und eine Liste mit Ablaufdaten wäre tagesaktuell veraltet. Der Blick in die Liste sollte also nicht die Frage beantworten, wann eine Erlaubnis ausläuft, sondern ob der Anbieter, bei dem man gerade ist, dort überhaupt steht.
Auffällig ist, wie jung manche Erlaubnisse sind und wie alt andere wirken. Vier der zehn Anbieter haben ihre Erlaubnis im Herbst 2020 erhalten, dem ersten Monat nach Inkrafttreten des neuen Staatsvertrags — eine Generation von Anbietern, die seither dieselben Regeln in jedem Quartalsbericht wiederfindet. Bet3000 ist mit einer Erlaubnis aus dem April 2026 das jüngste Mitglied dieser Gruppe; wer dort ein Konto anlegt, spielt bei einem Anbieter, dessen deutsche Zulassung noch keine zwölf Monate alt ist. Die Whitelist selbst führt nur Erlaubnisse für .de-Domains, doch eine .de-Adresse allein beweist nichts — entscheidend ist der Eintrag, nicht die Endung.
Was eine Wett-App überhaupt darf, und was jede leisten muss
Eine App ist nur die Oberfläche. Was dahinter geregelt ist, entscheidet darüber, welche Knöpfe es überhaupt geben darf, und diese Regeln sind für alle zehn Anbieter dieselben.
Ein Blick zuerst auf das Grundgerüst einer Wette. Erlaubt sind feste Quoten auf den Ausgang einer Veranstaltung oder eines Abschnitts sowie auf Ereignisse innerhalb des Geschehens, als Einzel- oder Kombinationswette; welche Wettarten zugelassen sind, steht im Sportwettprogramm der Aufsicht. Kombiniert man mehrere Auswahlen, multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Positionen zu einem Gesamtpreis — aus zwei Quoten von 2,00 und 1,50 wird 3,00, aus denen wiederum ein Rundungsproblem wird, wenn die App anzeigt, was sie anzeigt.
Interessant wird das bei den Live-Wetten, weil hier die Erlaubnis eng und die Beschreibung weit ist. Während einer laufenden Veranstaltung darf nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche, seltene Zäsur gewettet werden. Nächstes Tor im Fußball ist erlaubt, nächster Satz im Tennis ebenfalls; der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball sind es nicht. Ein Anbieter, der in seiner Store-Beschreibung „Live-Wetten“ verspricht, meint also genau diesen Ausschnitt und nicht das Live-Portfolio eines internationalen Buchmachers.
Nicht erlaubt sind Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen — im Fußball zählt unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich —, manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind ebenfalls nicht zulässig. E-Sport ist in Deutschland kein zugelassener Wettgegenstand, weil die Aufsicht ihn nicht als Sport anerkennt. Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung; ein Cash Out umgeht diese Logik nicht, sondern ist ein eigener Vertrag zu einem Preis, den der Anbieter stellt.
Auch die Steuer sitzt in jedem Wettschein, nur nicht als Zeile. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf eine Bemessungsgrundlage, die der gezahlte Einsatz abzüglich der Steuer selbst ist — umgerechnet rund 5,03 % des tatsächlich eingezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende. Ob und wie ein Anbieter sie weitergibt, steht in dessen eigenen Bedingungen und nirgends sonst.
Und weil immer wieder danach gefragt wird: Ein gesetzliches Höchstlimit pro Wette gibt es im deutschen Sportwettenrecht nicht. Ein Verlustdeckel à la Casino-Verordnung ist hier nicht vorgesehen. Was es gibt, ist die Grenze für Einzahlungen und die Sperre für das Spielen — beides keine Optionen, sondern Bedingungen.
Seriös heißt: der Eintrag in der Whitelist
Die Frage nach der seriösen Sportwetten-App stellt sich in Deutschland anders als in fast jedem anderen Markt, weil es auf sie eine amtliche Antwort gibt. Seriös ist ein Anbieter mit Erlaubnis; ob er eine hat, steht in der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.
Der Rechtsrahmen ist der Glücksspielstaatsvertrag 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, mit der GGL mit Sitz in Halle (Saale) als Aufsichtsbehörde. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet und überwacht deren Einhaltung; Bußgelder sind ihre Sache, die Steuer die des Finanzamts. Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige belastbare Nachweis einer Erlaubnis, und ihr Stand vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei reine Pferdewetten-Inhaber. Wer bei einem Anbieter außerhalb dieser Liste einzahlt, spielt ohne Aufsicht.
Die erste Erlaubnis läuft fünf Jahre; die Whitelist verzeichnet nur das Erstdatum und kein Ende. Der praktische Umgang mit der Liste ist deshalb einfach: Adresse des Anbieters suchen, Eintrag lesen. Steht dort ein Sportwetten-Eintrag, darf dieser Anbieter unter dieser Domain Sportwetten anbieten — und nur dieser Eintrag zählt, denn Slot-, Poker- oder Casinolizenzen desselben Inhabers sind andere Erlaubnisse mit anderen Regeln.
Warum das nicht als Formalie abgetan werden sollte, zeigt der Ton der Aufsicht. Die GGL warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“. Hinter solchen Hinweisen steht mehr als Marketing: Ohne deutsche Erlaubnis fehlen der OASIS-Abgleich, die Limitdatei und der deutsche Rechtsweg, während die Sportwettensteuer trotzdem anfällt — gezahlte Steuer ist ausdrücklich kein Nachweis einer Erlaubnis.
Der rechtliche Druck auf Anbieter ohne Erlaubnis wächst dabei in eine Richtung, die für Spielende interessant ist. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, mit einer Ausnahme: Behörden haben zugesichert, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.
Ein Rückzahlungsanspruch ist damit aber kein Versprechen. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage liegt nun beim Europäischen Gerichtshof; wer auf ein solches Verfahren setzt, setzt auf Jahre. Auf der sicheren Seite steht, wer die Erlaubnis vorher prüft — der Weg zur Rückforderung eines Verlusts ist kein Ersatz für die Zulassung.
Ein zweiter Bereich, in dem das Gesetz strenger ist als die landläufige Annahme, ist die Werbung. Nur Inhaber einer Erlaubnis dürfen überhaupt werben. Ein Werbeverbot zwischen 6 und 21 Uhr gilt für Spielautomaten, Online-Poker und Online-Casino — nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gilt anderes: keine Werbung für Wetten auf eine Veranstaltung unmittelbar vor oder während ihrer Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären und keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.
Was das für die App-Auswahl bedeutet: Werbung ist in diesem Markt kein Hinweis auf die Größe eines Anbieters, weil jeder erlaubte Anbieter werben darf und ein unerlaubter es nicht öffentlich tun sollte. Aussagekräftiger ist, was ein Anbieter überhaupt anbieten darf.
Angeboten werden dürfen feste Quoten auf den Ausgang einer Veranstaltung oder eines Abschnitts und auf Ereignisse darin, als Einzel- oder Kombinationswette. Während einer laufenden Veranstaltung ist nur auf das Endergebnis oder auf seltene Zäsuren wie das nächste Tor oder den nächsten Satz zu wetten. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind gesperrt; gesellschaftliche und politische Ereignisse sind es ebenfalls, und E-Sport ist in Deutschland kein zugelassener Wettgegenstand. Wer eine Quoten-App mit einem Live-Basketball-Markt für den nächsten Korb findet, findet keinen erlaubten Anbieter.
Spielerschutz: die Grenzen, die sich nicht ausschalten lassen
Die Regeln des Spielerschutzes stehen nicht in den Bedingungen eines Anbieters, sondern im Gesetz, und sie gelten in jeder App eines erlaubten Anbieters. Wer die App wechselt, wechselt nicht das Schutzregime.
An der Tür steht das Alter: Die Teilnahme ist ab 18 Jahren zulässig. Danach kommt die Identität. Pro Anbieter ist ein Konto vorgesehen, und es muss vollständig verifiziert werden; vor abgeschlossener Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel ermöglichen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Wer in dieser Frist nicht verifiziert ist, spielt weiter ohne Auszahlungsmöglichkeit — ein Detail, das in keinem Store-Text steht und jeden zweiten Supportfall erklärt.
Das Einzahlungslimit liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für eine einzelne Person ein höheres Limit setzen — bis 10.000 €, und zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler —, aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit; eine Selbstauskunft genügt nicht. Herabsetzen wirkt sofort, Erhöhen erst nach sieben Tagen. Was praktisch heißt: Wer sein Limit senkt, spielt morgen mit dem niedrigeren Wert; wer es erhöht, hat eine Woche Bedenkzeit, die er nicht wegklicken kann.
Parallelspielen ist gesperrt, und die Aktivitätsdatei sorgt dafür, dass ein laufender Wettschein bei einem zweiten Anbieter nicht auf einen zweiten Wettschein mit derselben Auswahl trifft. Für die Selbstsperre gilt das bundesweite Sperrsystem OASIS, abgefragt bei Registrierung und bei jedem Login. Wer sich mit einer selbst gewählten Frist sperrt, bleibt mindestens drei Monate gesperrt; ohne Frist mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst sofort eine 24-stündige Sperre aus.
Für den Notfall gilt eine Regel, die ich für die wichtigste auf dieser Seite halte: Spielerguthaben liegen auf einem treuhänderisch geführten, insolvenzgeschützten Konto, und bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Das ist der Unterschied zwischen einem Anbieter, bei dem ein Insolvenzverfahren die Einzahlung frisst, und einem, bei dem sie zurückkommt.
Was in keinem deutschen Schutznetz hängt, sind Anbieter ohne Erlaubnis. Sie sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen, und was auf einem Server in Curaçao, Anjouan oder auch Malta gilt, hat in Deutschland keine Bedeutung. Der Preis der Offshore-Variante ist keine Frage der Moral, sondern der Mechanik: kein gemeinsames Limit, keine Selbstsperre, die überall zieht, kein deutscher Rechtsweg — dafür höhere Limits und weniger Verifizierung. Das ist eine Wahl, und sie hat zwei Seiten.
Für Zahlungen gilt: Ein- und Auszahlungen sind nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut möglich. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen — genau der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Sportwettenmarkt heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Entscheidung und steht nur in seinen Bedingungen. Wer prüfen will, ob PayPal dabei ist, findet die Antwort dort und nicht in einer Übersicht.
Wer sich in einer App nicht mehr sicher fühlt, findet Hilfe bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter der Nummer 0800 1 37 27 00; sie ist kostenlos und anonym. Rat und Hilfe gibt es auch bei der Landeskoordinierungsstelle Glücksspielsucht in Nordrhein-Westfalen. Ob Sie wetten oder ob Sie aufhören, ist eine Entscheidung; uninformiert bleibt sie es nicht.
Die zehn Apps im Einzelnen
Die folgenden zehn Anbieter stehen mit ihrer Sportwetten-Domain auf der Whitelist der GGL. Was in den einzelnen Porträts steht, stammt aus den Angaben der Anbieter selbst, aus ihren Store-Beschreibungen und aus den Einträgen der Liste.
Bet3000 – Erlaubnis aus dem Frühjahr 2026, sonst ein unbeschriebenes Blatt
Merken Sie sich bei Bet3000 vor allem eine Zeile der Whitelist: Die Erlaubnis für die Sportwetten unter dieser Domain ist dort mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet, als Veranstalter führt die Liste die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema auf Malta. Bet3000 ist damit in Deutschland der jüngste Anbieter dieser Gruppe — eine Zulassung, die seit weniger als einem Jahr besteht, ist selten ein Zufall.
Zum Produkt selbst lässt sich wenig sagen, weil die zugänglichen Beschreibungen schmal sind: kein Bonusangebot, keine genannten App-Funktionen, keine Zahlungsliste. Für einen Nutzer ist das keine Katastrophe, aber es verändert die Reihenfolge im Test: Wer Bet3000 ausprobiert, prüft zuerst die Grundfunktionen und die Auszahlungsgeschwindigkeit, weil es nichts gibt, woran er sich sonst halten könnte.
Wer auf eine erlaubte, aber bewusst stille Präsenz keinen Wert legt, findet hier eine saubere Zulassung ohne laute Versprechen. Genau das ist für einen vorsichtigen Spieler ein Argument: Es gibt weniger Marketing, gegen das man sich wehren muss.
bpremium – Ladbrokes-Technik unter neuem Namen
Hinter bpremium steht die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Gzira auf Malta, geführt unter der Registernummer C92799; der Eintrag im deutschen Teil der Whitelist reicht mit einem Erstdatum vom 9. Oktober 2020 weiter zurück als der der meisten hier gelisteten Anbieter, eine Folgeerlaubnis datiert vom 21. Dezember 2022.
Der Name ist neu, die Maschinerie dahinter ist alt. Wer schon einmal auf einem Ladbrokes-Derivat gewettet hat, findet die vertraute Logik wieder: solide Grundfunktionen, ein Wettschein, der ohne Umwege funktioniert, und eine Preisgestaltung, die nicht durch eine Werbeaktion erklärt werden muss.
Für Kundinnen und Kunden, die ein Produkt ohne Lernkurve suchen und auf einen globalen Konzern als Rückhalt Wert legen, ist bpremium die unauffälligste Wahl in dieser Liste. Ein Wettschein, der seit Jahren derselbe ist, hat einen eigenen Wert.
VBet – eine Erlaubnis von Ende 2023 und ein internationaler Hintergrund
Die SCGO Limited mit Sitz im Portomaso-Gebäude in St. Julian’s auf Malta veranstaltet die Sportwetten unter VBet; die GGL verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für diese Domain seit dem 5. Dezember 2023. Das ist spät im Vergleich zum Herbst 2020, also in der zweiten Welle der Zulassungen.
Das Profil ist das eines Anbieters, der mit internationaler Erfahrung in einen streng regulierten Markt kommt. Die App-Beschreibungen nennen kein Bonusangebot; was übrig bleibt, ist ein technisch moderner Auftritt ohne auffälliges Zusatzversprechen.
Wer eine App mit klarer rechtlicher Grundlage und ohne Marketinggeräusch sucht, findet hier eine unaufgeregte Option. Ein Bonuskonto würde ich dort nicht erwarten — die Aufmerksamkeit liegt offenbar auf den Märkten.
DAZN Bet – die Sportrechte-Marke mit Wettangebot
DAZN Bet verbindet den Namen einer Streaming-Plattform mit einem Wettangebot. Im App Store ist IBID Malta Limited als Entwickler eingetragen, für den deutschen Markt wird die DZBT Operations Limited als Betreiber genannt; die Whitelist führt die Sportwetten-Erlaubnis mit Erstdatum vom 22. August 2023 unter der DZBT Operations Limited.
Die App-Beschreibung ist bemerkenswert schlicht und nennt genau zwei Funktionen: Live-Wetten und Cash Out direkt im Wettschein. Das ist der kleinste Funktionsumfang in dieser Liste und zugleich ein ehrlicher: Wer DAZN Bet öffnet, bekommt eine Wette und einen Ausstieg, und mehr wird nicht versprochen.
Wer ohnehin im Sportsystem dieser Marke zu Hause ist, findet hier die logische Erweiterung; wer ein Bouquet aus Bet Builder und Streams erwartet, wird enttäuscht. Der Name verkauft mehr Sport, als die App selbst anbietet.
888sport – die Börsennotierung als Pfand für Transparenz
Hinter 888sport steht die 888 Germany Limited, deren Erlaubnis mit dem 30. Juni 2021 beginnt und mit einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022 fortgeschrieben ist. Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert.
Das ist der einzige Anbieter in dieser Liste, für den sich ein börsennotierter Mutterkonzern benennen lässt. Ein Börsenprospekt ist kein Gütesiegel für eine Wette, aber er erzeugt eine andere Art von Rechenschaft: Zahlen, die veröffentlicht werden müssen, haben eine andere Herkunft als Slogans.
Wer die Konzernstruktur einer App als Teil der Entscheidung liest, ist hier richtig. Eine Delegation der Verantwortung an die Marke ersetzt die Prüfung im Einzelfall.
bwin – der Name mit der längsten Markenhistorie
Die bwin (Deutschland) Limited hält die Erlaubnis für diese Domain; sie datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis stammt vom 23. Dezember 2022. Im App Store wird die Sportwetten-App von der bwin.party entertainment Limited angeboten.
Die Funktionsliste der App ist lang und deckt die drei Bereiche ab, die im Live-Wetten möglich sind: Cashout in manueller und automatischer Form, Live-Streams, Live-Statistiken sowie Kombi- und Quoten-Boost. Damit gehört bwin zur Gruppe der Anbieter mit vollem Funktionsumfang — und liefert zugleich den Beleg, dass „Cashout“ in diesem Markt heute Grundausstattung ist und kein Alleinstellungsmerkmal.
Wen die Marke überzeugt, findet hier ein Produkt, das in vielen Märkten erprobt ist. Die Bekanntheit des Namens ist ein Erbe, kein Bonusprogramm.
Tipico – 2020 lizenziert, seitdem in jedem zweiten Werbeblock
Der Veranstalter hinter Tipico heißt Tipico Co. Limited, die Erlaubnis ist mit dem 9. Oktober 2020 verzeichnet, eine Folgeerlaubnis mit dem 9. Dezember 2022. In der App-Store-Beschreibung wird die App von Tipico B2B Ltd angeboten und nennt „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein sowie Live-Wetten auch während des Fußballspiels.
Tipico ist der Anbieter mit der längsten gemeinsamen Geschichte mit dem deutschen Regulierungsrahmen: vom Start der Zulassungen im Oktober 2020 bis heute hat die Marke jede Regelverschärfung in voller Sichtbarkeit miterlebt. Das erklärt den Aufbau der App: keine Exotik, ein Wettschein, der vor allem eins können muss — einen Betrag annehmen und eine Quote liefern.
Wer die Abkürzung zur Wette sucht, findet sie hier, und wer ein außergewöhnliches Feature erwartet, wird es nicht finden. Werbirgends eine Marke, die viel über Erlaubnisse spricht und dabei die App selbst verkauft.
MERKUR BETS – der Breitensport-Anbieter mit dem gelben Cashout-Knopf
Die Merkur Bets Malta Limited hält die Erlaubnis für MERKUR BETS mit Erstdatum vom 6. November 2023. Die App ist für Android und iOS kostenlos, nennt über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten — die breiteste Sportabdeckung in dieser Liste —, und sie enthält in derselben Installation auch MERKUR SLOTS.
Der Cashout funktioniert dort nach Abgabe der Wette jederzeit, in der App unter „Meine Wetten“ über den gelben Cashout-Button. Aber Vorsicht bei der Erwartung, die dieser Knopf weckt: Der Betrag wird erst ausgezahlt, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind. Der Ausstieg ist also ein Knopf, der den Preis fixiert — nicht einer, der das Geld bringt.
Für Spieler, die ihre Wette breit streuen und viele Sportarten abdecken wollen, ist das Angebot das umfangreichste in dieser Liste. Ein Konzern, der aus der Automatenspiel-Welt kommt, bringt diese Herkunft mit — nicht im Wettschein, aber im Zusatzangebot auf demselben Gerät.
Sportingbet – zwei Erlaubnisse, drei Jahre Praxis
Die Sportingbet (Deutschland) Ltd nennt in ihrem Impressum die behördliche Erlaubnis zum Veranstalten von Sportwetten vom 21.12.2022 und eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele vom 15.11.2022, beide unter Aufsicht der GGL. In der Whitelist ist die Sportwetten-Erlaubnis mit dem 9. Oktober 2020 als Erstdatum und einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022 verzeichnet.
Sportingbet ist damit einer jener Anbieter, die Sportwetten und virtuelles Automatenspiel unter dem Dach desselben Unternehmens betreiben — mit zwei getrennten Erlaubnissen und, was oft übersehen wird, zwei verschiedenen Regelwerken. Wer das Spielangebot nutzt, sollte wissen, dass die Sportwetten-Erlaubnis für das Sportangebot gilt und nicht für das Automatenspiel.
Wem es wichtig ist, in einer Landschaft zu bleiben, in der alle Erlaubnisse sauber getrennt sind, findet hier eine transparente Struktur. Ein Anbieter mit zwei Rechtsräumen ist kein Anbieter mit zwei Qualitätsstufen.
NEO.bet – Erlaubnis von 2020, Teil-Cashout im Wettschein
Bei NEO.bet fällt die Whitelist-Zeile auf: Die Sportwetten-Erlaubnis ist unter der Greenvest Betting Limited mit Erstdatum vom 9. Oktober 2020 verzeichnet, mit einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Die Greenvest Betting Limited tritt im App Store zugleich als Anbieter der App auf, die sich selbst als lizenzierter Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz beschreibt.
Die App-Funktionen umfassen Live-Quoten, Live-Wetten sowie Cashout und Teil-Cashout. Der Teil-Cashout ist die interessantere Funktion, weil sie in deutschen Sportwetten-Apps selten ist: einen Teil des Scheins aussteigen lassen und den Rest laufen lassen. Für Spieler, die einen langen Kombischein nur zur Hälfte abgeben wollen, ist das der praktischste Unterschied in dieser Liste.
Wer das Erstdatum 2020 mit dem Anbieternamen abgleicht, stellt fest, dass NEO.bet kein Neuankömmling ist, sondern ein umbenanntes erfahrenes Haus. Lizenz von 2020, junger Markenname — es gibt schlechtere Kombinationen.
bet365 – wer am meisten überträgt, hat noch nichts gewonnen
Die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex auf Malta ist der Anbieter, den die Whitelist für die Sportwetten unter bet365.de führt; der Stand der Liste ist der 2. Oktober 2026. Im App Store wird die App „bet365 – Sportwetten“ vom Entwickler Hillside Technology Limited angeboten.
Der Funktionsumfang ist der schwerste in dieser Liste: Laut Beschreibung überträgt bet365 jedes Jahr Hunderttausende Veranstaltungen per Livestream, und der „Wetten-Konfigurator+“ kombiniert beliebte Wettmöglichkeiten ausgewählter Veranstaltungen zu einer Wette. Als Zahlungsmethoden nennt die Beschreibung unter anderem Debitkarte, PayPal und paysafecard — die konkreteste Zahlungsliste, die eine App-Beschreibung in dieser Gruppe preisgibt.
Wer Live-Ereignisse sehen und dabei kombinieren will, findet hier das umfangreichste Angebot. Der Konfigurator ist ein Assistent, keine Gewinnmaschine; er baut die Wette, nicht die Rentabilität. Danach gilt dieselbe Rechnung wie überall.
Häufig gestellte Fragen
Welche Kriterien entscheiden wirklich, welche Sportwetten-App die beste für mich ist?
Der Whitelist-Eintrag steht an erster Stelle, danach kommen Bedienung auf dem eigenen Gerät, Zahlungswege und erst am Ende die Bedingungen des Neukundenangebots. Quoten allein sagen wenig, weil der Unterschied zwischen zwei erlaubten Anbietern in der Regel kleiner ist als der Unterschied zwischen zwei Spielern derselben Wette. Reihenfolge: Zulassung, Funktion, Zahlung, Bonus.
Woran erkenne ich, dass ich die offizielle App eines erlaubten Anbieters geladen habe?
Der Weg führt über den Store und den Namen des Entwicklers, der dort eingetragen ist; er sollte zum Unternehmen hinter dem Whitelist-Eintrag passen. Danach lässt sich die Domain des Anbieters in der Whitelist suchen. Ein Angebot ohne Eintrag bleibt unerlaubt, egal wie professionell die App aussieht.
Wie prüfe ich den Whitelist-Status eines Anbieters in fünf Minuten?
Auf der Seite der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Liste der erlaubten Anbieter öffnen und nach der Domain des Anbieters suchen. Dort stehen Erlaubnisart, Name des Inhabers und das Erstdatum; Sportwetten und Pferdewetten sind getrennt ausgewiesen. Fehlt der Eintrag, ist die Sache entschieden.
Welche Zahlungswege sind in erlaubten Wett-Apps möglich, und was gilt für das Konto?
Ein- und Auszahlungen laufen nur über ein Konto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut; anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Zu den konkret genannten Wegen gehören bei Betano Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung und Kreditkarten, bei bet365 unter anderem Debitkarte, PayPal und paysafecard.
Wie wirken sich Umsatzbedingungen und Mindestquote auf mein Wettguthaben aus?
Das Guthaben ist erst nach vollständigem Umsatz auszahlbar, und nur Einsätze ab der Mindestquote zählen vollständig. Bei 100 € Bonus und einem Umsatzfaktor von 20 sind 2.000 € zu spielen, die bei 10 € Einsatz zweihundert Wetten bedeuten. Vor Ablauf der Frist bleibt der Bonus Buchgeld.
Gelten das Einzahlungslimit von 1.000 € und die OASIS-Sperre auch in einer App?
Ja. Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt anbieterübergreifend und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt; OASIS wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt, und eine selbst gewählte Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, ohne Frist mindestens ein Jahr. Beides folgt aus dem Gesetz, nicht aus dem Anbieter.
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Inhalt erstellt vom Team «Bundesliga Wettquoten»
