Regionalliga-Quoten gibt es nur außerhalb der deutschen Erlaubnis
Stand: 30. Oktober 2026 — Lizenzangaben geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Übersicht erlaubter Anbieter.
Wer in Deutschland nach Quoten für ein Regionalliga-Spiel sucht, findet zwei Dinge: keine bei den Anbietern, die eine deutsche Erlaubnis haben — und eine ganze Reihe von Seiten, die trotzdem welche anzeigen. Genau dieser Widerspruch ist der eigentliche Inhalt der Frage. Denn die Regionalliga ist die vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball, sie gliedert sich in fünf eingleisige Staffeln — Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern —, und in jeder davon spielen je Staffel 18 bis 20 Mannschaften. Das ist Ligabetrieb, kein Amateurkick am Sonntagvormittag, und trotzdem fällt er juristisch in den Bereich, den das GlüStV für Wetten sperrt. Fußball unterhalb der 3. Liga gilt in der Praxis der Aufsicht als Amateurbereich, und Veranstaltungen, an denen überwiegend Amateure teilnehmen, dürfen nach § 21 Abs. 1a GlüStV nicht Gegenstand einer Wette sein. Wer also eine Quote auf ein Regionalliga-Spiel sieht, sieht sie nicht bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis. Punkt.

Bevor ich zu den Angeboten komme, die es gibt, muss der Aufstiegsmechanismus auf den Tisch, weil er erklärt, warum diese Klasse überhaupt so viele Spiele liefert und warum einzelne davon für einen Buchmacher interessant wären: Seit 2019 steigen die Meister von drei Staffeln direkt in die 3. Liga auf; die restlichen zwei Staffelmeister spielen in einem Playoff den vierten Aufsteiger aus. Diese Aufstiegsspiele sind die einzigen Partien der Klasse, die eine bundesweite Bühne haben — und damit die einzigen, bei denen ein Laie überhaupt bemerkt, dass er keine Quote findet. Der Rest der Saison läuft regional, meist ohne Fernsehbild, ohne bundesweite Berichterstattung, mit Zuschauerzahlen, die zwischen ein paar Hundert und ein paar Tausend schwanken.
Historisch ist die Klasse mehrfach umgebaut worden: Die erste Saison der Fußball-Regionalliga war 1963, ihre heutige Form als vierthöchste Spielklasse besteht seit der Saison 2008/09, und zur Saison 2012/13 wechselte die Hauptverantwortlichkeit vom DFB zu fünf Ligaverbänden. Wer heute von „der“ Regionalliga spricht, meint also fünf eigenständige Wettbewerbe unter einem gemeinsamen Dach — mit eigenen Spielplänen, eigenen Staffelstärken und eigenen Aufstiegswegen. Ein Wettprogramm, das „die Regionalliga“ anbietet, müsste fünf verschiedene Ligen pflegen. Kein erlaubter Anbieter tut das, und das ist keine Nachlässigkeit, sondern die Folge der Rechtslage.
Wettarten und Quoten: was aus der Bundesliga vertraut ist und hier nicht bereitsteht
Die Wettarten, die man aus der Bundesliga kennt, sind bekanntes Terrain: Siegerwette auf ein Spiel, Handicap, Tore über und unter einer Linie, Kombinationen aus mehreren Partien. Für die vierte Liga sind diese Märkte bei erlaubten Anbietern nicht vorgesehen. Nicht „selten“, nicht „schwer zu finden“ — nicht vorgesehen. Das ist der Kern, den man sich merken sollte, wenn man auf einer ausländischen Seite ein Regionalliga-Spiel mit Quoten sieht: Was dort steht, stammt von einem Veranstalter, der für den deutschen Markt keine Erlaubnis hat, und die Quote unterliegt keiner Aufsicht, die hier etwas durchsetzen könnte.

Der Grund liegt im Sportwettprogramm. Erlaubt sind nach § 21 Abs. 1 GlüStV Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Vorfälle darin, als Einzel- oder Kombiwette — aber nur in den Wettarten, die die GGL zugelassen hat (§ 21 Abs. 5). Und der Katalog der zugelassenen Wettarten nützt einem nichts, wenn das Ereignis selbst gesperrt ist. Amateurevents sind gesperrt. Fertig.
Weil die vierte Liga als Praxisbeispiel ausfällt, lohnt es, sich die Rechnung an einem Markt anzusehen, der tatsächlich bereitsteht — denn sie erklärt, was in jeder Quote steckt, auch in einer, die ein nicht erlaubter Anbieter auf ein Regionalliga-Spiel setzt. Nehmen wir einen 1X2-Markt mit den Quoten 2,10 auf Heimsieg, 3,40 auf Unentschieden und 3,60 auf Auswärtssieg. Das ist ein Rechenbeispiel, kein zitiertes Angebot.
Der Quotenschlüssel dieses Marktes ergibt sich aus 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60). Umgerechnet sind das 0,4762 + 0,2941 + 0,2778, zusammen 1,0481. Der Kehrwert davon ist 0,9541. Die Auszahlungsquote liegt also bei rund 95,4 %, die Marge des Veranstalters bei rund 4,6 % — und diese beiden Zahlen addieren sich auf 100 %, wie es sein muss. Was heißt das? Von jedem Euro, der auf diesen Markt gesetzt wird, fließen im Durchschnitt etwa 4,6 Cent an den Veranstalter, unabhängig davon, wer gewinnt. Bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis kommt auf diesen Betrag noch die Frage hinzu, ob im Streitfall überhaupt jemand zuständig ist — dazu später mehr.
Die Marge ist keine Konstante, und das ist der Punkt, den man aus dem Beispiel mitnehmen sollte. Sie hängt von der Zahl der Ausgänge und davon ab, wie scharf der Veranstalter kalkuliert. Ein Zwei-Weg-Markt trägt typischerweise eine kleinere Marge als ein Drei-Weg-Markt, ein Markt auf ein unbekanntes Team eine größere als ein Bundesliga-Spitzenspiel. Liegt die Auszahlungsquote bei etwa 95 %, ist die Marge rund 5 % — dieselbe Zahl von zwei Seiten betrachtet. Was die Quoten eines Regionalliga-Spiels angeht, lässt sich daraus keine belastbare Größenordnung ableiten, weil kein erlaubter Anbieter sie quotiert. Wer eine sieht, sieht eine Zahl ohne Aufsicht.
Der Quotenschlüssel als Maßstab für jede Liga, die man tatsächlich spielen kann
Die Rechnung funktioniert unabhängig von der Liga. Sie ist das Werkzeug, mit dem man zwei Anbieter vergleicht, ohne ein einziges Spiel zu tippen: dieselben drei Ausgänge, dieselbe Rechnung, und der Anbieter mit dem höheren Quotenschlüssel zahlt im Schnitt mehr zurück. Bei zwei erlaubten Anbietern mit leicht unterschiedlichen Quoten auf dasselbe Bundesliga-Spiel ist der Unterschied in der Regel klein — ein halber Prozentpunkt, manchmal weniger. Über einen längeren Zeitraum summiert sich das, aber niemand wird davon reich.
Der Unterschied zwischen „95,4 % Auszahlungsquote“ und „4,6 % Marge“ ist sprachlich relevant: Es ist dieselbe Sache. Wer schreibt, ein Anbieter nehme „5 % vom Einsatz“, meint in der Regel die Marge — und die trifft nicht den einzelnen Einsatz, sondern den Markt im Durchschnitt. Ein einzelner Gewinn bleibt vollständig ausgezahlt; die Marge sitzt in der Höhe der Quote, nicht als Abzug. Genau deshalb ist die Quote das einzige Preismerkmal, das der Leser wirklich vergleichen kann, und deshalb ist die Sperre der Regionalliga so wirksam: Sie nimmt dem Leser den Vergleich an dieser Stelle vollständig aus der Hand.
Hinzu kommt die Sportwettensteuer, §§ 16–25 RennwLottG: 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, der um die Steuer selbst gemindert ist“ (§§ 17, 18), also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags (5,3 / 105,3). Schuldner ist nach § 19 der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende. Ob und wie er sie weitergibt, ist seine Entscheidung — und nur aus seinen eigenen Bedingungen zu belegen. Dass eine Steuer gezahlt wurde, ist kein Nachweis einer Erlaubnis: Die Steuer trifft auch nicht erlaubte Veranstalter. Wer eine Quote mit „ohne Steuer“ bewirbt, verkauft also nicht automatisch ein besseres Angebot, sondern eine Aussage über den eigenen Verzicht auf eine Weitergabe, deren Maßstab er selbst wählt.
Warum Live-Märkte bei erlaubten Anbietern enger sind als bei ausländischen
Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV deutlich eingeschränkt: Während eines laufenden Ereignisses darf nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten gewettet werden, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball: ja. Nächster Satz im Tennis: ja. Nächster Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball: nein. Wer sich über ein dünnes Live-Programm bei einem erlaubten Anbieter ärgert, ärgert sich in Wahrheit über diese Vorschrift.
Für die Regionalliga entfällt auch dieser Punkt, dort gibt es gar kein Live-Programm, weil es kein Grundprogramm gibt. Aber die Regel erklärt, warum die Tiefe eines Live-Angebots kein Maßstab für die Qualität eines Anbieters ist: Ein ausländischer Wettanbieter kann einen Tick-für-Tick-Markt anzeigen, weil ihn das GlüStV nicht bindet — was nicht dasselbe ist wie ein Plus. Die engeren Regeln schützen vor dem, was das Gesetz für besonders manipulationsanfällig hält, und die Kehrseite ist ein kleineres Angebot für den, der unterhalten werden will. Das ist ein echter Trade-off, kein Marketingthema.
Interessant ist außerdem: Cash Out ist gesetzlich nicht geregelt. Es gibt keine Regelung im GlüStV und keine Aufsichtspraxis, die sich dazu nachweisen ließe. Das Feature ist deshalb ausschließlich nach seinem eigenen Profil zu beschreiben, als operatives Merkmal: Es hängt am Buchmacher, nicht am Gesetz, und wer es nutzt, nutzt eine Hausregel des Anbieters, keine geschützte Einrichtung des Marktes.
Das Spielprogramm der fünf Staffeln und was es für ein Wettangebot bedeutete
Die Staffeln Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern sind eigenständige Wettbewerbe. Für ein Wettprogramm heißt das: fünf Spielpläne, fünf Tabellen, fünf Aufstiegswege, jeweils 18 bis 20 Mannschaften — und in jedem Jahr ein Aufstiegsrennen, das sich über die ganze Saison zieht. Am Ende der Saison krönt es drei Staffelmeister, die direkt hochgehen, plus einen vierten, der sich im Playoff der beiden übrigen Staffelmeister qualifiziert. Nichts davon quotiert ein erlaubter Anbieter.
Von den fünf Regionen haben zwei mehr Suchvolumen als die übrigen: West und Bayern werden in der Praxis häufiger gesucht als Nord, Nordost oder Südwest. Das ist ein interessantes Signal für die Anbieterauswahl: Wer Spiele einer bestimmten Region sucht, sucht eigentlich nach einem Buchmacher mit breitem Fußballprogramm, nicht nach einem Regionsspezialisten — denn Regionalspezialisierung existiert im erlaubten Markt nicht. Es gibt keinen erlaubten Anbieter, dessen Profil „die vierte Liga“ wäre.
Eine gewisse Ironie steckt darin, dass der ambitionierteste Teil des deutschen Fußballs — die Regionalliga ist die höchste Klasse, in der überwiegend Amateurvereine spielen — auf dem regulären Wettmarkt unsichtbar ist, während eine zweitklassige Partie aus einer ausländischen Liga problemlos quotiert wird. Der Grund ist nicht der Unterhaltungswert, sondern die Regulierung. Wer das begriffen hat, versteht auch, warum eine kurze Suche nach Regionalliga-Quoten sofort auf Seiten führt, die keine deutsche Erlaubnis haben: Sie füllen eine Lücke, die das Gesetz absichtlich lässt.
Die Aufstiegsspiele: die einzigen Spiele der Klasse, die bundesweite Bühne haben
Die Aufstiegsspiele zum Aufstieg in die 3. Liga sind die Ausnahme im Kalender dieser Klasse. Sie werden bundesweit wahrgenommen, haben ein Ergebnis, das sich überregional erzählen lässt, und eine klare sportliche Bedeutung — und sie bleiben trotzdem von erlaubten Anbietern unquotiert, weil die Sperre an der Klasse hängt, nicht an der Bekanntheit eines einzelnen Spiels. Ein Aufstiegsspiel zwischen zwei Regionalliga-Meistern ist also kein Sonderfall, sondern derselbe Fall: Die Klasse ist unterhalb der 3. Liga, also ist das Spiel gesperrt.
Zu den Sportarten und Tournieren, die erlaubte Anbieter dagegen tatsächlich bedienen, gehören neben Fußball unter anderem Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Das ist aus dem Wettangebot von Sportingbet belegt und als Grundtendenz auf den gesamten Markt übertragbar: Die erlaubten Anbieter fahren einen breiten Katalog oberhalb der Amateurschwelle. Wer also Regionalliga sucht, weil er „mehr Fußball als die Bundesliga“ will, wird bei erlaubten Anbietern nicht fündig — wer eine Bandbreite an Sportarten sucht, schon.
Zehn erlaubte Anbieter im Vergleich: wer was anbietet und wo die vierte Liga fehlt
Zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis stehen hier nebeneinander. Ihre Namen stehen in einer Liste, die keine Rangfolge und keine Empfehlung ist, sondern eine Prüfliste: Wo in der Tabelle „kein Regionalliga-Angebot“ unterstellt wird, gilt das bei allen zehn, und das ist die eigentliche Erkenntnis dieser Seite.
| Anbieter | GGL-Status und Inhaber der Erlaubnis | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Betano | Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für Betano; Inhaber Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022 |
| Sportwetten.de | Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für Sportwetten.de; Inhaber NetX Betting Limited | 19.11.2020, Folgeerlaubnis 16.12.2022 |
| Sportingbet | Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für Sportingbet; Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 |
| Betway | Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für Betway; Inhaber Betway Limited | 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022 |
| 888sport | Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für 888sport; Inhaber 888 Germany Limited | 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022 |
| VBet | Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für VBet; Inhaber SCGO Limited | 05.12.2023 |
| MERKUR BETS | Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für MERKUR BETS; Inhaber Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| AdmiralBet | Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für AdmiralBet; Inhaber Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024 |
| bet365 | Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für bet365; Inhaber Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022 |
| bpremium | Whitelist, Sportwetten-Erlaubnis für bpremium; Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 |
Die dritte Spalte trägt nur ein Datum und keine Laufzeit, und das ist kein Redaktionsfehler: Die Whitelist weist das Erteilungsdatum aus, kein Ende. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV) — wer daraus ein Ablaufdatum ableitet und es auf einer Seite stehen sieht, sieht eine Erfindung. Der Blick auf die Spalte lohnt trotzdem, weil er die Marktreife zeigt: Die meisten dieser Anbieter sind seit 2020 oder 2021 im deutschen Markt, zwei sind erst 2023 hinzugekommen. Das ist wichtig für die Erwartung an das Angebot — kein Anbieter, der 2023 neu startet, baut seinen Katalog mit Blick auf die vierte Liga auf.
Eine Sache zum Status, die leicht verwechselt wird: Auf der Whitelist ist eine Domain für eine bestimmte Erlaubnis eingetragen, und nur diese Domain betreibt unter dieser Erlaubnis Sportwetten. Ein Halter, der außerdem Erlaubnisse für virtuelle Automatenspiele, Poker oder Casino hat, hat damit andere Erlaubnisse und andere Regeln — aus einer Casino-Erlaubnis folgt nichts für das Sportwettangebot. Ebenso gilt: Eine Whitelist mit 30 Einträgen ist nicht der gesamte Markt, sondern nur die Gesamtheit der eingetragenen Anbieter; sie ist auch nicht beschränkt auf Sportwetten, denn darunter sind auch reine Pferdewetten-Halter.
Betano: die App-Beschreibung als Beispiel für ein breites Angebot
Betano listet unter seiner App eine Reihe von Funktionen, die für den Vergleich interessant sind, weil sie zeigen, wo der Wettmarkt heute liegt. Bet Builder — mehrere Märkte eines Spiels kombiniert —, Cash Out und Live-Streaming, unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Man beachte, was in dieser Aufzählung fehlt: Deutschland. Die Genres, in denen sich Wettangebote differenzieren, liegen im internationalen Programm, nicht im regionalen.
Die Erlaubnis sitzt bei der Betkick Sportsbetting Limited, seit dem 19. Februar 2021, mit Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022. Das ist eine der längeren Zugehörigkeiten im deutschen Markt, und für einen Leser heißt das: Es gibt gewachsene Bedingungen, nicht ein frisch zusammengestelltes Neukundenpaket.
Fazit: Die Breite der Funktionen zielt auf die internationalen Ligen, nicht auf deutsche Amateurklassen — wer Live-Streaming von LaLiga sucht, ist hier richtig, wer ein Regionalliga-Spiel bespielen will, bekommt hier exakt dasselbe Nichts wie bei jedem anderen erlaubten Anbieter.
Sportwetten.de: ein deutscher Name, ein Erlaubnisinhaber aus Malta
Der Name liest sich wie ein Regierungsformular, und das ist charmant, wenn man bedenkt, dass die Erlaubnis bei der NetX Betting Limited liegt, geführt mit Sitz in Birkirkara, Malta. Der deutsche Anschein des Namens sagt nichts über den Inhaber der Erlaubnis — die Whitelist verzeichnet für Sportwetten.de die NetX Betting Limited, erteilt am 19. November 2020, Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022.
Das ist die Stelle, an der man über eine Selbstverständlichkeit stolpert: Eine .de-Domain beweist gar nichts. Der Whitelist-Eintrag tut es, und zwar nur der. Ein Anbieter, der namentlich deutsch klingt, aber nicht eingetragen wäre, hätte damit keinerlei Vorteil — und wer eine Domain mit .de sieht, sollte den Eintrag prüfen, statt sich auf das Namensbild zu verlassen.
Fazit: Der Name deutet auf einen lokalen Anbieter, die Erlaubnis gehört einer maltesischen Gesellschaft — und genau deshalb muss man auf die Domain schauen, die unter der Sportwetten-Erlaubnis eingetragen ist, nicht auf den Namen.
Sportingbet: Konfigurator und sieben Sportarten
Sportingbet nennt in seinem Wettangebot einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten, und zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Das ist ein breiter Katalog, und die sieben Sportarten sind der eigentliche Inhalt des Vergleichs: Wer wissen will, ob eine Nischenliga dabei ist, muss in genau diesen Katalog schauen. Die Regionalliga ist es nicht.
Die Erlaubnis liegt bei der Sportingbet (Deutschland) Limited, seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Seit 2020 im Markt zu sein bedeutet in Deutschland vor allem eins: Der Anbieter hat die Zäsur der Erlaubnisvergabe vollständig mitgemacht und danach noch Jahre betrieben.
Fazit: Die Sportartenbreite ist solide für einen Leser, der sich einen Katalog wünscht, der über Fußball hinausgeht — und für die vierte Liga bleibt auch hier kein Platz, weil der Konfigurator nur Partien konfiguriert, die das Sportwettprogramm überhaupt zulässt.
Betway: Cash Out mit Teilauszahlung und Partien-Konfigurator
Beim Betway-Cash-Out erscheint ein grünes Symbol unter „Meine Wetten“; der angezeigte Wert der Wette kann komplett oder in Teilen ausgezahlt werden. Der Teil-Cash-Out ist der praktisch interessante Teil: Wer eine Kombination früh sichern und den Rest laufen lassen will, braucht ihn. Zusätzlich gibt es einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, und der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien.
Die Erlaubnis liegt bei der Betway Limited, erteilt am 9. März 2021, mit Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Die spannendste Zahl an diesem Anbieter ist keine Zahl, sondern eine Grenze: Der Cash Out bezieht sich auf „Meine Wetten“ — also auf Wetten, die es gibt. Wenn es keine Partie gibt, gibt es nichts zu sichern.
Fazit: Die Teilauszahlungsfunktion ist der nützlichste Baustein im Angebot und zugleich der, der am deutlichsten außerhalb des deutschen Marktes lebt, weil die Partien, für die man ihn braucht, im internationalen Programm liegen.
888sport: ein Londoner Börsenwert als Hinweis auf Größe — und auf Abstand
Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Das ist eine Gesellschaft mit Publikum und Berichtspflichten, was in einer Branche eine nützliche Information sein kann: Ein börsennotierter Konzern berichtet über seinen Betrieb, und Berichte sind prüfbar.
Die Erlaubnis für 888sport liegt bei der 888 Germany Limited, seit dem 30. Juni 2021, mit Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022. Zwischen der Holding in Gibraltar und der deutschen Erlaubnisgesellschaft liegt ein Geflecht von Gesellschaften — und für den Leser zählt trotzdem nur eine: die auf der Whitelist. Es ist die Gesellschaft, die die Erlaubnis hält, und die ist zu prüfen.
Fazit: Das Börsennotierte und Prüfbare eines Konzerns sagt etwas über die Informationslage, die ein Leser über ihn vorfindet, nichts über das Programm der deutschen Tochter.
VBet: Erlaubnis erst seit Ende 2023, Programm noch frisch
Für VBet verzeichnet die Whitelist die SCGO Limited mit Sitz in Malta im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, St. Julian’s — und die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023. Das ist eine der jüngsten im ganzen Feld.
Eine junge Erlaubnis bedeutet nicht schlechtere Aufsicht, sie bedeutet aber weniger Betriebsjahren in einem regulierten Rahmen — weniger Zeit, in der sich Bedingungen, Grenzen und Abläufe eingespielt haben. Für einen Leser, der sich an Neukundenpaketen orientiert, ist das der Punkt, an dem er die Bedingungen besonders genau liest; für einen, der Gewohnheit und Beständigkeit sucht, ist ein später Einstieg ein Nachteil.
Fazit: Der jüngste Erlaubnisstand im Feld macht VBet zum Anbieter, bei dem sich der Blick in die eigenen Bedingungen am ehesten lohnt — nicht aus Skepsis gegenüber dem Anbieter, sondern weil der regulierte Betrieb dort noch jung ist.
MERKUR BETS: über 70 Sportarten und ein merkwürdiges Zahlenverhältnis
Die MERKUR-BETS-App ist für Android und iOS kostenlos und nennt „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“; in derselben App steckt auch MERKUR SLOTS. Diese Zahl ist die größte auf der ganzen Seite, und sie sagt weniger aus, als sie klingt: 250.000 Wettmöglichkeiten ist kein Qualitätsmaß; es ist eine Zählweise. Ein Markt mit zwölf Ausgängen füllt sie schneller als zwölf kluge Märkte.
Die Erlaubnis liegt bei der Merkur Bets Malta Limited, seit dem 6. November 2023. Interessant ist, dass in derselben App auch das Slot-Angebot liegt — das ist der Grund, warum eine gemeinsame App leicht zu Verwechslungen führt: Die Sportwetten-Erlaubnis und die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele sind verschiedene Dinge mit verschiedenen Regeln, und beim AdmiralBet ist genau das ausdrücklich sichtbar, weil dort beide Erlaubnisse getrennt geführt werden.
Fazit: Die schiere Größe des Programms ist eine Zahl mit wenig Aussagekraft für die Frage, ob die richtige Partie dabei ist — und die richtige Partie, ein Regionalliga-Spiel, ist es bei 70 Sportarten genauso wenig wie bei 20.
AdmiralBet: drei Erlaubnisdaten und zwei getrennte Spielarten
Für AdmiralBet führt die Whitelist die Greentube Betting Malta Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine Erlaubnis seit dem 28.09.2022. Das sind zwei Erlaubnisse mit zwei Daten und zwei Domains — und das ist die sauberste Illustration des Prinzips, das auf dieser Seite immer wieder auftaucht: Die Casino-Seite sagt nichts über die Sportseite.
Die drei Daten auf der Sportseite machen AdmiralBet zu einem der Anbieter mit der längsten regulierten Historie im Feld. Wer in dieser Liste nach Kontinuität sucht, findet sie hier und bei bet365 und bpremium, die ebenfalls seit dem 9. Oktober 2020 dabei sind — ein Datum, das mehrfach auftaucht und damit den Stichtag markiert, an dem mehrere Anbieter ihre erste deutsche Erlaubnis erhalten haben.
Fazit: Die getrennte Führung von Sport- und Slot-Erlaubnis macht diesen Anbieter zum Beispiel dafür, wie man eine Whitelist-Zeile liest — die Domain zählt, die Erlaubnis dahinter zählt, der Rest gehört in eine andere Schublade.
bet365: ein Whitelist-Eintrag, der drei Dinge gleichzeitig klärt
Bei bet365 lohnt sich der genaueste Blick, weil sich an diesem Eintrag drei Regeln auf einmal zeigen lassen. Die Whitelist führt als Anbieter von bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Erstens: Der eingetragene Inhaber ist nicht das Markenunternehmen, das ein Leser erwartet. Zweitens: Der Sitz liegt in Malta, nicht in Deutschland. Drittens: Der Eintrag lautet auf eine Domain, nicht auf eine Marke.
Die Erlaubnis wurde am 9. Oktober 2020 erstmals erteilt, mit Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Wer wissen will, ob bet365 Sportwetten in Deutschland anbieten darf, prüft genau diesen Eintrag — und findet den Inhaber, den Sitz und die Domain in einer Zeile.
Fazit: Dass der Whitelist-Eintrag den Inhaber nennt und nicht die Marke, ist der beste Beleg dafür, dass die Liste ein behördliches Register ist und kein Werbemittel — der Ruhm einer Marke trägt dort nichts ein.
bpremium: Ladbrokes-Betreiber und eine Registernummer zum Nachschlagen
Die Ladbrokes (Deutschland) Ltd, Betreiberin von bpremium, hat ihren Sitz in Gzira, Malta, und ist unter der Registernummer C92799 geführt (Nutzungsbedingungen, Fassung vom 3. April 2023). Die Registernummer ist hier das eigentliche Geschenk an den Leser: Sie ist nachschlagbar, und zwar unabhängig von der Domain.
Die Erlaubnis liegt bei der Ladbrokes (Deutschland) Limited, seit dem 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Damit gehört bpremium zu derselben frühen Gruppe wie bet365 und AdmiralBet — drei Anbieter, die am selben Tag ihre erste deutsche Erlaubnis erhalten haben.
Fazit: Der nachschlagbare Inhaber mit Registernummer macht bpremium zum Anbieter, dessen Identität sich unabhängig von der Marke prüfen lässt — und das ist in einem Markt, in dem Namen alles sein können, ein nützlicher Vorteil.
Was die Regionalliga-Wette in Deutschland bedeutet: Amateurbereich als Sperre
Die Regionalliga ist die vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball, sie hat fünf Staffeln, 18 bis 20 Mannschaften je Staffel, drei direkte Aufsteiger und ein Playoff um den vierten Platz — und keine dieser Partien darf Gegenstand einer erlaubten Sportwette sein. Der Grund ist eine Begriffsentscheidung: Festquotenwetten sind nach § 21 Abs. 1 GlüStV auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Vorfälle darin erlaubt, aber nach § 21 Abs. 1a sind Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen, gesperrt. Die Aufsichtspraxis der GGL ordnet Fußball unterhalb der 3. Liga dem Amateurbereich zu.
Wer verstehen will, warum das so entschieden wurde, kommt an einem Argument nicht vorbei: Manipulationsanfälligkeit. In einer Klasse, in der Spieler kein Profigehalt beziehen, in der es keine durchgehende Beobachtung gibt und in der ein einzelnes Ergebnis einen Verein finanziell erheblich verändern kann, ist die Versuchung, auf ein Ergebnis einzuwirken, anders verteilt als in der Bundesliga. Die Sperre ist also kein Misstrauen gegen die vierte Liga als solche, sondern eine Risikoeinschätzung über die Umgebung, in der sie spielt.
Das ist der Punkt, an dem viele Lesererwartungen auseinanderlaufen. Wer „die Regionalliga“ als Sportveranstaltung sieht, sieht fünf Ligen mit Tabellen und Aufstiegskampf. Wer sie als Rechtsobjekt sieht, sieht eine Klasse unterhalb der Schwelle, unter der ein Ereignis überhaupt wettbar ist. Beide Sichten sind richtig, und weil die zweite den Markt bestimmt, findet der Leser nur Angebote von Veranstaltern ohne deutsche Erlaubnis.
Was die Sperre mit sich bringt, ist zugleich der Nutzen der Liste oben: Die zehn Anbieter quotieren alle dieselbe Bundesliga, dieselbe Champions League, dieselben internationalen Ligen. Der Wettbewerb findet nicht darin statt, wer die vierte Liga hat, sondern darin, wer in den Ligen darüber das bessere Programm, den höheren Quotenschlüssel und die klareren Bedingungen hat. Die Antwort auf die Frage „wo kann ich Regionalliga wetten“ ist deshalb nicht „nirgends“, sondern „bei keinem erlaubten Anbieter“. Und diese Antwort ist auf dieser Seite keine Einschränkung, sondern der Inhalt.
Erlaubt sind nur die Wettarten, die die GGL in ihrem Sportwettprogramm zugelassen hat (§ 21 Abs. 5 GlüStV). Manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind gesperrt. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Auch E-Sport ist kein Ausweg: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist — es gibt keine erlaubte E-Sport-Wette in Deutschland.
Ein Detail am Rand, das nicht in die Übersicht gehört, weil es nicht geklärt ist: zu virtuellen Sportarten ist die Rechtslage nicht festgestellt. Wer dort etwas liest, liest es ohne belegte Grundlage.
Warum ausländische Regionalliga-Quoten trotzdem sichtbar sind
Weil der deutsche Regulierungsrahmen nur für Anbieter mit deutscher Erlaubnis gilt, ist eine ausländische Seite, die ein Regionalliga-Spiel listet, nicht durch ihn gebunden: kein OASIS, kein LUGAS, keine deutschen Grenzen — und keine deutsche Stelle, an die man sich bei Streit wendet. Genau diese Kombination macht sie sichtbar für Suchende und problematisch für den, der sich auf sie verlässt.
Wer trotzdem ein Angebot außerhalb der Erlaubnis nutzt, kann sich nicht darauf berufen, es habe ausgesehen wie ein reguläres. Das ist keine abstrakte Warnung: Die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt. Was die Aufsicht als illegal einordnet, ist nach § 4 Abs. 1 GlüStV das Anbieten von Sportwetten an Personen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis.
Eine Erlaubnis aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung. Das ist wichtig, weil die Existenz einer ausländischen Genehmigung oft als Legitimation dargestellt wird — sie ist keine im deutschen Recht. Der entscheidende Test bleibt die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV, und sie ist der einzige Test. Der Stand vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge: 27 Halter mit Sportwetten-Erlaubnis, davon 2 auch mit Pferdewetten, und 3 Halter ausschließlich für Pferdewetten. Jede eingetragene Domain ist eine .de-Domain — was umgekehrt nicht gilt: Eine .de-Domain allein beweist nichts.
Die Rechtslage: Whitelist, Steuer und was ein Verstoß kostet
Zuständig ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale), die unter dem GlüStV 2021 arbeitet, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV) und überwacht und ahndet (§ 28a). Wer die Liste für eine Empfehlung hält, liest sie falsch: Sie sagt, wer eine Erlaubnis hat, und nichts darüber, wer gut ist.

Die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der GGL. Das ist ein Satz, der auf vielen Seiten fehlt und der eine Menge Verwirrung auflöst: Die Aufsicht erteilt die Erlaubnis, prüft aber nicht, wie viel Steuer ein Anbieter abführt. Bei der Sportwettensteuer nach §§ 16–25 RennwLottG liegt der Satz bei 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, der um die Steuer selbst gemindert ist“ (§§ 17, 18) — umgerechnet rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter der Wette (§ 19), nicht der Wettende. Wer diese Zahl als „5,3 % des Einsatzes“ wiedergibt, schreibt etwas anderes; die Differenz ist kein Rundungsfehler, sondern eine andere Bemessungsgrundlage.
Ein Verstoß gegen die Erlaubnispflicht ist kein Kavaliersdelikt. Das Veranstalten ohne Erlaubnis ist nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bewehrt, die Werbung dafür mit bis zu einem Jahr; die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Was nicht belegt ist: dass einzelne Spielende tatsächlich verfolgt werden. Das ist weder ein Freibrief noch ein Grund, das Strafmaß zu dramatisieren. Die Durchsetzung läuft über Untersagungsverfügungen sowie Zahlungs- und Netzwerkblockaden (§ 9 GlüStV).
Zivilrechtlich ist die Lage in Bewegung, und in Bewegung heißt hier: offen. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Was daraus folgt, ist kein Anspruch: Es ist keine Rückzahlung zugesagt. Wer mit einer rechnet, rechnet mit einem Verfahren, das noch läuft, nicht mit einem Urteil.
Wer sein Konto bei einem erlaubten Anbieter schließt, braucht kein Juristenzimmer: Der Kontostand wird innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7 GlüStV), und die Spielerngelder liegen auf einem treuhänderisch geführten, insolvenzgeschützten Konto. Das sind handfeste Vorteile eines Whitelist-Eintrags — und genau der Grund, warum ich die zehn vorgestellten Anbieter nicht als gleichwertige Alternative zu einer ausländischen Seite beschreibe, sondern als einen Satz von Optionen mit einem Schutzversprechen im Hintergrund.
Bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis fehlt beides: der Schutz bei der Auszahlung und die Stelle, an die man sich wenden könnte. Die Beträge, um die es geht, sind in der Regel keine Vermögensfragen — aber eine ausbleibende Auszahlung bei einem Anbieter, den keine deutsche Aufsicht erreicht, ist ein Rechtsweg, den man erst dann öffnet, wenn es weh tut.
Wo die Whitelist als Nachschlagewerk wirklich hilft — und wo sie stumm bleibt
Die Liste hilft an einer ganz praktischen Stelle: bei der Frage, ob ein Anbieter überhaupt Sportwetten für den deutschen Markt anbieten darf. Wer sie prüft, schließt die meisten unseriösen Angebote mit einem Blick aus. Sie hilft nicht bei der Frage, ob ein Anbieter gut ist — dafür braucht man die eigenen Bedingungen und die Preisgestaltung.
Und die Liste ist keine Adressliste von Auszahlungen. Sie ist tatsächlich als Nachschlagewerk nützlich: Die Suchmaschinen sind voll von Anbietern, die mit ausländischen Lizenzen und ähnlich klingenden Namen werben, und der einzige Test, der in Deutschland zählt, steht zum Nachlesen bereit.
Ein nüchterner Hinweis zum Schluss, weil er auf vielen Seiten fehlt: Wer eine Sportwette abschließt, schließt einen Vertrag. Ob dieser Vertrag auf dem Weg eines erlaubten oder eines nicht erlaubten Anbieters zustande kommt, ändert nichts daran, dass es ein Vertrag ist — aber es ändert, wer ihn überwacht und wie man ihn durchsetzt. Das ist, in einem Satz, das ganze Thema.
Verantwortungsbewusstes Spielen: die Grenzen, die am Whitelist-Eintrag hängen
Hier liegt der Teil des Themas, der am häufigsten unter den Tisch fällt, wenn über Regionalliga-Quoten diskutiert wird. Alles, was in Deutschland den Spielenden schützt, hängt am Whitelist-Eintrag des Anbieters und an nichts anderem. Ein Angebot außerhalb der Erlaubnis ist an keines dieser Systeme angeschlossen, und das ist nicht ein technischer Nebenaspekt, sondern der Kern der Sache.
Die Teilnahme ist ab 18 (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Es gilt ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung (§ 6a). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel ermöglichen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Wer in dieser Zeit gewinnt, kann nicht auszahlen lassen — das ist ein Detail, das einen erwachsenen Menschen überrascht, und es lohnt, es vorher zu wissen.
Das Einzahlungslimit liegt nach § 6c Abs. 1 GlüStV standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für eine einzelne Person einen höheren Betrag zulassen — bis 10.000 €, und bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spielenden — aber nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft reicht dafür nicht. Ein Herabsetzen wirkt sofort, ein Anheben erst nach 7 Tagen. Wer das mit einem ausländischen Angebot vergleicht, sieht den Unterschied sofort: Dort gibt es diese Grenze nicht, weil es die Limitdatei nicht gibt.
Das Verbot des Parallelspiels ist gesetzlich festgelegt (§ 6h, Aktivitätsdatei). Dazu kommt OASIS als bundesweites Sperrsystem (§§ 8, 8a), das bei Registrierung und Login abgefragt wird; die Selbstsperre dauert mindestens 3 Monate, wenn die spielende Person einen Zeitraum nennt, sonst mindestens 1 Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst unmittelbar eine 24-stündige Sperre aus. Ausländische Seiten sind an OASIS und LUGAS nicht angeschlossen.
Bei den Zahlungen gilt nach § 6b Abs. 4, dass nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut eingezahlt werden darf; anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen. Auf dieser Regel liegt die Regel für Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Lösungen im erlaubten deutschen Markt — sie fliegen nicht raus, weil man sie nicht mag, sondern weil sie die Bedingung nicht erfüllen. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und nur aus seinen Bedingungen zu belegen.
Für Werbung gilt, dass nur Erlaubnisinhaber werben dürfen (§ 5 Abs. 7). Das Verbot zwischen 06:00 und 21:00 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) betrifft Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele, nicht Sportwetten. Für Sportwetten gibt es die eigenen Grenzen: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung in demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Bezahlung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Diese Regeln klingen trocken, und sie sind es auch — aber sie sind der Grund, warum ein Bonus für Sportwetten in Deutschland in anderen Formen auftritt als in einem Markt ohne diese Regeln. Das GlüStV enthält keine Norm, die einen Sportwettenbonus festsetzt oder begrenzt: Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stehen allein in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Wer ein solches Angebot wirklich bewerten will, liest drei Dinge: die Höhe, den Faktor und die Mindestquote, die für eine Qualifizierung verlangt wird.
Im Abschnitt zu den Verantwortungsbewussten Spielen habe ich bewusst von Bedingungen gesprochen und nicht von Bonuszahlen, und der Grund ist derselbe wie bei der vierten Liga: Ein Bonus ohne Kenntnis seiner Bedingungen ist eine Zahl ohne Inhalt, so wie eine Quote auf ein Regionalliga-Spiel eine Zahl ohne Aufsicht ist. Die beiden Probleme haben dieselbe Form.
Häufige Fragen
Kann man in Deutschland auf die Regionalliga wetten?
Bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis nicht. Fußball unterhalb der 3. Liga gilt in der Praxis der Aufsicht als Amateurbereich, und Veranstaltungen mit überwiegend Amateuren sind nach § 21 Abs. 1a GlüStV von der Wette ausgeschlossen. Regionalliga-Quoten finden sich daher nur bei Veranstaltern ohne deutsche Erlaubnis.
Warum gilt die vierte Liga als Amateurbereich, und was folgt daraus?
Die Regionalliga ist die vierthöchste Spielklasse und wird überwiegend von Vereinen ohne Profibetrieb gespielt. Die Aufsicht zieht daraus die Grenze bei der 3. Liga. Für Wettende folgt daraus, dass Spiele dieser Klasse bei erlaubten Anbietern in keinem Sportwettprogramm stehen — unabhängig davon, wie bekannt eine einzelne Partie ist.
Was bedeutet es, wenn eine Seite ohne deutsche Erlaubnis Regionalliga-Spiele listet?
Sie bietet Sportwetten an Personen in Deutschland ohne die nach § 4 Abs. 1 GlüStV nötige Erlaubnis an — das ist unerlaubtes Glücksspiel. Eine Genehmigung aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung. Der Leser findet dort weder OASIS noch LUGAS noch eine deutsche Stelle, an die er sich wenden könnte.
Woran erkenne ich, ob ein Anbieter auf der GGL-Whitelist steht?
An der Übersicht erlaubter Anbieter der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Entscheidend ist die Domain, die dort unter der Sportwetten-Erlaubnis eingetragen ist, samt dem genannten Inhaber der Erlaubnis. Eine .de-Adresse allein sagt nichts. Der Stand vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge.
Welche Folgen hat ein Angebot außerhalb von OASIS und LUGAS?
Bei einem erlaubten Anbieter gilt das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei, sowie die Sperrdatei OASIS und der Panikbutton. Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis ist an keines dieser Systeme angeschlossen. Der Schutz fällt dort vollständig weg, ebenso die Auszahlung nach fünf Werktagen bei Kontoschließung.
Wie funktionieren Quoten und Auszahlung in höheren Ligen, und welche Rolle spielt die Wettsteuer?
Beim 1X2-Markt mit den Quoten 2,10 / 3,40 / 3,60 liegt die Auszahlungsquote bei rund 95,4 %, die Marge also bei rund 4,6 % — ein Beispiel, kein zitiertes Angebot. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der um die Steuer geminderten Bemessungsgrundlage, rund 5,03 % des eingezahlten Betrags; Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Wettende.
Fußball – Bundesliga Wettquoten
Inhalt erstellt vom Team «Bundesliga Wettquoten»
